| Allgemeines | Britta Fitz

Wie erkennt man Fake-Inserate bei der Immobi­li­en­suche?

Die allermeisten Immobilien-Inserate sind seriös. Doch auch hier gibt es schwarze Schafe. Mit gefälschten und vorgetäuschten Angeboten wollen Kriminelle an die Daten oder an das Geld von Immobilien-Suchenden.

Fake-Anzeigen mit Skepsis begegnen 
Klingt die angebotene Immobilie einfach zu gut, um wahr zu sein? Im schlimmsten Fall ist sie das auch – dann ist das Angebot eine Fälschung, mit denen Betrüger an persönliche Daten oder an Geld kommen wollen. Einer Top-Immobilie in Traumlage zu einem unschlagbar günstigen Preis sollte man also erst einmal mit einer guten Portion Skepsis und Vorsicht begegnen. 

 

Die Tricks der Anzeigen-Betrüger 
Wir haben hier einige der verbreitetsten Betrugsmaschen zusammengestellt.  

  • Aufenthalt im Ausland: Der Wohnungseigentümer befindet sich angeblich im Ausland und kann nicht zur Besichtigung kommen. Den Schlüssel für die Besichtigung gibt es allerdings nur gegen eine Kaution, die vorab überwiesen werden soll. Allerdings: Der zugesagte Wohnungsschlüssel kommt nicht und die vermeintlichen Eigentümer sind nicht mehr zu erreichen. Ebenfalls möglich: Es kommt zwar ein Schlüssel, der passt aber nicht ins Türschloss der Immobilie. Oder es gibt die Immobilie gar nicht. 
  • Direkt mieten: Angeboten wird eine Immobilie direkt zur Miete. Eine vorherige Besichtigung gibt es nicht. Wer sich darauf einlässt, muss Geld überweisen – beispielsweise drei Monatsmieten Kaution plus Ablöse im Voraus. Doch sobald der geforderte Betrag überwiesen ist, ist niemand mehr erreichbar. 
  • Startgebühr: Wer eine Immobilie in einem begehrten Markt sucht, hat viele Konkurrenten. Damit Interessierte überhaupt in eine Vorauswahl für die Wohnungsbesichtigung kommen, sollen sie plötzlich eine Gebühr zahlen. Allerdings: Besagte Immobilie ist ein Luftschloss – mehr nicht. 
  • Ausweis kopieren: Vor einer Besichtigung verlangen die vermeintlichen Eigentümer von den Interessenten eine Kopie des Personalausweises. Der Ausweis soll eingescannt und per E-Mail verschickt werden. Die auf diese Weise übermittelte Identität kann dann von den Tätern bei illegalen Geschäften genutzt werden. 
  • Phishing-Mail: Wer auf eine Anzeige reagiert, bekommt eine sogenannte Phishing-Mail zugeschickt. Darunter versteht man eine E-Mail, mit der der Empfänger dazu verleitet werden soll, auf einen Betrug hereinzufallen. In der E-Mail finden sich Links, auf die geklickt werden soll oder Anhänge, die geöffnet werden sollen. Ziel ist es, entweder direkt eine Schad-Software auf dem Rechner zu installieren oder die Opfer auf eine gefälschte Log-In-Seite zu lotsen, über die die Kriminellen Zugangsdaten etwa für das Online-Banking abzufangen versuchen. 

 

Woran kann man Fake-Anzeigen erkennen? 
Nicht immer sind Fake-Anzeigen offensichtlich. Oftmals gibt es allerdings folgende Anhaltspunkte: 

  • Das Immobilien-Angebot zeigt Fotos wie aus einem Hochglanzprospekt. 
  • Die Kontaktdaten unter einer Anzeige sind unvollständig. 
  • Der Anzeigen-Text hat viele Grammatik- und Rechtschreibfehler. 
  • Der Anzeigen-Text ist aus anderen Anzeigen zusammenkopiert. Um das zu prüfen, können Teile des Textes oder die Überschrift in eine Suchmaschine eingeben werden. Gibt es ein ähnliches Inserat mit anderen Kontaktdaten auf weiteren Immobilienportalen, sollte man am besten auf die Anzeige nicht reagieren. 

 

Tipps zum richtigen Verhalten 

  • Fachleute geben Haus- und Wohnungssuchenden folgende Ratschläge, um sich und andere vor Fake-Anzeigen und Betrügern zu schützen: 
  • Niemals vorab an unbekannte Personen Geld überweisen. 
  • Niemals Scans von Gehaltsnachweisen oder Ausweisen vorab an Unbekannte schicken. 
  • Wer bereits Geld oder Daten geschickt hat, sollte umgehend seine Bank informieren. 
  • Wer Opfer einer Fake-Anzeige wurde oder einen begründeten Verdacht hat, sollte das Immobilienportal informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten. 
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