| Allgemeines , Immobilienkauf | Britta Fitz

Bestand statt Neubau – was ist zu beachten?

Bauland ist besonders in Ballungsräumen knapp. Daher ist der Kauf einer Bestandsimmobilie eine immer attraktiver werdende Alternative zum Neubau. Entschieden sich 1995 rund 73 % aller Käufer für eine Bestandsimmobilie, waren es 2020 bereits 83 %. Wer sich für eine gebrauchte Immobilie interessiert, sollte jedoch einiges beachten.

Vorteil der Bestandsimmobilie: Alles ist bereits vorhanden 
Eine Bestandsimmobilie kann viel Zeit, Nerven und Kosten sparen. Schließlich steht das Haus bereits fix und fertig vor einem – keine Bauzeit und keine Planungsunsicherheiten. Auch die Infrastruktur ist bereits komplett vorhanden, sogar die Nachbarschaft lässt sich einschätzen. Der finanzielle Aufwand für Kauf und eine eventuell notwendige Renovierung ist ebenfalls oftmals besser planbar als die Kosten eines Neubaus.  

 

Nachteil der Bestandsimmobilie: Versteckte Schäden könnten lauern 
Das Durchschnittsalter einer gebrauchten Immobilie liegt mittlerweile bei rund 47 Jahren. Der Zahn der Zeit kann also schon an der Bausubstanz genagt haben. Im Gegensatz zu einem Neubau könnten bei einer Bestandsimmobilie durchaus böse Überraschungen unter der Oberfläche warten, die unerwartete Sanierungskosten mit sich bringen. 

 

Umfassend informieren und Experten einschalten 
VerkäuferInnen und MaklerInnen sind die ersten AnsprechpartnerInnen, wenn es darum geht, den Zustand der Bestandsimmobilie zu erfragen. Wer eine gebrauchte Wohnung kaufen möchte, kann zusätzliche wichtige Informationen aus den Wirtschaftsplänen und den Versammlungsprotokollen der Wohnungseigentümergemeinschaft erhalten. 

 

Ein Darlehen für Kauf und Modernisierung 
Wer Kauf und Modernisierung direkt zusammen finanziert, profitiert von größerer Planungssicherheit und kennt seine monatliche Rate genau. Wird ein Sanierungskredit erst später aufgenommen, hat dieser oftmals schlechtere Konditionen und muss schneller zurückgezahlt werden. Bei größeren Sanierungsvorhaben ab etwa 20.000 Euro erwarten die meisten Banken zudem ein qualifiziertes Konzept.  

 

Förderungen wie die neue BEG nutzen 
Bei Kauf und Sanierung sollte unbedingt geprüft werden, ob ein Anspruch auf Förderprogramme besteht. Denn dadurch lässt sich in Form von Tilgungszuschüssen und verbilligten Krediten viel Geld sparen. Bestes Beispiel ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW Bank. Sie trat zum 1. Juli 2021 in Kraft und unterstützt insbesondere Maßnahmen rund um die Energieeffizienz. Die FinanzierungsexpertInnen von Hüttig & Rompf haben diese Förderprogramme auf dem Schirm und beraten auch dahingehend umfassend. 

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