| Allgemeines , Baufinanzierung | Jörg Weisenberger

Immobi­li­en­wirt­schaft fordert niedrigere Grund­er­werb­steuer

Der Bundesverband für die Immobilienwirtschaft BVFI fordert von der Politik, dass die Grunderwerbsteuern bundesweit einheitlich auf 3,5 Prozent gesenkt werden sollen. Dies ist der zentrale Punkt der “Initiative für bezahlbares Wohnen”, die der BVFI Ende April 2021 startete. 

 

BVFI-Vorstandsvorsitzender Jürgen Engelberth begründete seine Forderung damit, indem er darauf verwies, dass die Politik zwar immer wieder über steigende Kaufnebenkosten debattiere, die Grunderwerbsteuer dabei aber außen vor lasse. „In die eigenen Töpfe möchte man in dieser Sache anscheinend nicht greifen“, so Engelberth. „Die Grunderwerbsteuer entlarvt sich eindeutig als Preistreiber bei den Kaufnebenkosten, im Gegensatz zu anderen Faktoren wie Notargebühren und gegebenenfalls Maklercourtage.“ 

 

Seit 2006 wurde die Steuer 28-mal erhöht 

Seit 2006 dürfen die Bundesländer, denen die Steuer zufließt, die Höhe selbst festlegen – seither folgten 28 Erhöhungen. Spitzensätze von 6,5 Prozent gibt es in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, im Saarland, in Schleswig-Holstein sowie in Thüringen. Die kräftig gestiegenen Grunderwerbsteuern stehen schon länger in der Kritik von Immobilienverbänden. Auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat wiederholt Entlastungen bei der Steuer gefordert. 

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