Hero ImageEM0826_Baufi_Vermittler

Immobilienkredit

Ein Immobilienkredit ist ein zweckgebundenes Darlehen zum Kauf, Bau oder zur Sanierung einer Immobilie. Den aufgenommenen Kreditbetrag zahlen Sie für gewöhnlich über monatliche Raten zurück. Diese sowie der gewährte Zinssatz bleiben für die Dauer der vereinbarten Zinsbindung gleich.

Hüttig & Rompf
Hüttig & Rompf

Das Wichtigste in Kürze

  • Mithilfe eines Immobilienkredits können Sie den Erwerb, den Bau oder die Sanierung der eigenen vier Wände finanzieren.
  • Kreditbetrag, Monatsrate, Zinskosten: Mit dem Hüttig & Rompf Baufinanzierungsrechner lassen sich die Konditionen eines Immobilienkredits individuell berechnen.
  • Achten Sie bei Ihrem Immobilienkredit vor allem auf einen ausreichend hohen Tilgungssatz, eine tragbare Monatsrate, günstige Zinsen sowie eine passende Zinsbindung.
  • Der Schlüssel zu einem zinsgünstigen, individuell abgestimmten Immobilienkredit ist eine fachkundige, persönliche Beratung.

Was ist ein Immobilienkredit?

Ein Immobilienkredit ist langfristiges, zweckgebundenes Darlehen zur Finanzierung von Kauf, Bau oder Sanierung einer Immobilie, das über einen festgelegten Zeitraum in Raten zurückgezahlt wird.

Immobilienkredit einfach erklärt

Über einen Immobilienkredit leihen Sie sich Geld von einer Bank, um damit eine Immobilie zu kaufen, zu bauen oder zu sanieren. Auf diese Weise können Sie ohne großes Vermögen schon heute Haus- bzw. Wohnungseigentümer werden. Ihr Vorteil dabei: Immobilienkredite bieten in aller Regel günstigere Zinsen als herkömmliche Ratenkredite. Denn bei Immobilienkrediten fungiert die Wohnung bzw. das Haus selbst als Kreditsicherheit.

Wie funktioniert ein Immobilienkredit?

Ein Immobiliendarlehen ebnet Ihnen den Weg ins Eigenheim. Vereinfacht zusammengefasst:

  1. Individuellen Finanzierungsbedarf bestimmen
  2. Mögliche Rate ermitteln
  3. Immobilienkredite verschiedener Banken vergleichen
  4. Dokumente vorbereiten und weiteres Vorgehen planen
  5. Persönliche Beratung in Anspruch nehmen und maßgeschneiderten Immobilienkredit abschließen

Damit die Bank einen Immobilienkredit gewährt, muss der Darlehensnehmer für gewöhnlich eine Grundschuld auf das Haus bzw. die Wohnung eintragen lassen. Über diese ist der Kredit dann gegen einen Zahlungsausfall abgesichert.

Nehmen Sie einen Immobilienkredit auf, schließen Sie dieses meist als Annuitätendarlehen ab. Bei diesem bleiben die Rate und der Zinssatz während der Sollzinsbindung unverändert. Zugleich verschieben sich aber die beiden Anteile innerhalb der Rate: Der Zinsanteil sinkt über die Laufzeit, während der Tilgungsanteil um den gleichen Betrag zunimmt.

Zinsbindung entspricht für gewöhnlich nicht der Gesamtlaufzeit

Beim Annuitätendarlehen ist die Gesamtlaufzeit länger als die vereinbarte Zinsbindung. Endet Letztere, benötigen Sie für Ihre Restschuld eine Anschlussfinanzierung.

Immobilienkredit oder Ratenkredit: Worin liegt der Unterschied?

Vergleichen Sie einen Immobilienkredit mit einem Ratenkredit, unterscheiden sich die beiden in mehreren Aspekten:

Immobilienkredit
Ratenkredit
Zweck
Kauf, Bau oder Sanierung einer Immobilie 
mit oder ohne Zweckbindung, bspw. für Auto-, Möbelkauf, Reparaturen, Urlaub 
Typische Kredithöhe 
einige Hunderttausend Euro 
wenige Tausend bis einige Zehntausend Euro 
Laufzeit 
meist zwischen 15 und 35 Jahren 
in der Regel 1 bis 7 Jahre 
Besicherung 
normalerweise durch Grundschuld 

meist unbesichert (Blankokredit)

