| Allgemeines , Trends , Immobilienkauf | Britta Fitz

Auch die Generation Z träumt vom Eigenheim

Wer zwischen 1995 und 2010 geboren ist, wird der Generation Z zugerechnet. Diese „Digital Natives“ erleben den Umgang mit neuen Medien als völlig selbstverständlich. So modern das auch ist, in einem Punkt ist diese Generation eher konservativ: Ganz weit oben auf der Wunschliste steht das Eigenheim, an das ganz besondere Ansprüche gestellt werden.

Eigenheim steht bei den Jungen hoch im Kurs 
Ob aktuelle SINUS-Jugendstudie, Wohntraumstudie oder eine Umfrage der Zeitung „Die Welt“ – alle Ergebnisse zeigen, dass die Generation Z ins eigene Haus ziehen möchte. Und zwar bevorzugt noch in den eigenen 30er-Jahren, damit genügend Zeit zum Abbezahlen bleibt. Zwar ist man auch gegenüber alternativen Wohnformen wie dem mobilen Tiny Haus oder Shared Living-Konzepten aufgeschlossen, für das eigene Leben wünscht man sich jedoch das Einfamilienhaus im Grünen. 

 

Umweltbewusstsein und Einfamilienhaus vereinen 
Gesundheits- und Umweltthemen spielen für die Generation Z eine große Rolle – insbesondere für die 14- bis 19-jährigen innerhalb dieser Gruppe. Deren Zeitgeist könnte man mit „grün und konservativ“ treffend beschreiben. Eine Ausprägung, die sich auch in der Fridays for Future-Bewegung deutlich abzeichnet. Dabei stehen Klimakrise und Einfamilienhaus keineswegs im Widerspruch. In der Vorstellung der Generation Z müssen nämlich nicht zwangsläufig Grünflächen versiegelt werden, um Wohnraum zu schaffen. Hierfür fordert man sowohl von der Politik als auch von der Immobilien- und Hausbaubranche neue Konzepte und passende Regularien. 

 

Wohnen mit Nachhaltigkeit und Qualität 
Am Thema Nachhaltigkeit führt für die jungen Menschen beim Wohnen kein Weg vorbei. Auch die Ansprüche in Bezug auf Qualität und Umfeld sind hoch. Diese äußern sich zum Beispiel in einem großen Interesse an nachhaltig produzierten und individualisierbaren Möbeln. Ein eigener Garten oder zumindest ein Balkon werden als persönliche Freiräume ebenfalls sehr geschätzt. Insgesamt wird der Zugang zu einer intakten Natur als Luxus angesehen, den es zu verwirklichen und zu bewahren gilt.  

 

Herausforderungen und Chancen für die Branche 
Baugrund ist teuer und nicht beliebig verfügbar – diesem Problem steht natürlich auch die Generation Z gegenüber. Folgerichtig drohen viele Wohnwünsche an den hohen Kosten zu scheitern. Neue Konzepte der Immobilien- und Hausbaubranche sind also gefragt. Ein möglicher Lösungsansatz könnten Gemeinschaftsflächen innerhalb einer Wohnsiedlung sein. Sie sorgen für das angestrebte Unabhängigkeitsgefühl und reduzieren gleichzeitig Flächenverbrauch und Kosten. Einige Hausbaufirmen haben bereits reagiert und entwickeln Hauskonzepte, die den Aspekt des Klimaschutzes stärker in den Vordergrund stellen. Auch Möbelproduzenten stellen Individualität und nachhaltige Produktion zunehmend in den Fokus. 

 

Generation Z nicht unterschätzen 
Die Generation Z ist eine sehr geburtenstarke Generation und wird in wenigen Jahren bereits 40 % der globalen Konsumenten ausmachen. Dadurch wird auch die aus der digitalen Welt geprägte Erwartungshaltung, alles direkt und „on demand“ zu erhalten, eine immer größere Rolle spielen. Gleichzeitig nimmt die traditionelle Markentreue zunehmend ab. Doch auch die Generation Z hat ganz profane Alltagswünsche. Auf die Frage, welche Luxusgegenstände man sich derzeit kaufen würde, kam die bodenständige Antwort: Eine gemütliche Couch und ein Ofen – denn beides fehlt gerade.   

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