Jörg Weisenberger

Energie­ef­fi­zi­entes Bauen

Energieeffizientes Bauen - Wird ein Haus erbaut, muss es als Energiesparhaus, auch Niedrigenergiehaus genannt, errichtet werden. Gekennzeichnet ist ein energieeffizientes Haus durch einen möglichst geringen Verbrauch von Strom und Heizenergie. Im Gebäudeenergiegesetz werden dazu die gesetzlichen Mindestvorgaben geregelt.

Wie kann ich mit einer Baufi­nan­zierung energie­ef­fi­zient bauen?
Energieeffizientes Bauen spielt nicht ausschließlich bei Neubauten eine große Rolle. Auch bei einer Sanierung oder Modernisierung von Bestandsgebäuden ist die nachhaltige Reduzierung des Energiebedarfs ein bedeutendes Ziel. Energieeffizientes Bauen beinhaltet einige Merkmale, welche beachtet werden müssen. 

Diese Merkmale kennzeichnen einen energieeffizienten Bau:

  • Ein optimaler Wärmeschutz
  • Die Nutzung erneuerbarer Energien
  • Eine luftdichte Gebäudehülle
  • Die Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Heizsysteme haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt und entsprechen immer mehr modernsten energetischen Anforderungen. Der Gesetzgeber unterstützt den Einbau zeitgemäßer Heizanlagen und stellt unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung. Energieeffizient heizen bedeutet nicht nur, auf fossile Brennstoffe wie Erdgas, Erdöl und Kohle zu verzichten, die neuen Technologien sorgen auch für sinkende Energiekosten.

Setzen Sie auf eine zeitgemäße Heiztechnik 
Energieeffizientes Bauen kommt nicht ohne eine zeitgemäße Heiztechnik aus. Denn diese arbeitet ohne fossile Brennstoffe. Die Favoriten unter den modernen Heizsystemen sind Solarenergie und Erdwärmepumpen. Sie verbessern die CO2-Bilanz erheblich. Auch der Gasbrennwertkessel ist sparsam, benötigt aber immer noch fossile Brennstoffe. Weitere Möglichkeiten sind die Pelletheizung und das Blockheizkraftwerk.

 

Solarenergie – die Kraft der Sonne nutzen
Wenn Sie sich für energieeffizientes Bauen interessieren, sollten Sie sich mit der Solarenergie auseinandersetzen. Unsere Sonne liefert auch bei bedecktem Himmel ständig kostenlose Energie. Sonnenenergie ist unerschöpflich und CO2-neutral. Sie können sie direkt für die Wärmeerzeugung (Solarthermie) oder in Form einer Photovoltaikanlage, für die Stromerzeugung nutzen. Eine entsprechend dimensionierte Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses reicht aus, um 50-70 % des Warmwasserbedarfs abzudecken. In den Sommermonaten deckt sie sogar den gesamten Bedarf. 

Eine Solarthermie kann ohne großen Aufwand in das vorhandene Warmwassersystem integriert werden – als Heizung reicht sie allerdings selten aus. In Neubauten findet man daher in der Regel Kombinationen aus Fußbodenheizung, Sonnenkollektoren und anderen Energiespendern. Für einen 4-Personen-Haushalt sind Kollektoren mit etwa 6 m² Fläche notwendig. Diese können Sie nicht nur auf dem Hausdach, sondern auch auf der Garage oder an der Hauswand befestigen.

 

Hybridheizung – Vorteile aus mehreren Heizsystemen
Wenn es um energieeffizientes Bauen geht, ist auch die Hybridheizung eine attraktive Lösung. Die Hybridheizung kombiniert verschiedene Energieträger und Heizsysteme miteinander und nutzt deren Vorteile. Möglich ist zum Beispiel die Verbindung aus Gas- oder Ölbrennwertkessel und Solaranlage oder Wärmepumpe. Diese kann Wärme auf Vorrat speichern. Durch die kluge Kombination lassen sich Energiekosten und die Abhängigkeit von Energielieferanten deutlich senken. 

Im Zentrum der Hybridheizung steht ein Wärmespeicher. Dieser stellt warmes Wasser und Heizungswärme zur Verfügung. Brennwertkessel, Solarzellen und/oder die Wärmepumpe speisen zusammen Wärme in den Speicher ein. Erst wenn ein bestimmtes Temperaturniveau unterschritten wird, springt der Heizkessel an. Gerade in der Übergangszeit entsteht überschüssige Energie, die sehr gut regenerativ verwendet werden kann. Der Wärmespeicher braucht jedoch relativ viel Platz, da er Energie aus verschiedenen Quellen sammelt. Eine Hybridheizung lässt sich bei energieeffizienten Modernisierungsmaßnahmen sehr gut einbauen. Manchmal kann auch die bestehende Heizungsanlage umgebaut werden.

 

Mini-Blockheizkraftwerk – Energie in Eigenregie
Mit dem Mini-Blockheizkraftwerk für Ein- und Zweifamilienhäuser sind Sie völlig unabhängig von Brennstofflieferanten, denn Sie erzeugen Ihre Energie selbst. Sofern Sie mehr Strom erzeugen als Sie brauchen, können Sie diesen ins Netz einspeisen und damit sogar Geld verdienen. Das Mini-Blockheizkraftwerk ist modular aufgebaut, nutzt die Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugt Strom und Wärme in einem System. Es arbeitet mit Verbrennungsmotoren oder Brennstoffzellen und hat einen extrem hohen Wirkungsgrad von über 90 %. 

Es wird im Zuge des KfW Programms für energieeffizientes Bauen von der KfW gefördert, da es Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das Mini-Blockheizkraftwerk bietet somit eine solide Möglichkeit, wenn Sie sich für energieeffizientes Bauen interessieren. 

 

Planen Sie Modernisierungsmaßnahmen gründlich
Bevor energieeffizientes Bauen starten und Umbaumaßnahmen stattfinden können, müssen die bestehenden Anlagen von einem Fachmann inspiziert werden. Nach einer umfassenden persönlichen Beratung zu Ihren individuellen Finanzierungsmöglichkeiten von Ihrem Baufinanzierungsspezialisten, können Sie sichergehen, ein System zu erhalten, das genau zu Ihren Bedürfnissen passt. Kontaktieren Sie uns gerne, bei Fragen rund um Ihre Baufinanzierung