Auszahlungsweise 
üblicherweise einmalig als Gesamtsumme (Kauf) oder in Teilbeträgen (Bau) 
für gewöhnlich einmalig als Gesamtsumme 
Rückzahlung 
in der Regel über monatliche Raten, nach Ende der Zinsbindung verbleibt häufig eine Restschuld 
meist über monatliche Raten, wobei die Gesamtlaufzeit normalerweise schon zum Kreditbeginn feststeht 

Spezielle Konditionen für Immobilienkredite: Im Gegensatz zu einem Ratenkredit ist ein Immobilienkredit grundsätzlich durch das Eigenheim besichert. Für diesen zusätzlichen Schutz gegen einen Kreditausfall räumt Ihnen die Bank häufig günstigere Zinsen ein. Weitere Besonderheit: Immobilienkredite sind üblicherweise mit einer Zinsbindung ausgestattet. Für diesen Zeitraum bleibt der Zins also konstant.

Das erleichtert Ihnen die finanzielle Planung erheblich, was gerade bei Immobiliendarlehen essenziell ist. Denn im Vergleich zu einem Ratenkredit geht es bei einem Immobilienkredit in der Regel um einige Hunderttausend Euro. Entsprechend länger fällt die Laufzeit eines Haus- bzw. Wohnungskredits aus.

Berechnen Sie jetzt Ihren Finanzierungsbedarf bzw. die benötigte Höhe Ihres Immobilienkredits. Die Berater von Hüttig & Rompf entwerfen Ihnen eine individuelle Finanzierungsstruktur für Ihr Vorhaben. Bei der Planung im persönlichen Gespräch finden Sie bspw. heraus, wie viel Immobilienkredit Sie bei 3.000 Euro netto oder 4.000 Euro netto erhalten. Vereinbaren Sie einfach einen persönlichen Beratungstermin.

Immobilienkredit berechnen und vergleichen

Welchen Kreditbetrag kann ich bekommen, wie hoch ist die Kreditrate und was kostet mich ein Immobilienkredit? Diese und weitere Fragen lassen sich durch eine individuelle Kreditberechnung beantworten. Hierbei zentrale Stellschrauben eines Immobiliendarlehens sind:

  • Kreditsumme
  • Darlehensrate
  • Zinssatz
  • Zinsbindung
  • Tilgungssatz

Welche Monatsrate passt zum eigenen Budget?

Ihren Immobilienkredit zahlen Sie normalerweise über monatliche Raten zurück. Wie hoch diese maximal sein dürfen, hängt vom persönlichen Budget ab. Letzteres lässt sich anhand einer Haushaltsrechnung ermitteln. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  • Alle regelmäßigen, verlässlichen Einnahmen notieren (insbesondere Gehalt, Lohn, Kindergeld)
  • Sämtliche Ausgaben zusammenrechnen (unter anderem Kosten für Lebensmittel, Mobilität, Freizeit, Versicherungen, Telefonie, Internet)
  • Von den monatlichen Einnahmen die Ausgaben abziehen
  • Das Ergebnis um ca. 10 bis 20 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens reduzieren (Sicherheitspuffer!)
  • Der verbliebene Betrag entspricht der maximal möglichen monatlichen Rate für den Immobilienkredit

Alternativ zu einer solchen Berechnung wird gelegentlich auch diese Faustregel verwendet:

Die Darlehensrate sollte höchstens 35 bis 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens betragen.

Diese Faustregel dient allerdings lediglich zur Orientierung. Denn wie hoch die monatliche Rate für einen Immobilienkredit höchstens sein darf, richtet sich nicht allein nach der Einkommenshöhe, sondern bspw. ebenso nach der Verlässlichkeit der Einkünfte.

Achten Sie auf langfristige Tragfähigkeit

Wenn Sie eine mögliche Rate für Ihren Immobilienkredit berechnen, denken Sie nicht zu kurzfristig. Schließlich müssen Sie die vereinbarte Rate über viele Jahre tragen können. Kalkulieren Sie deshalb auch steigende Ausgaben bzw. sinkende Einnahmen in Ihre Budgetplanung ein.

Wie viel Immobilienkredit bekomme ich?

