Abtretung

Unter „Abtretung“ versteht man die vertragliche Übertragung von Forderungen und Rechten von einem bisherigen Gläubiger auf einen neuen Gläubiger. Im Bereich der Immobilienfinanzierung sind unterschiedliche Abtretungsmöglichkeiten denkbar.

Beispiel

Abtretung einer Grundschuld:

Darlehensgeber fordern in der Regel eine Absicherung ihrer Darlehen durch die Eintragung einer Grundschuld ins Grundbuch. Ändert sich der Darlehensgeber z.B. wenn ein Darlehen auf einen anderen Darlehensgeber umgeschuldet wird, dann muss die bestehende Grundschuld an den neuen Darlehensgeber übertragen werden. Entweder wird nun die bestehende Grundschuld gelöscht und neu eingetragen, oder es wird eine Grundschuldabtretung von dem einen auf den anderen Darlehensgeber vorgenommen. Die Grundschuldabtretung ist die kostengünstigere Variante. Es kann sowohl die gesamte Grundschuld, als auch nur ein Teil der Grundschulden (=Teilabtretung) abgetreten werden.

Abtretung der Auszahlung einer Kapitallebensversicherung

In diesem Fall tritt der Darlehensnehmer seinen Anspruch auf Auszahlung einer Kapitallebensversicherung an den Darlehensgeber ab. Diese Form der Abtretung kommt häufig in Verbindung mit einem Festdarlehen zur Anwendung. Der Darlehensnehmer zahlt an den Darlehensgeber über die Laufzeit nur die vereinbarten Zinsen. Die Tilgung des Darlehens erfolgt in einer Summe über die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung.

Abtretung der Auszahlung aus einem Bausparvertrag

In diesem Fall tritt der Darlehensnehmer seinen Anspruch auf Auszahlung eines zuteilungsreifen Bausparvertrages an den Darlehensgeber ab. Wie im obigen Fall der Kapitallebensversicherung kommt diese Form der Abtretung häufig in Zusammenhang mit einem Festdarlehen zur Anwendung.

 

Auch die Abtretung eines Investmentfonds ist im Rahmen einer Immobilienfinanzierung möglich.