| Immobilienkauf | Jörg Weisenberger

Doppelhaus – der Trend hält an

In vielen Städten sind Grundstücke rar und teuer. Zudem steigen Bau- und Energiekosten stetig an. Kein Wunder also, dass Doppelhäuser in Deutschland weiterhin im Trend liegen. Wenn auch Ihre Kunden zu einer Doppelhaushälfte tendieren, haben wir hier noch einige Vorteile mehr, die für das Wohnen Wand-an-Wand sprechen

Doppelhaus bauen mit Freunden und Familie 
Doppelhäuser
bieten wunderbare Gelegenheiten, das gemeinschaftliche und doch getrennte Wohnen mit den Nachbarn zu genießen. Nicht selten werden Doppelhaushälften daher von befreundeten oder miteinander verwandten Parteien gebaut oder gekauft. Das hat auch bei der Baufinanzierung Vorteile. Dank der zwei Wohneinheiten kann die Baufinanzierung zu zweit gut aufgeteilt werden. Mehrere Kreditnehmer sind hier vorteilhaft, wird die Last doch auf mehrere Schultern verteilt. Die finanzierende Bank möchte schließlich das Risiko eines Zahlungsausfalls so gering wie möglich halten und kann hiermit ihr Risiko streuen. 

 

Doppelhäuser sind beliebt – das zeigen die Zahlen 
Im Jahr 2021 haben die Behörden so viele neue Wohnungen genehmigt wie seit 1999 nicht mehr. Bei den Neubauten kam es insbesondere im Bereich der Zweifamilienhäuser zu einem starken Anstieg: 

  • Neubau 2021 insgesamt: 328.636 Wohnungen 
  • 2,6 % mehr als 2020 
  • Davon Neubau Zweifamilienhäuser (häufig Doppelhäuser): rund 32.000 
  • Zuwachs von 25,1 % 

 

Doppelhaus im Portfolio bringt viele Vorteile 
Wenn Sie Doppelhäuser in Ihrem Portfolio haben, kennen Sie sicherlich die zahlreichen Vorteile, die diese Hausart mit sich bringt. Wir haben sie hier noch einmal zusammengefasst, um Ihre Vermarktungsargumentation zu unterstützen: 

 

  • Geringere Grundstückskosten, da ein Doppelhaus weniger Fläche benötigt als zwei freistehende Einfamilienhäuser. 
  • Geringere Baukosten, da für jede Doppelhaushälfte nur drei anstatt vier Außenwände gebaut werden müssen. Die vierte Wand wird anteilig berechnet. 
  • Geringere Ausstattungskosten, da sich Doppelhäuser oftmals einen Großteil der Haustechnik, wie z. B. die Heizungsanlage, teilen.  
  • Geringere Erschließungskosten, da der Anschluss an die Versorgungsnetze und die Kanalisation nur einmal notwendig ist.  
  • Geringere Energiekosten, da durch die gemeinsame Innenwand die Heizkosten um einiges niedriger sind als bei einem freistehenden Haus. 
  • Meist größere Wohnfläche als ein Reihenhaus. 
  • Frei planbare Grundrisse je Doppelhaushälfte, auch wenn die Außenansicht beider Hälften gleich ist. 

 

Doppelhaushälfte bauen als Mehrgenerationenhaus 
Wenn das Doppelhaus als Mehrgenerationenhaus geplant wird, vereinen sich zwei starke Trends des Immobilienbereichs. Denn auch das gemeinschaftliche Wohnen gemischter Altersgruppen, seien sie nun miteinander verwandt oder nicht, findet immer mehr Zulauf. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die beiden Wohnparteien leben nah genug beieinander, um sich im Alltag unterstützen zu können. Gleichzeitig sorgt die Trennung der Doppelhaushälften auch für einen geschützten Privatbereich.  

 

Doppelhaus als Kapitalanlage 
Eine beliebte Alternative zum klassischen Doppelhausbau-Modell ist es, dass das Doppelhaus von einer Partei alleine gebaut wird. Anschließend wird in der einen Doppelhaushälfte selbst gewohnt und die andere wird vermietet oder verkauft. Auch eine komplette Vermietung des Doppelhauses ist für viele Kapitalanleger ein rentables Modell.  

 

Was zeichnet ein Doppelhaus aus? 
Von einem Doppelhaus wird gesprochen, wenn auf einem Grundstück zwei Einzelhäuser durch eine gemeinsame Hauswand verbunden sind. Meist handelt es sich dabei um eine gemeinsame Seitenwand. Doppelhäuser werden in der Regel symmetrisch und mit identischen Fassaden angelegt – hier sind jedoch mittlerweile individuelle Abweichungen möglich. Beide Doppelhaushälften verfügen mindestens über jeweils einen separaten Eingang und bilden ein in sich abgeschlossenes Haus. Dabei kann jede Doppelhaushälfte mehrere Wohneinheiten haben, beispielsweise eine Einliegerwohnung.  

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