Generell gilt: Je größer das Haushaltsnettoeinkommen, desto höher kann die Monatsrate und damit auch der Kreditbetrag sein. Wie viel Immobilienkredit bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.000 Euro netto, 4.000 Euro netto oder 5.000 Euro netto realistisch ist, können Sie an folgendem Beispiel nachvollziehen. Bei diesem wird davon ausgegangen, dass 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens zur Deckung der Kreditrate zur Verfügung stehen.

Im Folgenden finden Sie eine exemplarische Vergleichstabelle*, welche individuelles Budget in Abhängigkeit vom Haushaltsnettoeinkommen gegenüberstellt.

Die Berechnungsgrundlage:

  • Standort der Immobilie: Hamburg
  • Eigenkapital: 100.000 €
  • Maklergebühr: 3,57 %
  • Sollzins pro Jahr: 4,5 %
Haushaltsnettoeinkommen 
3.000 €
4.000 €
5.000 € 
Mögliche monatliche Rate (35 % vom Haushaltsnettoeinkommen) 
1.050 €
1.400 €
1.750 €
Möglicher Darlehensbetrag (gerundet) 
194.000 €
258.000 €
323.000 €
Kaufnebenkosten (Sicherheitsabschlag, Maklerprovision, Notar-, Grundbuchkosten, Grunderwerbsteuer, gerundet) 
47.000 €
58.000 €
68.000 €
Möglicher Kaufpreis (gerundet) 
247.000 €
301.000 €
355.000 €
Gesamtbudget (gerundet) 
294.000 €
358.000 €
423.000 €

* Die hier dargestellten Werte dienen lediglich der Veranschaulichung. Exakte Zahlen für Ihren Immobilienkredit erhalten Sie von einem Finanzierungsexperten für Hauskäufe. Bedenken Sie ferner, dass ihr persönliches Nettoeinkommen allein nicht über eine Kreditzusage bzw. die Kredithöhe entscheidet. Vielmehr sind bei einem Mehrpersonenhaushalt die regelmäßigen Einkünfte aller Mitbewohner einzubeziehen (Haushaltsnettoeinkommen). Zudem spielt die Höhe der monatlichen Ausgaben ebenfalls eine Rolle, wenn Sie Ihren Immobilienkredit berechnen.

Was kostet ein Immobilienkredit?

Möchten Sie die monatlichen Kosten eines Immobilienkredits für einen bestimmten Kreditbetrag wissen? Das lässt sich am besten anhand eines konkreten Beispiels zeigen. Für die Berechnung gilt ("oder Angaben neben der Tabelle"):

  • Anfängliche Tilgung: 2,0 % p. a. (pro Jahr)

  • Sollzins: 4,5 % p. a.

  • Sollzinsbindung: 10 Jahre

Der Übersicht können Sie entnehmen, wie sich Monatsrate und Restschuld zum Ende der Zinsbindung je nach Kreditbetrag verändern:

Kreditbetrag
300.000 €
400.000 €
500.000 €
Monatliche Rate (gerundet) 
1.625 €
2.167 €
2.708 €
Restschuld nach Zinsbindung (gerundet) 
224.000 €
299.000 €
374.000 €

Sie sehen: Steigt die Darlehenssumme, verteuert sich die monatliche Rate des Immobilienkredits. Außerdem erhöht sich die Restschuld. Für diesen Teil am Immobilienkredit benötigen Sie später eine Anschlussfinanzierung.

Tilgungsplan Immobilienkredit

Der Tilgungsplan weist die Restschuld zu jedem Jahresanfang und -ende sowie die Rate inklusive Zins- und Tilgungsanteil aus. Anhand der Übersicht erkennen Sie insbesondere, wie schnell sich die Restschuld Ihres Immobilienkredits reduziert.

Wie wählen Sie die richtige Zinsbindung und Tilgung?

Zinsbindung und Laufzeit sind 2 wichtige, jedoch unterschiedliche Elemente eines Immobilienkredits. Schließen Sie etwa ein Annuitätendarlehen ab, vereinbaren Sie mit der Bank eine Zinsbindung. Für diesen Zeitraum gilt dann der vertraglich festgelegte Sollzins. Demgegenüber ist mit Laufzeit die Dauer gemeint, bis der Immobilienkredit für den Hauskauf vollständig getilgt ist. Beim Annuitätendarlehen ist die Laufzeit des Immobilienkredits länger als die Zinsbindung.

