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Trotz Kritik: EZB hält an Geldpo­litik fest

Der Rat der EZB hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Leitzins unverändert bei 0,0 Prozent zu belassen und auch die Wertpapierkaufprogramme und die diese betreffende Forward Guidance, also die längerfristigen Prognosen zur Geldpolitik, konstant zu halten. Konkret heißt das, dass der der Hauptfinanzierungssatz weiterhin 0,00 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz 0,25 Prozent und der Bankeinlagensatz minus 0,50 Prozent beträgt.

Doch nicht alle sind mit der Geldpolitik der EZB einverstanden. Kritiker bemängeln, dass die EZB mit den massiven Ankäufen von Staatsanleihen hoch verschuldeter Eurostaaten die Grenze zur Staatsfinanzierung überschreite. Befeuert durch eine aktuelle Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) meint beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass die Zentralbank ihre eigenen Regeln in den vergangenen Jahren immer stärker abgeschwächt und zuletzt sogar ignoriert habe. Die EZB hingegen sieht, um die gesamtwirtschaftliche Stabilität der Eurozone weiter zu gewährleisten, offensichtlich keine Alternative zu den Ankäufen.

Menschen hingegen, die mit dem Gedanken an eine eigene Immobilie spielen, dürfte die neuerliche Entscheidung für Niedrigzinsen freuen. Das Baugeld wird dank der niedrigen Zinsen auch weiterhin günstig bleiben. Oder, um ein Zitat Rilkes abzuwandeln: Wer jetzt kein Haus hat, sollte sich eines bauen.

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