| Philipp Burk

Woran erkenne ich einen guten Baugu­t­achter?

Bauphysik? Klar. Bauchemie und Baubiologie? Auch. Was sich anhört wie der Stundenplan eines Studenten, ist das Rüstzeug eines Baugutachters – und damit Know-how, von dem Sie profitieren können. Aber woran erkenne ich einen guten Baugutachter? Wir zeigen es Ihnen.

Endlich ins Eigenheim – für viele ist das ein großer Traum, aber auch eine große Investition. Deshalb sollte man die eigenen vier Wände von Anfang an auf ein gutes Fundament stellen. In Sachen Baufinanzierung ebenso wie bei der Baubegutachtung. Denn vom Keller bis rauf zum Dach gibt es viel zu beachten. Und hier ist man mit einem Experten immer gut beraten. Ob beim Kauf einer Bestandsimmobilie oder beim Hausbau – ein Baugutachter begleitet Sie auf ihrem Weg in die eigenen vier Wände. Doch welcher ist der richtige?

Was ein guter Gutachter können muss

Ein erfahrener Baugutachter kennt sich genau aus, wenn es um Bauphysik, Bauchemie, Baubiologie, Baurecht, Geologie und Mykologie, also Schimmel und andere Pilzarten, geht. Außerdem weiß er, wie sachgerecht ausgeführte handwerkliche Tätigkeiten aussehen. Einen Mangel erkennt er deshalb sofort. Das Leistungsspektrum eines Baugutachters fängt schon bei der Beratung zum Hauskauf an. Dazu prüft er beispielsweise den Energiepass. Beim Hausbau kann ein Gutachter etwa ein Bodengutachten erstellen, den Bau begleiten oder den Rohbau abnehmen.

Spezialisten machen den Unterschied

Baugutachter ist nicht gleich Baugutachter. Die einzelnen Fachgebiete sind so komplex, dass es für jeden Bereich einzelne Spezialisten gibt. Ob Energieberatung, Baustelleninspektion oder Wertermittlungsverfahren: Jedes Themenfeld hat ausgewiesene Experten. Durch die Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer geprüfte Baugutachter gelten als „öffentlich bestellte und vereidigte (ö.b.u.v.) Sachverständige“. Sie werden bei offiziellen Gutachten meist bevorzugt. Allerdings kann man bei Ihnen schon einmal mehrere Monate auf einen Termin warten. Das muss nicht sein.

In vielen Fällen kann ein freier Sachverständiger genauso weiterhelfen. Einen solchen Gutachter findet man über die Berufsverbände, Handwerkskammern oder auf Empfehlung. Und dann gilt es, keine falsche Scheu zu zeigen. Fragen Sie den Baugutachter nach seiner Ausbildung. Seriöse Anbieter geben bereitwillig darüber Auskunft, welche Aus- und Weiterbildungen sie absolviert haben. Auch eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband, wie dem Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter e.v. (BDSF), kann ein Qualitätsmerkmal sein. Und nicht zuletzt zählt das eigene Bauchgefühl: Wer sich nach dem Erstgespräch mit dem Baugutachter seiner Wahl gut beraten fühlt, kann auf eine gute Zusammenarbeit hoffen – und auf einen sicheren Weg in die Traumimmobilie.

Verwandte Artikel. Das könnte Sie auch interessieren.