Optimale Zinsbindung auch von Zinsentwicklung abhängig

Grundsätzlich bietet Ihnen eine längere Zinsbindung eine bessere finanzielle Planungssicherheit. Allerdings verlangen Banken für eine größere Zinsbindung meist etwas höhere Zinsen. Weiterhin ist es empfehlenswert, die Wahl der Zinsbindung an der Zinsentwicklung auszurichten:

  • Bei aktuell geringeren Zinsen mit steigender Tendenz eher eine längere Zinsbindung vereinbaren.

  • Bei aktuell höheren Zinsen mit fallender Tendenz eher eine kürzere Zinsbindung vereinbaren.

Tilgungsrate als zentrales Steuerungselement

Bevor Sie verschiedene Immobilienkredite miteinander vergleichen können, müssen Sie zudem eine anfängliche Tilgungsrate vorgeben. Hintergrund: Das Darlehen führen Sie ausschließlich über die Tilgungen zurück. Wer seine Restschuld rasch reduzieren und dabei Zinskosten sparen will, nimmt eine höhere Tilgungsrate für seinen Immobilienkredit. Doch Achtung: Eine größere Tilgung verteuert die Rate. Dazu ein kurzes Rechenbeispiel:  

  • Kreditbetrag: 300.000 €
  • Sollzins: 4,5 % p. a.
  • Sollzinsbindung: 10 Jahre

Folgende Tabelle verdeutlicht, wie die anfängliche Tilgungsrate die Konditionen Ihres Immobilienkredits beeinflusst:

Anfänglicher Tilgungssatz p. a. 
1,0 %
2,0 %
3,0 %
4,0 %
Monatliche Rate (gerundet) 
1.375 €
1.625 €
1.875 €
2.125 €
Restschuld zum Ablauf der Zinsbindung (gerundet) 
262.000 €
224.000 €
187.000 €
149.000 €

Ergebnis: Mit sinkendem Tilgungssatz fällt die monatliche Rate des Immobilienkredits geringer aus. Dafür ist die Restschuld nach 10 Jahren noch entsprechend höher. Auf welche Weise die gewählte Zinsbindung Ihr Darlehen verändert, können Sie an einem weiteren Beispiel nachvollziehen. Berechnungsgrundlage dafür:

  • Kreditbetrag: 300.000 €
  • Anfängliche Tilgung: 2,0 % p. a.
  • Sollzins: exemplarisch (Berechnen Sie Ihren individuellen Zins mit dem Baufinanzierungsrechner)

Die Tabelle stellt den Einfluss der Zinsbindung auf den Immobilienkredit dar:

Zinsbindung
10 Jahre
15 Jahre
20 Jahre
Monatliche Rate (gerundet) 
1.568 €
1.608 €
1.620 €
Sollzins p. a.
4,27 %
4,43 %
4,48 %
Restschuld zum Ablauf der Zinsbindung (gerundet) 
226.000 €
173.000 €
106.000 €

Fazit: Wer sich für eine längere Zinsbindung entscheidet, zahlt dafür einen kleinen Zinsaufschlag, wodurch die Rate des Immobiliendarlehens leicht steigt. Zugleich fällt die Restschuld niedriger aus, wenn Sie die Zinsen für Ihren Immobilienkredit länger festschreiben lassen.

Sollzins, Effektivzins und Angebotsvergleich

Wie bekomme ich einen günstigen Immobilienkredit? Dafür ist es zuerst wichtig, einige Begriffe der Immobilienfinanzierung unterscheiden zu können:

Der Sollzins oder auch Nominalzins entspricht der Verzinsung für den geliehenen Kreditbetrag - ohne etwaige Zusatzkosten. Möchten Sie verschiedene Immobilienkredite miteinander vergleichen, eignet sich dafür der sogenannte Effektivzins wesentlich besser. Denn bei diesem handelt es sich um eine standardisierte Vergleichsgröße, die sämtliche Kosten des Darlehens abbildet.

