Jörg Weisenberger

Baufi­nan­zierung: Welche Bank ist die beste?

Den Bau des Eigenheims aus eigenen Mitteln zu finanzieren, gelingt nur den wenigsten Verbrauchern. Die meisten Menschen benötigen die Unterstützung einer Bank, die ihnen mit einem Kredit unter die Arme greift. In dem Wissen, dass zum einen viele Anbieter und zum anderen nennenswerte Unterschiede zwischen jenen existieren, stellen sich Bauherren folgerichtig die Frage: Welche Baufinanzierungsbank ist denn nun die beste?

Gibt es DIE beste Bank für Baufinanzierungen?

Pauschale Aussagen, welches Kreditinstitut das beste für alle angehenden Bauherren ist, sind unmöglich. Grundsätzlich können sich die Angebote der Banken jederzeit ändern, wodurch ein aktuell sehr beliebter Anbieter X bereits kurze Zeit später von der Konkurrenz überholt werden kann – beispielsweise deshalb, weil Letzterer eine überaus attraktive Zins-Aktion startet. Zudem sind Bauspardarlehen und Immobilienkredite immer auf den einzelnen Kreditnehmer ausgerichtet. Jedes Angebot ist mit Blick auf sämtliche Details stets individuell erstellt und auf die Lebenssituation des Verbrauchers abgestimmt. Unterschiede in der Finanzierung vergleichbarer Immobilien zwischen zwei Verbrauchern sind daher nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich und realistisch.

Welche Rolle spielen die Zinsen beim Finden einer Baufinanzierungsbank?

Wenn Verbraucher nach der besten Baufinanzierungsbank suchen, dann steht vor allem ein Merkmal ganz weit oben auf der Liste: die Zinsen. Sie bestimmen maßgeblich, wie teuer ein Bauspardarlehen wird und wie groß die finanzielle Belastung des bauenden Kreditnehmers in den kommenden 20 bis 30 Jahren ausfällt. Viele Bauherren unterschätzen die Auswirkungen scheinbar kleiner und somit unbedeutender Unterschiede. Dabei können über einen Zeitraum mehrerer Jahrzehnte lediglich 0,3 Prozentpunkte Differenz die Summe geleisteter Zinszahlungen um einen fünfstelligen Betrag erhöhen. Einfluss haben auch die Bereitstellungszinsen – sowohl mit Blick auf ihre Höhe als auch hinsichtlich des Zeitpunkts der Fälligkeit – sowie die Zinsbindung.

Worauf sollten Bauherren bei der Finanzierung des Eigenheims achten?

Verbraucher sollten nicht den Fehler begehen und bei Baufinanzierungsbanken ausschließlich auf die Zinsen achten. Sie sind zwar sehr wichtig und definieren die anfallenden Kreditkosten und damit auch die Belastungen in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich. Doch Banken sollten weitaus mehr zu bieten haben, beispielsweise kompetente Beratung. Von Bedeutung sind zudem die weiteren Konditionen. Sie verraten, ob zusätzliche Gebühren seitens des Kreditinstituts aufgerufen werden, die die Finanzierung des Eigentums nur unnötig verteuern. Außerdem sollten stets Sondertilgungen möglich sein, zumindest einmal jährlich. Auch Anpassungen der Raten- oder Tilgungshöhe bei sich ändernden Lebensverhältnissen wie Arbeitslosigkeit oder Scheidung sind hilfreich.

Wie finden Verbraucher die für sie beste Baufinanzierungsbank?

Die für die eigenen Bedürfnisse beste Baufinanzierungsbank zu finden, gelingt Verbrauchern mithilfe eines Vergleichs. Im Rahmen dessen muss niemand alle bekannten Banken einzeln anschreiben oder besuchen und um Auskunft bitten. Online gelingt ein Bankenvergleich analog zur Suche nach dem besten Girokonto, Handyvertrag, Stromtarif oder Kreditkartenanbieter mit der Hilfe eines Vergleichsrechners. Jener muss lediglich mit ein paar Informationen gefüttert werden, um zumindest grob passende Angebote anzuzeigen. In der Regel liefert dieses Vorgehen eine erste Übersicht über die infrage kommenden Offerten und Banken sowie die wahrscheinlichen Kosten. Eine professionelle persönliche Beratung stellt jedoch immer den besseren Weg hin zu einer Baufinanzierung dar.