Bauzins

Wer ein Haus kauft oder baut muss dabei vieles bedenken. Ein eigenes Haus zu besitzen ist für viele ein großer Wunsch, doch die Erfüllung ist mit hohen Kostenin Form eines Darlehens mit Bauzinsen verbunden. In keinem Fall sollte man sich voreilig für ein Finanzierungsangebot entscheiden. 

Da der Vergleich von Angeboten für Laien sehr schwierig sein kann, ist es sinnvoll, sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Mit unseren Expertenfinden Sie das richtige Finanzierungsangebot zu einem günstigen Zeitpunkt. Wir haben Zinsentwicklungen im Blick und können aufgrund unserer Erfahrungen Prognosen aufstellen.

 

Der Bauzins – was ist das überhaupt? 

Wenn Sie eine Immobilie kaufen oder bauen, werden Sie sie kaum aus der eigenen Tasche bezahlen können. Sprich: Sie benötigen einen Kredit – in diesem Fall ein Baudarlehen bzw. eine Baufinanzierung. Und wie bei jedem Kredit verlangt das Kreditinstitut einen Zins dafür, dass es Ihnen Geld leiht. Dieser Zins heißt bei einer Baufinanzierung Bauzins und wird als Prozentzahl angegeben. Je höher die Bauzinsen ausfallen, desto teurer wird für Sie die Rückzahlung des Darlehens. 

 

Wie berechnet man Bauzinsen?

Zur Berechnung von Bauzinsen werden nur drei Kennwerte benötigt: die Kreditsumme, also die Höhe des Darlehens, die Laufzeit der Baufinanzierung und der Zinssatzder von der Bank festgesetzt wurde. 

Bei der Kostenberechnung ist die Art des Kredits ausschlaggebend für den zu zahlenden monatlichen Betrag. Eine Besonderheit vonImmobilienkrediten ist, dass der monatlich fällige Betrag mit den Jahren abnimmt. Das liegt daran, dass sich der Zinssatz nach dem derzeit ausstehenden Betrag des Darlehens richtet. Aufgrund der monatlichen Zahlungen wird das Gesamtdarlehen kontinuierlich zu einem gewissen Anteil getilgt. So sinken dann über die Jahre die zu zahlenden monatlichen Beträge.

Anders als bei Immobilienkrediten bleiben bei Annuitätendarlehen die Zinsen auf gleichem Niveau, weil sich der Zinssatz am ursprünglichen Darlehen orientiert. Mit unserem praktischen Annuitätenrechner können Sie die Kosten Ihrer geplanten Immobilienfinanzierung online berechnen.

 

Entwicklungen von Bauzinsen: Warum schwanken die Zinsen regelmäßig?

Bauzinsen können die Höhe der Gesamtkosten des Hauses stark beeinflussen. Kleine Veränderungen des Zinssatzes haben eine große Wirkung für die Kostenentwicklung. Eine Baufinanzierung sollte dann abgeschlossen werden, wenn der Zinssatz niedrig ist. Woran erkennt man aber, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für den Abschluss eines Vertrags ist? Sinken die Zinsen noch weiter oder sollte ich den Moment nutzen, bevor sie wieder ansteigen? 

Die Entwicklung des aktuellen Zinssatzes für Bauzinsen ist dynamisch und wird von vielen Faktoren beeinflusst. Eine Einschätzung und Prognose ist daher sehr schwierig, weshalb nur Empfehlungen anstelle von klaren Richtlinien gegeben werden können.


Wie hoch ist der Bauzins aktuell? 

Im Herbst 2021 bewegen sich die Bauzinsen immer noch auf einem historisch niedrigen Niveau. Darlehen mit einer Sollzinsbindung von bis zu 15 Jahren sind meist unter einem Prozent erhältlich. Selbst Baudarlehen mit einer 20-jährigen Zinsbindung weisen einen Bauzins von aktuell nur knapp über einem Prozent auf. Schaut man einige Jahre zurück, so wird deutlich, wie günstig diese aktuellen Bauzinsen sind. So waren beispielsweise 2008 Bauzinsen von fünf bis sechs Prozent keine Seltenheit. Selbst 2013 musste man noch rund zwei Prozent zahlen.   