Professioneller Angebotsvergleich berücksichtigt zahlreiche Parameter: Doch auch wenn Sie den Effektivzins heranziehen, lassen sich die Angebote der Banken nur eingeschränkt vergleichen. Schließlich kommt es bei einem Immobilienkredit nicht nur auf die Zinsen an. Ein umfassender Vergleich berücksichtigt ebenso diese Faktoren:

  • Kreditsumme
  • Tilgungssatz
  • Zinsbindung
  • Dauer bis zur Zusage des Immobilienkredits
  • Voraussetzungen für die Auszahlung des Immobilienkredits
  • Beleihung der Immobilie
  • Bereitstellungszinsen
  • Sondertilgungsrechte
  • Option auf Tilgungssatzwechsel und Ratenpausen
  • Höhe einer möglichen Vorfälligkeitsentschädigung
  • Restschuld zum Ende der Zinsbindung

Hüttig & Rompf vergleicht für Sie Immobilienkredite

Was brauche ich für einen Immobilienkredit? Hüttig & Rompf berät Sie dazu unverbindlich und individuell. Generell hängen die Konditionen bzw. Kosten für einen Immobilienkredit vom jeweiligen Vorhaben sowie von Ihrer persönlichen Situation ab. Profitieren Sie unkompliziert und kostenlos Möchten auch von einem professionellen Angebotsvergleich.

Welche Arten von Immobilienkrediten gibt es?

Zur Finanzierung eines Hauses oder einer Wohnung eignen sich unterschiedliche Typen von Immobiliendarlehen. Gefragt sind vor allem diese Varianten:

  • Annuitätendarlehen: Bei der beliebtesten Darlehensart zur Immobilienfinanzierung wählen Kreditnehmer eine Zinsbindung aus. Für diesen Zeitraum gelten dann konstante Sollzinsen und Raten. Endet die Zinsbindung, bleibt eine Restschuld übrig. Deshalb brauchen Sie später eine Anschlussfinanzierung für Ihren Immobilienkredit.

  • Volltilgerdarlehen: Die Kreditart funktioniert generell genauso wie ein Annuitätendarlehen. Im Gegensatz zu diesem gibt es beim Volltilgerdarlehen aber keine Restschuld. Stattdessen tilgen Sie den Immobilienkredit komplett innerhalb der festgelegten Zinsbindung.

  • Variables Darlehen: Bei diesem Kredittyp entfällt die Zinsbindung. Somit sind die Zinsen variabel. Das bedeutet, dass die Bank die Konditionen des Immobilienkredits regelmäßig an das aktuelle Marktniveau angleicht.

  • Förderdarlehen: Diese Kreditvariante wird von speziellen, in der Regel staatlichen Förderbanken vergeben. Förderdarlehen sind oft besonders zinsgünstig und dienen normalerweise als Ergänzung zu einem klassischen Immobilienkredit.

So gestalten Sie Ihren Immobilienkredit individuell

Was brauche ich für einen flexiblen Immobilienkredit? Mit diesen Stellschrauben passen Sie Ihr Darlehen an Ihre aktuelle finanzielle Situation an:

  • Sondertilgungen sind außerplanmäßige, zusätzliche Rückzahlungen
  • Tilgungssatzwechsel: Durch Anpassung des Tilgungssatzes lassen sich das Tempo der Tilgung und die Ratenhöhe verändern.
  • Bereitstellungszinsfreie Zeit ist die Zeitspanne, in der Sie das Darlehen ohne zusätzliche Gebühr abrufen können.

Die genannten Faktoren sind in den Vertragsbedingungen des jeweiligen Darlehens geregelt. Dort steht auch, welche Kosten Sie für den Immobilienkredit zu tragen haben. Planen Sie ferner einen Neubau?

  • In diesem Fall ist es üblich, dass das Darlehen in Teilbeträgen - orientiert am Baufortschritt - ausgezahlt wird.
  • Es ist ratsam, die Immobilienfinanzierung innerhalb der bereitstellungszinsfreien Zeit in Anspruch zu nehmen.
  • Andernfalls berechnet die Bank Bereitstellungszinsen für den noch nicht abgerufenen Teil des Immobilienkredits.

Was sind die Voraussetzungen für einen Immobilienkredit?

Bei einem Wohnungs- oder Hauskredit verleiht die Bank für gewöhnlich einige Hunderttausend Euro. Um einen Immobilienkredit in dieser Höhe zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, insbesondere:

  • Volljährigkeit des Darlehensnehmers
  • deutscher Wohnort und deutsches Bankkonto
  • ausreichend hohes Einkommen
  • genug Eigenkapital
  • gute Bonität (meist durch Schufa-Score nachgewiesen)

Wie beeinflusst Eigenkapital den Immobilienkredit?

