Philipp Burk

Welche Unter­lagen werden für eine Baufi­nan­zierung benötigt?

Wer für die Finanzierung seiner Wunschimmobilie auf ein Immobiliendarlehen angewiesen ist, muss bei der Bank zahlreiche Dokumente einreichen. Nur anhand dieser ist es dem Geldhaus möglich, die Kreditvergabe umfassend zu prüfen und zu einer Entscheidung zu gelangen. Daher ist es wichtig, dass Kreditinteressenten bereits vor dem ersten Gespräch mit dem Kundenbetreuer alle wichtigen Unterlagen zusammengetragen haben. Welche in der Regel verlangt werden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Welche allgemeinen Unterlagen sind für die Beantragung einer Baufinanzierung erforderlich?

Um ein individuelles Darlehensangebot zu erhalten, müssen Sie sich zunächst ausweisen können. Für gewöhnlich reicht hier die Vorlage Ihres Personalausweises aus. Damit sich das Kreditinstitut ein umfangreiches Bild Ihrer finanziellen Gesamtsituation machen kann, fordert es vor allem folgende Nachweise: 

  • die letzten drei Gehaltsnachweise, wenn sich der Interessent in einem Anstellungsverhältnis befindet
  • Rentenbescheide bei Ruheständlern
  • letzte Lohnsteuerbescheinigung
  • Nachweise über bereits bestehende Kreditverpflichtungen
  • Angaben zu weiteren Zahlungsverpflichtungen
  • eine von Ihnen unterzeichnete Schufa-Selbstauskunft
  • Mitteilung über vorausgegangene Vermögensabnahmen durch einen Gerichtsvollzieher (Zeitraum: die letzten 5 Jahre)
  • Angaben über drohende Insolvenzverfahren
  • Welche Dokumente und Einkommensnachweise werden von Selbstständigen verlangt?

Da Unternehmer über keinerlei Gehaltsnachweise verfügen, müssen Sie für gewöhnlich folgende Belege vorlegen:

  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
  • Bilanz- und Gewinnermittlung
  • Auszug aus dem Handelsregister
  • Gesellschaftervertrag, wenn dieser vorhanden ist
  • Sind für das Bankhaus auch Nachweise zum Eigenkapital von Interesse?

Für die Vergabe einer Baufinanzierung spielen Eigenmittel eine erhebliche Rolle. Je höher diese ausfallen, desto größer ist die Chance, dass Ihnen die gewünschte Immobilienfinanzierung gewährt wird. Darüber hinaus fällt bei einer beachtlichen Eigenkapitalquote der Kredit oftmals wesentlich geringer aus. Um die Eigenmittel nachweisen zu können, sollten Sie sämtliche Belege diesbezüglich einreichen. Zu ihnen zählen unter anderem: 

  • Sparbücher
  • Kontoauszüge von Tagesgeldkonten
  • Depotauszüge

Von Nutzen sind ebenfalls sogenannte Verwandtendarlehen. Sofern Sie diese belegen können, dienen sie als Eigenkapitalersatz. Als Nachweis empfiehlt sich in diesem Zusammenhang ein Kontoauszug. Sollten Sie darüber hinaus über weitere Einnahmequellen verfügen – etwa Mieteinnahmen – müssen Sie diese ebenfalls nachweisen können.

Welche Objektunterlagen werden für die Vergabe eines Immobiliendarlehens benötigt?

Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Die erforderlichen Dokumente richten sich vielmehr nach dem Bauvorhaben. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, ob es sich um eine Wohnung, ein Haus, einen Neu- oder Altbau handelt. Insbesondere bei denkmalgeschützten Objekten ist der „Papierkram“ nicht zu unterschätzen. Im Allgemeinen sollten Sie folgende Schriftstücke zur Hand haben: 

  • Lageplan
  • Grundbuchauszug oder Kaufvertrag
  • Grundrissplan
  • Wohn- und Nutzflächenberechnung
  • Baukostenberechnung
  • Baubeschreibung
  • aktuelle Fotos (beim Kauf einer gebrauchten Immobilie)

Fazit:

Wer seine Traumimmobilie mithilfe eines Darlehens finanzieren möchte, sollte sich bereits im Vorfeld über die benötigen Dokumente informieren. Auch wenn die Beschaffung selbiger mit etwas Mühe verbunden sein mag, lohnt sich der Aufwand. Denn nur wer gut vorbereitet in das Gespräch geht, kann diesem gelassen entgegensehen.