Unsere Empfehlungen bei niedrigen Zinsen:

  • Bauzinsen möglichst lange sichern
  • Tilgungshöhe von zwei bis drei Prozent wählen 

Wenn Sie jetzt eine Baufinanzierung abschließen, sollten Sie sich die momentan sehr günstigen Bauzinsen möglichst lange sichern. Das gelingt, indem Sie die Sollzinsbindung möglichst lange wählen, zum Beispiel für 15 oder 20 Jahre. Neben günstigen Zinsen sichern Sie sich so auch eine dauerhaft hohe Planungssicherheit.

Darüber hinaus ist die Tilgung ein Faktor, mit dem Sie Kosten sparen können. Passen Sie Ihre Tilgung an das günstige Bauzinsniveau an und wählen Sie eine Tilgungshöhe von zwei oder drei Prozent. Durch eine höhere Tilgung verringert sich die Gesamtlaufzeit Ihres Baudarlehens.  

 

Warum ist ein Bauzinsen-Vergleich nicht alles? 

Natürlich ist ein günstiger Bauzins ein wichtiger Bestandteil Ihrer Baufinanzierung. Wenn Sie allerdings nur die Bauzinsen vergleichen, könnten Sie später ein teures Erwachen erleben. Denn Ihre Baufinanzierung sollte stets maßgeschneidert auf Ihre Voraussetzungen, Möglichkeiten und Wünsche sein. Hier geht es beispielsweise darum, sich ein Sondertilgungsrecht einräumen zu lassen. Oder auch wirklich alle Fördermaßnahmen auszuschöpfen. Deshalb geht die Beratung bei Hüttig & Rompf weit über einen reinen Bauzinsen-Vergleich hinaus.  

 
Wovon werden aktuelle Bauzinsen beeinflusst?

Sie haben bereits konkrete Vorstellungen vom Kaufpreis oder den Baukosten Ihrer Immobilie? Vielleicht wissen Sie ja auch schon, wie viel Eigenkapital Sie ungefähr einbringen können. Oder vielleicht wollen Sie nur verschiedene Szenarien durchspielen. In jedem Fall hilft Ihnen unser Baufinanzierungsrechner, Ihr benötigtes Darlehen zu ermitteln. Bereits bei dieser einfachen Online-Berechnung können Sie erkennen, dass der Bauzins nur einer von mehreren Faktoren Ihrer Baufinanzierung ist. Daher sollten Sie sich in jedem Fall individuell beraten lassen

 

Von der aktuellen Geldpolitik und der Marktsituation:

Das Auf und Ab der aktuellen Bauzinsen wird vorrangig durch die Geldpolitik der internationalen Notenbanken bestimmt. Hier spielen die Europäische Zentralbank EZB und die US-Notenbank FED die wichtigsten Rollen. Banken finanzieren nämlich ihre Immobilienkredite meist über den Kauf von Staatspapieren. Steigen für diese die Zinsen, geben die Banken die Teuerung an ihre Kunden weiter – mit dem Resultat, dass die aktuellen Bauzinsen steigen. 

Diese marktbezogenen Faktoren beeinflussen die Zinsentwicklung:

  • Inflationsrate
  • Konjunktur
  • Energiekosten
  • internationale Lieferengpässe
  • Konsumverhalten

Die Zinsentwicklung ist sehr dynamisch. Als Orientierung kann der Leitzins der Europäischen Zentralbank verwendet werden. Aktuell können internationale Lieferengpässe und gestiegene Energiekosten beobachtet werden. Der Leitzins bleibt dennoch niedrig, was darauf schließen lässt, dass die Zinsen durch zahlreiche Faktoren mit unterschiedlicher Gewichtung beeinflusst werden.

 

Von der Art des Darlehens:

Die Höhe der Zinsen hängt entscheidend von den Parametern ab, welche die Kunden bei ihrer Finanzierung ansetzen. 