Eigenkapital vermindert den benötigten Kreditbetrag. Dadurch verbessert sich das Verhältnis aus Kreditsumme zu Immobilienwert - eine zentrale Kennzahl für die Bank. Das macht einen Kreditausfall unwahrscheinlicher. Aus diesem Grund gewähren Banken bei viel Eigenkapital häufig günstigere Zinsen für den Immobilienkredit.

Ist ein Immobilienkredit ohne Eigenkapital möglich?

In Ausnahmefällen bekommen Sie einen Immobilienkredit auch ohne Eigenkapital. Bei diesem ebenso als Vollfinanzierung bezeichneten Darlehen gelten allerdings strengere bzw. zusätzliche Voraussetzungen:

  • überdurchschnittliche, sehr sichere Einkünfte
  • hervorragende Bonität
  • werthaltige Immobilie in beliebter Lage
  • ggf. weitere Sicherheiten wie einen zweiten Kreditnehmer oder eine bereits schuldenfreie Immobilie

Bewilligt Ihnen die Bank einen Immobilienkredit ohne Eigenkapital, müssen Sie jedoch mit einem Zinsaufschlag rechnen. Das sollten Sie bedenken, bevor Sie eine Vollfinanzierung beantragen.

Welche Unterlagen benötigt die Bank?

Ob der Darlehensnehmer alle Voraussetzungen für einen Immobilienkredit erfüllt, prüft die Bank anhand mehrerer Unterlagen. Für eine kurze Dauer bis zur Zusage des Immobilienkredits sind Informationen zur Person, zur finanziellen Situation sowie zur Immobilie zeitnah vorzulegen. Die wichtigsten Dokumente bzw. erforderliche Unterlagen für einen Immobilienkredit finden Sie in folgender Übersicht:

Unterlagen zur Person
Unterlagen zu den Finanzen
Unterlagen zur Immobilie
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Versicherungsnachweise für Kreditnehmer 
 
  • Kontoauszüge der vergangenen Monate
  • Gehalts-/Lohnabrechnungen
  • Schufa-Selbstauskunft   
  • Einkommensteuerbescheide 
  • Ausgabenaufstellung 
  • Eigenkapitalnachweis 
  • Grundriss 
  • Wohn- und Nutzflächenberechnung
  • Kaufvertrag
  • Grundbuchauszug  
  • Berechnung der Baukosten
  • Berechnung der Wohnnebenkosten  
  • Versicherungsnachweise für Immobilie/Hausbau

Wie läuft ein Immobilienkredit in Deutschland 2026 Schritt für Schritt ab?

Wie bekomme ich einen Immobilienkredit zu günstigen Konditionen? Mit der folgenden Checkliste informieren Sie über den Ablauf Ihres Immobiliendarlehens in 5 Schritten.

Schritt 1: Gesamtkosten und Finanzierungsbedarf ermitteln

Als Erstes bestimmen Sie die Gesamtkosten für Ihr Vorhaben. Dabei ist es wichtig, sämtliche anfallenden Kosten zu berücksichtigen. In der Tabelle sind die relevanten Kostenarten für einen Immobilienkauf bzw. -bau dargestellt:

Kostenart
Fälligkeit
Einflussgrößen auf die Kosten 
Kaufpreis bzw. Grundstückspreis und Baukosten 
bei Eigentumsübertragung bzw. nach Abschluss der jeweiligen Bauphase 

Lage, Größe, Zustand, Ausstattung, Marktsituation, Verhandlungsgeschick

Kauf-/Baunebenkosten 
in der Regel nach Beurkundung des Kaufvertrags bzw. im Laufe des Bauprozesses 

Immobilien-/Grundstückspreis, Bundesland, mit oder ohne Makler

Modernisierungs-/Sanierungskosten 
meist nach Eigentumsübertragung bei Bestandsimmobilien 
Alter und Zustand der Immobilie 
Umzugskosten 
nach Eigentumsübertragung 

in Eigenregie durchgeführter Umzug oder Beauftragung einer Fachfirma, Größe des Haushalts, Distanz zwischen altem und neuem Wohnort

Laufende Eigentümerkosten/Nebenkosten (Betriebskosten, Instandhaltungsrücklage, Verwaltungsaufwendungen, Finanzierungskosten) 
in der Regel jeden Monat 
Größe, Lage, Zustand und Ausstattung der Immobilie 

Haben Sie sämtliche Kosten für Ihren Hauskauf bzw. -bau erfasst, können Sie den Immobilienkredit berechnen. Dazu ermitteln Sie auch Ihr zur Verfügung stehendes Eigenkapital. Zu diesem zählt unter anderem:

  • Bankguthaben
  • ETFs, Fonds, Aktien
  • festverzinsliche Wertpapiere
  • private Kredite
  • Bargeld
  • Bausparguthaben
  • Vermögensgegenstände wie Edelmetalle

Vom Eigenkapital ziehen Sie einen Sicherheitspuffer ab, bspw. 3 bis 6 Monatsgehälter. Das ist wichtig, um auch unvorhergesehene bzw. zusätzliche Ausgaben decken zu können. Dann ist zu rechnen (Formel):

Gesamtkosten - verbliebenes Eigenkapital = Finanzierungsbedarf

Schritt 2: Tragbare Monatsrate festlegen

Welche monatliche Rate Sie für einen Immobilienkredit zahlen können, finden Sie über eine Haushaltsrechnung heraus. Dazu folgendermaßen vorgehen:

  • Alle regelmäßigen Einnahmen, darunter Gehälter, Löhne, Kindergeld, addieren.
  • Alle Ausgaben, etwa für Lebenshaltung, Versicherungen, Nebenkosten für neue Immobilie, zusammenrechnen.
  • Dann ermitteln: Summe der Einnahmen - Summe der Ausgaben = verfügbarer Überschuss
  • Daraus errechnet sich: verfügbarer Überschuss - Sicherheitsreserve (ca. 10 bis 20 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens) = maximal mögliche Rate

Darlehensnehmer sollten außerdem bei ihrer Budgetplanung potenzielle Veränderungen und zusätzliche Instandhaltungsaufwendungen für die neue Immobilie einkalkulieren. Deshalb ist es wenig sinnvoll, die Kreditrate allein aus dem aktuellen Einkommen abzuleiten. Vielmehr muss die monatliche Rate des Immobilienkredits zur individuellen Situation passen und langfristig tragbar sein.

Schritt 3: Immobilienkredit-Angebote vergleichen

Ein systematischer Kreditvergleich ist der Schlüssel zu einer günstigen, maßgeschneiderten Finanzierung. Achten Sie hierbei darauf, dass die Angebote tatsächlich miteinander vergleichbar sind. Das ist der Fall, wenn alle Faktoren identisch sind, wie bspw.:

  • Kreditsumme
  • Zinsbindung
  • anfängliche Tilgung
  • Objekt-/Beleihungssituation
  • Auszahlungsbedingungen
  • eventuelle Zusatzoptionen wie Sondertilgungen und Tilgungssatzwechsel

Möchten Sie verschiedene Immobilienkredite vergleichen, stellen Sie insbesondere diese Parameter gegenüber:

  • Sollzins
  • Effektivzins (sehr wichtig!)
  • Monatsrate
  • Restschuld am Ende der Zinsbindung
  • Zins- bzw. Gesamtkosten

Förderdarlehen & flexible Optionen prüfen

Klären Sie, ob Sie zusätzlich zu Ihrem Immobilienkredit ein zinsgünstiges Förderdarlehen erhalten können, bspw. von der KfW. Ferner sollten Kreditnehmer prüfen, welche flexiblen Optionen, etwa Tilgungssatzwechsel oder Sondertilgungen, das jeweilige Bankangebot beinhaltet.

Schritt 4: Unterlagen vorbereiten und Zeitplan abstimmen

Für einen reibungslosen Hauskauf müssen alle erforderlichen Unterlagen zum Immobilienkredit rechtzeitig vorgelegt werden. Die benötigten Dokumente unterteilen sich in 3 Kategorien:

  1. persönliche Unterlagen
  2. finanzielle Nachweise
  3. Objektunterlagen

Überdies ist es essenziell, sich mit allen Prozessbeteiligten, allen voran mit der Bank, dem Notar und dem Verkäufer frühzeitig abzustimmen. Der weitere Ablauf für einen kreditfinanzierten Immobilienkauf kann dann so aussehen:

  • Vorprüfung durch Bank

  • unverbindliche Finanzierungsbestätigung

  • verbindliche Kreditzusage/Abschluss des Darlehensvertrags

  • Kaufvertragsabschluss beim Notar

  • Darlehensauszahlung

Dabei wesentlich: Zwischen den einzelnen Schritten ausreichend zeitliche Puffer einplanen. Das schafft Sicherheit und einen geordneten Ablauf.

