Was ist eine Hausakte?

Nicht nur ein Auto kann „scheckheftgepflegt“ sein. Auch für Immobilien gibt es dieses wertsteigernde Prädikat. Hier dient die Hausakte als übersichtliche Dokumentation, mit der Instandhaltung und Wert des Objekts jederzeit belegt werden können.

Bei vielen Fertighäusern gehört sie schon heute zum Standard: die Hausakte. In ihr werden alle wichtigen Merkmale des Hauses festgehalten. Dazu zählen zum Beispiel Informationen über die verwendeten Baustoffe, die installierte Haus- und Heiztechnik sowie die erreichte Energieeffizienz. Die Hausakte begleitet das Haus sozusagen ein Leben lang. Aufgabe der Hausbewohner ist es, die Hausakte gewissenhaft weiterzuführen: Wartungen, Reparaturen und Umbauten sollten fortlaufend vermerkt werden. 

Wofür braucht man eine Hausakte?

Die Dokumentation erfüllt mehrere Zwecke: Zum einen dient sie als Nachschlagewerk mit allen individuellen Gebäudedetails, Leistungsmerkmalen und Wartungsempfehlungen. Dies kann beispielsweise bei Modernisierungen oder Umbauten sehr hilfreich sein. Zum anderen ist eine sorgfältig geführte Hausakte eine ideale Grundlage, um den Wert des Hauses einzuschätzen – das kann sich im Falle eines Verkaufs bezahlt machen. 

Besonders wichtig ist die Hausakte für alle, die eine Förderung der KfW für ein Effizienzhaus erhalten. Hierzu müssen alle wichtigen Unterlagen und Berechnungen mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden – Rechnungen, Berechnungsunterlagen und zum Beispiel der Nachweis des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage finden in der Hausakte ihren Platz. 

Mit Hilfe einer stetig aktualisierten Hausakte kann somit der qualitative Zustand und Wert des Hauses zu jedem Zeitpunkt ermittelt werden. Diese Informationen können nicht nur für den Eigentümer wichtig sein, sondern beispielsweise auch für Makler und Käufer, Kreditinstitute, Versicherungen, Fördermittelgeber sowie Planer und Architekten.