Auf welche Wohntrends steuern wir zu? Was hat Zukunft – was nicht? Wir haben bei Trendforscher Oliver Leisse nachgehakt und durften in seine Kristallkugel schauen. Lesen Sie hier die spannenden Antworten über das Wohnen von morgen.

E-Mail, Smartphone, Online-Banking: In den letzten Jahrzehnten wurde unser Leben immer digitaler – beruflich wie privat. Und es geht noch weiter. Smarte Büros und Haushalte sind im Kommen. Ein Autohersteller forscht aktuell sogar an einem Ehebett, das unruhige Schläfer zurück auf „ihre“ Bettseite bringt. So halten Partner auch nachts die Spur und stören nicht ihren Mitschläfer. Digitalisierung bis in die privatesten Bereiche. Ein Trend, der für das Wohnen von morgen ganz typisch sein wird.

Gemeinschaftsräume sind im Kommen

Nicht nur unsere Einrichtung wird immer funktionaler, sondern dem Wohnen selbst steht bald ein Update ins Haus. „Wir werden mobiler und brauchen weniger Platz“, blickt Trendforscher Oliver Leisse vom Institut SEE MORE in die Zukunft. Das wirke sich aufs Wohnen aus. „Viel mehr als ein Schlaf- und Badezimmer brauchen wir nicht“, meint Oliver Leisse. Der Alltag werde sich hauptsächlich in Gemeinschaftsbereichen abspielen, die von mehreren Haushalten genutzt würden. Dort könne man beispielsweise kochen, essen, sich treffen oder sich amüsieren. Von dieser Veränderung seien wir gar nicht so weit entfernt. „Schon heute entstehen solche sogenannten Coliving-Räume.“

Zäune und Parkplätze haben ausgedient

Lebensbereiche verschwimmen und so manche (Grundstücks)-Grenze verschwindet. Denn Zäune haben laut Oliver Leisse keine Zukunft. „Sie würden dem aktiven und flexiblen Lebensstil von morgen im Weg stehen“, erklärt der Forscher. Ebenso hält er Garagen und andere Parkflächen für überflüssig. „Die autonome Beförderung ist auf dem Vormarsch. Auf den Straßen werden bald viele selbstfahrende Autos unterwegs sein, die hauptsächlich rollen und nicht stehen. Man hat ein bestimmtes Kilometerkontingent und springt einfach ins nächste freie Fahrzeug. Ein eigenes Auto und Stellplätze braucht es da nicht mehr.“

Ob das in Auto-Deutschland tatsächlich bald Realität ist? Wir werden es sehen. Spätestens, wenn die erste passende E-Mail dazu auf unseren Smartphones aufpoppt – falls diese Technik dann nicht schon überholt ist.

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