Schritt 5: Persönlich beraten lassen und individuellen Immobilienkredit abschließen

Wie viel Immobilienkredit erhalte ich bei einem Einkommen von 5.000 Euro netto oder 4.000 Euro netto? Als etablierter Experte für Immobilienkredit erhalten Sie bei Hüttig & Rompf eine professionelle Beratung:

  • persönlich

  • individuell

  • kostenlos

  • unverbindlich

Die Experten beantworten Ihnen alle Fragen rund um Ihren Kredit. Interessieren Sie sich etwa zur Laufzeit und Zinsbindung Ihres Immobilienkredits, dann gibt Ihnen das Team jederzeit Auskunft. Für erstklassige Konditionen vergleichen die Spezialisten auch die Angebote von über 600 Partnerbanken. Hüttig & Rompf begleitet Sie vom ersten Kreditvergleich über den Kreditantrag bis hin zum finalen Bank- und Notartermin. Profitieren Sie von einer passgenauen, individuellen Finanzierungslösung und nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

Häufig gestellte Fragen: Immobilienkredit

Wie lange dauert die Zusage für einen Immobilienkredit?

 Hat die Bank alle notwendigen Dokumente erhalten, bekommen Sie für gewöhnlich innerhalb von 5 bis 10 Werktagen eine Rückmeldung bzw. Zusage für den Immobilienkredit.

Wie hoch sind derzeit die Zinsen für einen Immobilienkredit?

Aktuell liegt der Topzins für einen Immobilienkredit bei 4,46 Prozent. Welcher Zins für Ihren Immobilienkredit konkret berechnet wird, richtet sich in erster Linie nach Ihrer Bonität, Ihrem Einkommen und Eigenkapital sowie nach der Werthaltigkeit der Immobilie.

Welche Bank hat den günstigsten Immobilienkredit?

Welche Bank die aktuell besten Konditionen bzw. Zinsen für Immobilienkredite bietet, kann sich täglich ändern. Zudem beeinflussen die persönliche Bonität, die Höhe des Eigenkapitals sowie die Region die Kreditangebote. Deswegen ist es entscheidend, die Immobilienkredite von möglichst vielen verschiedenen Banken regelmäßig und systematisch zu vergleichen.

Welche Unterlagen benötigt die Bank für einen Immobilienkredit?

Für einen Immobilienkredit brauchen Sie neben persönlichen Unterlagen, wie Ihrem Personalausweis, eine Reihe finanzieller Nachweise. Dazu zählen bspw. Kontoauszüge, Einkommensnachweise und eine aktuelle Aufstellung der Ausgaben. Weiterhin benötigt die Bank mehrere Dokumente zur Immobilie, darunter den Grundriss und Kaufvertrag bzw. einen Grundbuchauszug.

Was kostet ein Immobilienkredit über 300.000 Euro?

Ein Immobilienkredit über 300.000 Euro kostet je nach Tilgungsrate und Zinssatz zwischen ungefähr 1.300 und 2.100 Euro. Für eine individuelle Berechnung können Sie den Hüttig & Rompf Baufinanzierungsrechner nutzen.

Was kostet ein Immobilienkredit über 400.000 Euro?

Für einen Immobilienkredit über 400.000 Euro kann die Rate zwischen ca. 1.800 und 2.800 Euro betragen. Die exakten monatlichen Kosten für einen Immobilienkredit richten sich nach der gewählten Tilgungsrate und dem Zinssatz.

Was kostet ein Immobilienkredit über 500.000 Euro?

Je nach gewünschtem Tilgungssatz und gewährter Verzinsung liegt die monatliche Belastung für einen 500.000 Euro Immobilienkredit bei etwa 2.200 bis 3.500 Euro. Verbindliche Zahlen nennt Ihnen Ihr Finanzierungspartner oder Finanzierungsvermittler.

Kontakt

Wir sind persönlich für Sie da.

Telefon

Rufen Sie uns kostenlos an. Täglich zwischen 9-19 Uhr: 0800 7244064

E-Mail

Schreiben Sie uns gern an. Egal welches Anliegen Sie haben: Wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung: E-Mail schreiben

Bilthouse Gruppe

Hüttig & Rompf GmbH ist Teil der Bilthouse Gruppe.

Weitere Informationen

Aktuelle Immobilienzinsen 2026

Aktuelle Immobilienzinsen 2026

Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen

Kreditrechner

Kreditrechner