| Trends | Britta Fitz

Die Solarthermie als Haupt­heiz­quelle

Die Solarthermie ist eine nachhaltige Methode zur Wärmeerzeugung, die gerne mit der Photovoltaik verwechselt wird. Eine Sache haben die zwei Technologien auch gemein: Beide nutzen die Energie der Sonne. Allerdings nutzen Photovoltaik-Anlagen sie, um mit Ihrer Hilfe Strom zu erzeugen. Wohingegen Solarthermie-Anlagen keinen Strom erzeugen, sondern Wärme direkt aus Sonnenstrahlen gewinnen. Wir erklären Ihnen die Prinzipien der Solarthermie und was sie beachten sollten, wenn Sie diese Methode zur Wärmeerzeugung als Hauptheizquelle nutzen möchten.

Wie funktioniert Solarthermie?
Mit der Solarthermie wird die Wärme der Sonne genutzt, um zu Heizen und Warmwasser zu erzeugen. Dafür werden Solarkollektoren benötigt, die die Sonnenwärme über Absorberflächen sammeln und an sogenannte Sammelrohre abgeben. Durch die Sammelrohre wird kaltes Wasser gepumpt, dass durch die aufgenommene Energie, in den Kollektoren, erwärmt wird und Temperaturen von bis zu über 100°C erreichen kann. Die Geschwindigkeit, mit der das Wasser durch die Sammelrohre gepumpt wird, passt sich der Intensität der Sonneneinstrahlung an. Bei wenig Sonnenlicht wird das Wasser langsamer durchgepumpt, damit es mehr Zeit hat die Sonnenenergie aufzunehmen. Bei viel Sonnenlicht wird die Geschwindigkeit erhöht und die Energie schneller aufgenommen.


Wie wird im Winter geheizt?
Da die Sonnenintensität im Winter niedriger ist als im Sommer, im Winter jedoch mehr geheizt wird, muss ein Großwärmespeicher eingesetzt werden, um überschüssige Wärme über den Sommer zu sammeln und im Winter verfügbar zu machen. Die überschüssige Energie, die im Sommer entsteht, geht somit größtenteils nicht verloren. Wärmespeicher sind die Hauptkomponente für effiziente Wärmenetze und lassen sich ideal mit der Solarthermie kombinieren


Vorteile der Solarthermie:

  • Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und ihren Preisen
  • Langjährige Wärmepreisstabilität
  • Keine Erzeugung von CO2 oder Schadstoffen
  • Regionale Wertschöpfung

Nachteile der Solarthermie:

  • Unwirtschaftlich als Hauptheizquelle für einzelne Haushalte
  • Hohe Investitionskosten zu Beginn
  • Frühe Planung notwendig


Solarthermie als Gemeinschaftslösung
Da die Solarthermie, als Hauptheizquelle für einzelne Haushalte, hohe Investitionskosten mit sich bringt und ein Großwärmespeicher dafür ebenfalls unwirtschaftlich ist, ist es eine Überlegung wert, eine großflächige Solarthermie-Anlage und einen Großwärmespeicher als Gemeinschaftslösung zu wählen. Durch die Beteiligung mehrerer Haushalte, können die Kosten aufgeteilt und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden. Die Solarthermieanlage und der Großwärmespeicher werden über ein Nahwärmenetz mit den Häusern verbunden, wodurch die gesammelte Wärme an sie transportiert werden kann. Um einen optimalen Standort zu ermitteln und den Bauprozess zu optimieren, sollten die Anlage und der Speicher bei der Planung früh in Betracht gezogen werden.


Förderungsmöglichkeiten
Der Bau einer Solarthermie-Anlage und eines Großwärmespeichers lässt sich durch Förderprogramme finanzieren. Fördermöglichkeiten sind unter anderem die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), sowie die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW). Durch sie lässt sich ein Großteil der anfallenden Investitionskosten finanzieren. Beide Förderungen lassen sich kombinieren und sollten möglichst früh beantragt werden. 


Fachberatung und Partner
Die cupasol GmbH ist ein im innovativen Wärmemarkt tätiges Unternehmen, das sich seit nunmehr zehn Jahren auf die Technologien Solarthermie und Großwärmespeicher fokussiert hat. Sie unterstützt Gemeinden und Stadtwerke bei der Planung und Realisierung von CO2-freien Heizsystemen und Wärmespeichern, und steht ihnen als Partner und Berater zur Seite.
 

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