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BSB: Senkung der Makler­kosten nicht genug

Der Bauherren-Schutzbund (BSB) sieht den von der Politik in der vergangenen Woche freigemachten Weg für die Aufteilung der Maklerkosten an Verkäufer und Käufer nur als ersten Schritt für die Senkung der Kaufnebenkosten an.

Wie die Wirtschaftswoche schreibt, moniert der Verbraucherschutzverband, dass dabei auch an die Grunderwerbssteuer gedacht werden sollte. Der Grund sei, dass sich die Einnahmen aus der Grunderwerbssteuer seit 2010 verdreifacht hätten. Käufer müssten, je nach Region, bis zu 6,5% des Kaufpreises einer Immobilie für die Grunderwerbssteuer berappen. Die Bundesländer hätten durch die stetige Erhöhung der Steuer vom Immobilienboom profitiert, meint der Geschäftsführer des Verbandes, Florian Becker. Umso mehr wäre die Senkung der Steuer ein wichtiges Signal, gerade in Zeiten der Corona-Krise. Becker befürchtet, dass Verkäufer die Kosten der Teilung auf die Preise aufschlagen werden, schließlich habe es solche Mitnahmeeffekte auch schon beim Baukindergeld gegeben.

Der Bundesrat hatte am 05. Juni einen Gesetzesvorschlag des Bundestages gebilligt, wonach die Maklerkosten nicht mehr, wie bisher, nur dem Käufer zur Last fallen dürfen. Künftig sollen die Kosten von Käufern und Verkäufern getragen werden.

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