Immobi­li­en­markt: Drei Prognosen für 2021

„Corona-Pandemie“ – Die Suche nach dem Wort des Jahres 2020 gestaltete sich für die Experten der „Gesellschaft für deutsche Sprache“ nicht allzu schwer. Auch die Aussicht auf das erste Quartal des gerade angebrochenen, neuen Jahres verspricht zunächst wenig Neues. Doch es gibt auch gute Nachrichten, vor allem für Menschen, die einen privaten Immobilienerwerb planen. Wir wagen drei Prognosen für den Immobilienmarkt 2021.

1. Befragt man die Experten unserer Partnerbanken, so rechnen diese bei der Leitzinspolitik der Notenbanken nicht mit kurzfristigen Änderungen. Gerade erst hatte die FED entschieden, den US-Leitzins analog zu EZB-Politik in Zukunft dynamischer zu gestalten. Das bedeutet für 2021: Auch im nächsten Jahr dürften die Zinsen am Kapitalmarkt niedrig bleiben. Das gilt umso mehr, weil viele Branchen, beispielsweise der Handel, durch die Lockdowns arg gebeutelt wurden und dringend auf konsumfreudige Kunden angewiesen sind. Eine Zinserhöhung wäre zu diesem Zeitpunkt eher kontraproduktiv und würde das allgemeine Geschäftsklima verdüstern. 

Prognose: Die Notenbanken werden die Leitzinsen auch 2021 niedrig halten, entsprechend bleiben auch die Bauzinsen niedrig. 

2. Wer allerdings erwartet hat, dass sich die Corona-Krise auf die Immobilienpreise auswirkt, sah sich zum Jahresausgang getäuscht. Das Gegenteil war der Fall. Kurzarbeit und Stellenstreichungen, Zurückhaltung bei den Investitionen angesichts einer ungewissen Zukunft – es hätte nicht verwundert, wenn der private Immobilienmarkt vor den Herausforderungen der Pandemie kapituliert hätte. Doch der Höhenflug der Preise setzte sich fort. Wir glauben, dass dieser Trend sich auch in 2021 unvermindert fortsetzt, zumindest in den Ballungsgebieten und deren Peripherie. Dieser Zuzug in die Schwarmstädte birgt daher Chancen für Immobiliensuchende, die sich dank des Siegeszuges des Home-Office ein Leben auf dem Land ermöglichen wollen. Denn dort gibt es durchaus noch Schnäppchen zu machen, gerade für Familien. 

Prognose: Die Immobilienpreise wachsen auch 2021 weiter, je nach Lage jedoch unterschiedlich stark. 

3. Andere Immobilienklassen dagegen leiden unter der Pandemie. Einzelhandelsimmobilien oder auch Hotelimmobilien leiden unter den Lockdowns, Reisebeschränkungen setzt vor allem dem „kleinen Tourismus“ auf dem Land zu. Ob die großzügigen Finanzhilfen des Bundes ausreichen werden, um reihenweise Insolvenzen zu verhindern hängt vor allem am weiteren Verlauf der Pandemie. Viele kleine Unternehmen kämpfen jetzt schon ums Überleben, mahnt der Handelsverband HDE. Entsprechend sinkt auch der Wert der Immobilien. Währenddessen gewinnt der Online-Handel weiter an Bedeutung und sorgt für Sorgenfalten in den Innenstädten. Eine Chance könnte in neuen Nutzungskonzepten liegen, bis hin zur Umwandlung in Wohnimmobilien. 

Prognose: Die Pandemie wird 2021 die Entwicklung neuer Nutzungskonzepte auf dem Markt für Gewerbeimmobilien beschleunigen. 

Keiner Prognose bedarf dagegen, dass die Hüttig & Rompf AG auch im Jahre 2021 ein zuverlässiger Partner für Immobilienkäufer, Immobilienpartner, Projektentwickler und Banken sein wird. Deshalb geben wir auch im neuen Jahr unser Bestes, um Sie in unserem Baufinanzierungs-Blog rund um die Themen Immobilienmarkt und Baufinanzierung auf dem Laufenden zu halten. Bleiben Sie gesund! 

Verwandte Artikel. Das könnte Sie auch interessieren.