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5 Tipps für den Hauskauf aus Zwangs­ver­s­tei­gerung

An Zwangsversteigerungen scheiden sich die Geister. Und sicherlich zeigt die Erfahrung, dass ein Immobilienkauf mit Makler immer noch die sicherste aller Varianten ist. Die Makler werden das Objekt auf Herz und Nieren prüfen, bevor sie es in ihr Angebot aufnehmen. Schließlich haben auch sie einen Ruf zu verlieren. Auf diese Sicherheit müssen sie bei einer Zwangsversteigerung leider verzichten. Um das Risiko zu minimieren, können dennoch folgende Tipps helfen:

 

1. Prüfen Sie das Gutachten

Bei jeder Zwangsversteigerung liegt in der Regel ein unabhängiges Gutachten vor, dass einen ersten Einblick ermöglicht. Das Gutachten wird im Auftrag des Amtsgerichts von einem unabhängigen Sachverständigen erstellt, um den sogenannten Verkehrswert zu ermitteln. Es enthält eine genaue Objektbeschreibung, eine Mängelliste und idealerweise auch Auszüge aus dem Grundbuch. Konnte der/die Sachverständige das Haus besichtigen, enthält das Gutachten auch Fotos und Pläne. Entfiel die Besichtigung, ist dies ein Hinweis darauf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

 

2. Besichtigen Sie das Objekt

So wichtig die Besichtigung auch ist, bei Versteigerungen ist dies oft nicht möglich. Interessenten können immerhin versuchen, mit der Hausbank einen Termin für eine Besichtigung zu verabreden. Ist dies nicht möglich, bleibt immerhin eine Besichtigung von außen, die ersten Aufschluss über die Situation am Objekt gibt.

 

3. Ziehen Sie einen Sachverständigen hinzu

Unabhängig davon, ob die Besichtigung stattfinden kann oder nicht: Ziehen Sie unbedingt einen Sachverständigen hinzu! Dieser kann zumindest das Gutachten auf Kostenfallen prüfen oder aber, sozusagen als unabhängige Instanz, einen Besichtigungstermin mit der Hausbank der Noch-Inhaber vereinbaren.

 

4. Sammeln Sie Informationen

Auch wenn die Besichtigung nicht möglich ist, sammeln Sie alle Informationen, die sie über das Objekt bekommen können. Manchmal sind dazu Nachbarn und Anwohner hilfreich, manchmal die Bauämter der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Auch Suchmaschinen können bei der Eingabe der Adresse manchmal überraschende Fakten offenlegen. Ein Grundbuchauszug klärt darüber hinaus die Eigentumsverhältnisse und andere wichtige Punkte wie beispielsweise ein Wegerecht für Dritte.


5. Stellen Sie eine solide Finanzierung auf die Beine

Wenn Sie bei einer Zwangsversteigerung siegreich sein wollen, müssen Sie über ein wasserdichtes Finanzierungskonzept verfügen. Klären Sie also vorab mit einem unserer Berater ab, welchen Rahmen Sie ausschöpfen können, um Ihre Wunschimmobilie zu finanzieren. Denken Sie dabei unbedingt auch an die Nebenkosten, die natürlich auch bei Zwangsversteigerungen entstehen.

 

Keine Frage, Zwangsversteigerungen können im Einzelfall große finanzielle Vorteile bieten. Allerdings ist der Kauf einer Immobilie auf diese Weise auch mit gewissen Risiken verbunden und eignet sich daher eher für Immobilienprofis. Wenn Sie planen, eine Immobilie über den Weg einer Zwangsversteigerung zu erstehen, suchen Sie sich bitte kompetente Hilfe vor Ort und beherzigen Sie unsere Tipps. Damit der Traum von der Immobilie nicht zum Alptraum wird.

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