Safety first – das gilt auch bei der Baufinanzierung. Denn spätestens, wenn Immobilienkäufer ganz konkret ein Darlehen suchen, kommt die Frage nach der Absicherung. Nehme ich eine Hypothek auf oder ein Grundschulddarlehen? Was beide unterscheidet, welche Form beliebter ist und wie sich die Wahl auf die Baufinanzierung auswirkt, lesen Sie hier.

Sollzins, Tilgung, Beleihungsauslauf – wer ein Immobiliendarlehen aufnehmen möchte, trifft auf viele Fachbegriffe. Während einige davon geläufig sind, hört man andere wahrscheinlich das erste Mal. So wie zum Beispiel das Grundpfandrecht. Durch dieses Recht sichert sich die Bank für den „Worst Case“ ab. Also für den Fall, dass der Darlehensnehmer seine Raten nicht mehr zahlen kann. Das Grundpfandrecht ermöglicht der Bank, das ausstehende Geld beispielsweise durch eine Zwangsversteigerung der Immobilie einzuholen.


Unterschied zwischen Hypothek und Grundschuld

Die wichtigsten Grundpfandrechte sind die Hypothek und die Grundschuld. Worin unterscheiden sich beide? Die Hypothek ist an ein bestimmtes Darlehen gebunden, die Grundschuld nicht. Konkret heißt das: Zahlen Sie jeden Monat Ihre Raten, sinkt die Hypothek ebenso Stück für Stück. Sobald Ihre Restschuld bei null angekommen ist, erlischt die Hypothek.

Dagegen hat die Grundschuld nicht viel mit dem Immobiliendarlehen zu tun. Zwar wird die Kredithöhe einmalig als Grundschuld in Abteilung III des Grundbuchs eingetragen, doch das war es dann auch. Denn die Grundschuld sinkt nicht parallel zur Restschuld. Sie bleibt über die gesamte Zeit hinweg immer gleich hoch. Ist die Restschuld bei null angekommen, muss die Grundschuld per Antrag aus dem Grundbuch gelöscht werden.


Vorteile der Grundschuld bei der Baufinanzierung

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass eine Hypothek die bessere Wahl ist. In der Realität sieht es aber genau anders aus. Hier hat bei den meisten Immobilienkäufern die Grundschuld die Nase vorn. Ihr Vorteil bei der Baufinanzierung: Die Grundschuld ist flexibler. Sie kann beispielsweis auf einen neuen Immobilienbesitzer übertragen werden, wenn der bisherige Eigentümer seine noch nicht abbezahlte Immobilie verkaufen möchte. Ähnlich sieht es bei der Anschlussfinanzierung aus. Mit der Grundschuld ist ein Bankwechsel ganz einfach. Die alte Bank kann die Rechte an der Grundschuld problemlos an die neue übertragen. Das erspart Immobilienkäufern eine teure Löschung und Neueintragung.

Auch in einem anderen Fall kann man von der flexiblen Grundschuld profitieren: Brauchen Darlehensnehmer während der Rückzahlung einen neuen Kredit, können sie die bestehende Grundschuld als Grundlage dafür nehmen. Die Höchstgrenze des neuen Kredits bemisst sich dabei an der Höhe des bereits bezahlten Restschuldbetrags.

Dazu ein Rechenbeispiel: Sie haben ein Immobiliendarlehen über 100.000 Euro aufgenommen. 25.000 Euro sind bereits abbezahlt. Nun können Sie in Höhe von 25.000 Euro ein neues Darlehen aufnehmen – ganz ohne es neu absichern zu müssen. Das spart Notar- und Grundbuchkosten.

Sie haben Fragen zur Hypothek oder Grundschuld? Nehmen Sie Kontakt zu unseren Baufinanzierungsberatern auf. Diese beraten Sie ganz persönlich und unverbindlich in allen Fragen rund ums Bauen, Kaufen und Modernisieren. Auch in Ihrer Nähe.

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