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Immobi­li­en­markt aktuell: Makler bleiben gefragt

Steigende Bauzinsen, hohe Inflation, anhaltender Ukraine-Krieg, Energiekrise – für den Immobilienmarkt sind die Zeiten aktuell nicht allzu rosig. Von Crash oder Panik muss jedoch keine Rede sein. Und als Makler können Sie selbst jetzt Ihr Know-how zu Ihrem Vorteil nutzen.

Immobilienmarkt aktuell: Bauzinsen steigen? Keine Panik! 
Die Zinsen für zehnjährige Baudarlehen haben sich im ersten Halbjahr 2022 teilweise verdreifacht – von rund einem Prozent auf zeitweise über 3 Prozent. Damit erzählen wir Ihnen wahrscheinlich nichts Neues. Auch nicht, dass Experten bis Jahresende durchaus einen Anstieg auf bis zu vier Prozent erwarten. Unerwartet mag es aber klingen, wenn wir Ihnen sagen, dass der Immobilienmarkt aktuell Maklern durchaus gute Chancen bietet. Warum? Nun, es stimmt zwar, dass für einige Interessenten der Traum vom Eigenheim gerade platzt, weil er nicht mehr finanzierbar ist. Trotzdem gibt es durchaus noch Kauf- und Bauwillige. Und die stoßen auf ein Angebot, das gerade immer größer und günstiger wird. Immobilien verkaufen sich nämlich nicht mehr wie von selbst und auch nicht jeder geforderte Preis wird ohne Murren gezahlt. Inserate auf den großen Immobilienportalen bleiben mittlerweile viel länger online – Verkäufer sind also gerade jetzt mehr denn je auf das Know-how professioneller Makler angewiesen, die ihren Markt und ihre Kundschaft aus jahrelanger Erfahrung kennen.  

 

Aktuelle Immobilienpreise sinken in den Metropolen 
Ein weiterer positiver Aspekt für Makler: Der jahrelange Trend stetig steigender Immobilienpreise legt zumindest eine Verschnaufpause ein. In den besonders teuren Metropolen Frankfurt, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf sind sogar fallende Preise für Neubauwohnungen und Einfamilienhäuser zu verzeichnen. Zwar können die stagnierenden Preise die steigenden Zinsen sicherlich nicht ausgleichen – sie dürften jedoch für manchen Interessenten ein wichtiges psychologisches Signal sein. Ein Immobilienkauf ist eben nie rein rational, sondern immer auch mit Emotionen verbunden. Für Makler ist es daher momentan umso wichtiger, auf die Gefühlslage ihrer Kunden einzugehen. Das gelingt umso besser, wenn man mit einem Finanzierer wie Hüttig & Rompf in der Hinterhand punkten kann. Unsere Experten haben Finanzierungen noch nie rein rational über die günstigsten Zahlen definiert – für uns müssen Finanzierungen vielmehr maßgeschneidert passen und somit auch die Emotionen der Kunden widerspiegeln, beispielsweise im Hinblick auf ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Planbarkeit.  

 

Immobilienmarkt aktuell: Kein Crash 
„Der Boom bei den Immobilienpreisen ist vorbei“, sagt Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. „Wir werden erstmal keine starken Wachstumsraten mehr sehen, aber auch keinen Crash. Ich sehe daher auch keine großen Chancen für Schnäppchenjäger.“ Auch die aktuelle Energiekrise hinterlässt bereits Spuren am Markt. „Das große unsanierte Einfamilienhaus steht unter Druck, energieeffiziente Objekte könnten hingegen sogar noch an Wert gewinnen“, so Voigtländer. Andere Experten beurteilen die Entwicklung für aktuelle Immobilienpreise ähnlich. Die Nachfrage in beliebten Lagen ist nach wie vor relativ hoch und Bauland bleibt äußerst knapp. Lieferprobleme bei Baumaterialien und die nach wie vor hohe Zuwanderung nach Deutschland – all das sind Faktoren, die den Immobilien- und Wohnungsmarkt in naher Zukunft nicht gerade entspannen werden. 

 

Was machen Immobilienmakler in der aktuellen Lage? 
Große Maklerunternehmen in Berlin mussten diesen Sommer einige Beschäftigte entlassen – das ließ die Branche natürlich aufhorchen. Was machen Immobilienmakler aktuell also am besten und wie gehen sie mit der Situation um? Nils Werner, Geschäftsführer des IVD Berlin-Brandenburg, rät zur Ruhe, denn die Entlassungen seien nicht repräsentativ für den Markt. „Das Fremdkapital für den Hauskauf ist deutlich teurer geworden, geplante Finanzierungen platzen. Das wirkt sich natürlich auf das Maklergeschäft aus. Aber mittel- und langfristig wird die starke Nachfrage nach Häusern und Wohnungen bestehen bleiben, denn Wohnraum ist weiterhin ein knappes Gut. Deshalb gehen wir aktuell von einer relativ stabilen Seitwärtsbewegung des Marktes aus“, erklärt Werner. Zur zukünftigen Arbeit der Makler führt er aus: „Auch wenn vieles digital organisiert und prozessoptimiert werden kann, kommt es am Ende doch auf die Menschen an. Kompetenz, Service und Verlässlichkeit setzen sich durch.“ 

 

Immobilienmarkt aktuell: Wohnungsneubau wird steuerlich attraktiver 
Anfang September verkündete Bundesbauministerin Klara Geywitz, dass die Steuervorteile für den Sozialen Wohnungsbau bereits ab Mitte 2023 erhöht werden – ein halbes Jahr früher als ursprünglich von der Ampel-Koalition geplant. Die lineare Abschreibung werde dann von zwei auf drei Prozent erhöht. Wohnungsverbände und die Bauwirtschaft hatten schon länger darauf gedrängt, dass die steuerlichen Begünstigungen schnell verbessert werden sollten. Nur so könnten negative Faktoren wie Preissteigerungen und steigende Bauzinsen abgefedert werden. Auch die Politik reagiert also darauf, was den Immobilienmarkt aktuell bewegt und verbessert dadurch auch die Bedingungen für Makler. 

 

Fazit: Immobilienmarkt aktuell durchaus mit Chancen 
Die Marktgegebenheiten sind momentan nicht ganz einfach, doch für Makler bieten sich nichtsdestotrotz Chancen. Gerade in einer Phase, in der weniger Immobilien den Besitzer wechseln, können Makler Verkäufern mit ihrer Expertise helfen, den Verkauf zu beschleunigen und dabei einen angemessenen Preis zu erzielen. Für die Käuferseite ist die Finanzierung aufgrund gestiegener Zinsen schwieriger. Hier zahlt es sich für Makler aus, wenn sie kompetente Finanzierungsexperten an der Hand haben, die auf die individuelle Situation ihrer Kunden eingehen können. 

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