Was ist Graue Energie?

Erneuerbare Energien kennt mittlerweile jeder unter der Bezeichnung „Grüne Energie“. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff „Graue Energie“? Und was hat diese mit Immobilien zu tun? 

Als Graue Energie wird die Summe der Energie bezeichnet, die für die Herstellung eines Produkts benötigt wird. Im Falle von Immobilien also für die Errichtung eines Gebäudes. In diese Energiesumme fließen dabei zahlreiche Teilbereiche ein: das Gewinnen von Baumaterialien, das Herstellen und Verarbeiten von Bauteilen, der Transport, die Verpackung sowie deren Entsorgung.  

Ansätze zur Reduktion 

Der Verbrauch von Grauer Energie lässt sich kaum vermeiden, sehr wohl aber reduzieren. Hier lohnt es sich, die gesamte Lieferkette anzuschauen und verschiedene Hebel anzusetzen. So kann zum Beispiel im Bereich Bauteilherstellung auf nachhaltige, regional verfügbare Rohmaterialien geachtet werden. Schließlich ist gerade die Verwendung von synthetischen Baumaterialien, die von weit her kommen, ein echter Energiefresser. Regionalität sollte auch bei der Auftragsvergabe an Baufirmen eine Rolle spielen, um Energie und Emissionen einzusparen.  

Nachhaltigkeit lohnt sich 

Wer sein Haus energiebewusst baut und betreibt, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch seinen Geldbeutel. Denn Nachhaltigkeit wird gefördert, zum Beispiel durch zahlreiche Programme der staatlichen KfW Bank. Auch der Blick auf die Heizkosten fällt in einem energieeffizienten Haus viel entspannter aus.