So beeinflusst das Darlehen die Höhe der Zinsen:

  • Tilgungshöhe
  • Eigenkapitaleinsatz
  • Zinsbindung
  • Eigenleistung 
  • Darlehenshöhe 

 

Von den Darlehensnehmern:

Abgesehen vom Marktumfeld und der Art des Darlehens beeinflussen viele weitere individuelle Faktoren die Höhe der Bauzinsen. Diese beziehen sich auf die persönliche Lebenssituation, das Eigenkapital und die Immobilie selbst.

  • berufliche Situation: Je besser man abgesichert ist, desto niedriger sind die Zinsen. Beamte beispielsweise erhalten oft gute Zinsen.
  • Familienstand: Eventuelle Unterhaltsberechtigte führen zu höheren Zinsen.
  • Lage der Immobilie: Je beliebter der Wohnort ist, desto niedriger sind die Zinsen, weil die Banken das Geld mit höherer Wahrscheinlichkeit zurückerhalten.
  • Eigenkapital: Aufgrund des niedrigeren Risikos für die Bank profitieren Sie bei einem großen Eigenkapital und demzufolge kleineren Darlehen von einem niedrigeren Zinssatz.
  • Umfang des Darlehens: Oft wird von der Bank ein Spielraum mit einem Minimalwert und einem Maximalwert eines Darlehens festgelegt. Abweichende Darlehenshöhen erhalten keine Top-Zinsen.
  • Bonität: Eine positive Schufa-Auskunft reduziert das Risiko für die Bank und sichert so bessere Zinssätze.
  • Tilgungshöhe: Je mehr Sie zum Kaufzeitpunkt direkt zahlen können, desto geringer ist das Darlehen bei der Bank, was zu niedrigeren Zinsen führt.
  • Sollzinsbindung: Bei einer langen Sollzinsbindung steigen die Bauzinsen, weil nicht genau prognostiziert werden kann, wie sich die Zinsen entwickeln werden.
  • Vergleich zwischen Banken: Die Gewinnmargen unterschieden sich von Bank zu Bank, weshalb man viel Zeit in einen umfangreichen Vergleich investieren sollte.

Gerade die Aspekte zur Einschätzung der persönlichen Situation werden von jedem Kreditinstitut anders eingestuft. Ein umfassender Vergleich der unterschiedlichen Angebote der Banken ist daher umso wichtiger. Damit Sie sich für das beste Angebot entscheiden können, sind unsere Baufinanzierungsberaterinnen und -berater für Sie da.


Kann man die Bauzinsen-Entwicklung vorhersagen? 

Wie sich die Bauzinsen entwickeln, kann niemand mit absoluter Garantie vorhersagen. Trotzdem lassen sich aus der Historie und der aktuellen Geldmarkt- und Wirtschaftslage Tendenzen ablesen. Zum Halbjahreswechsel 2021 sahen sieben von neun befragten großen, deutschen Kreditinstituten nur eine leichte Steigerung bei der Bauzins-Entwicklung voraus. Allgemein wird davon ausgegangen, dass sich die Bauzinsen noch länger auf historisch niedrigem Niveau bewegen. 

 

Wir haben die Bauzinsen im Blick

Bei der Vielzahl der Einflussfaktoren und der Ungewissheit, was die Zukunft bringt, ist es nicht leicht, alleinedie richtige Auswahlzu treffen. Wir sind für Sie da und haben alle aktuellen Entwicklungen für Sie im Blick. Unsere Experten können die Kennwerte kompetent deuten und Prognosen aufstellen. So sind Sie bestens informiert, wann der richtige Zeitpunkt für eine Baufinanzierung ist. Darüber hinaus suchen wir Ihnen aus den Angeboten unserer über 300 Partnerbanken die besten heraus.

Mit einer Baufinanzierung treffen Sie eine Entscheidung, die Sie viele Jahre begleiten wird. Wir helfen Ihnen dabei, die richtige Entscheidung für Ihre Zukunft zu treffen. Mit unserem Baufinanzierungsrechner können Sie Ihre Baufinanzierung inklusive Sollzins bereits von Zuhause aus berechnen, sodass Sie optimal planen können.

Wir freuen uns Sie individuell beraten zu dürfen und Ihrem Traum vom Eigenheim gemeinsam einen Schritt näherzukommen.