Studen­ten­städte: Inves­tieren in Mainz und Potsdam

Das Investitionssegment „Student Living“ boomt. Denn sieht man einmal von Corona ab, ist das Angebot für Studenten in den Universitätsstädten knapp. Das gilt vor allem für die kleineren Städte dieser Kategorie, die mit wachsender Kaufkraft und kräftigen Preissteigerungen für Investoren zunehmend interessanter werden.

Laut einer Analyse von 21st Real Estate bieten Mainz und Potsdam die besten Bedingungen für die Investition in Wohnungen für Studenten. Das Unternehmen wertete dafür die Märkte der 25 größten Universitätsstädte aus. Danach verglichen die Experten die Ergebnisse mit den Werten aller Städte Deutschlands, die mehr als 50.000 Einwohner haben, vor allem den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. 

Wachstum bei Kaufkraft und Preisen 

Die Ergebnisse zeigen, dass Universitätsstädte in Bezug auf die Soziodemographie und die Immobilienmärkte eine hohe Dynamik aufweisen. Gerade, was den Immobilienmarkt angeht, lassen sich hier deutliche Unterschiede im Vergleich zu den übrigen Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern feststellen. So ist der Zuwachs der Kaufkraft in Konstanz, Marburg oder Trier mit mehr als 20 Prozent seit 2011 immens – und rangiert damit fast auf dem Niveau der Top-7-Städte. Diese allerdings sind bei der Messung des Wachstums der Angebotsmieten nicht zu schlagen. In den großen Metropolen stiegen diese seit 2011 im Durchschnitt um sage und schreibe 52,5 Prozent an. In den Universitätsstädten dagegen lag der Anstieg dagegen „nur“ bei 37,2 Prozent, in den Städten über 50.000 Einwohner bei 34,3 Prozent, so die Autoren der Untersuchung.  

Ähnlich sieht es bei den Kaufpreisen aus: Diese stiegen in den Top-7-Städten durchschnittlich um mehr als 110 Prozent, in den Universitätsstädten durchschnittlich um 83,1 Prozent und in den Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern um durchschnittlich 64,6 Prozent. Allerdings ist die Spreizung hier deutlich stärker. So liegen zwischen Greifswald mit einer Steigerung um 38,2 Prozent und Passau (144,7 Prozent) Welten. 

Mainz und Potsdam mit besten Makrofaktoren 

Doch warum sind nun ausgerechnet Mainz und Potsdam die lohnenswertesten Städte für Investitionen im Student-Living-Segment? Um herauszufinden, in welchen Studentenstädten sich eine Investition lohnt, haben die Experten eine gesonderte Untersuchung vorgenommen, die die 25 Universitätsstädte anhand unterschiedlicher „Makroparameter“, wie beispielsweise der Verkehrsanbindung, der Dichte von Einkaufsmöglichkeiten, der Preisdynamik und anderen Standortfaktoren bewertet.  

Nach einer Gewichtung der Faktoren und einer entsprechenden Berechnung ergaben sich für Mainz und Potsdam die höchsten Indexwerte. Dabei sind laut 21st Real Estate nicht nur die Innenstadtzentren interessant. Auch in den Außenbezirken der Städte bietet sich jede Menge Potential für studentisches Leben – und damit Investitionen in „Student Living“. 

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