| Philipp Burk

Sechs (Tipps) auf einen Streich: So wird Ihre Baufi­nan­zierung ein Erfolg

Home sweet home: Mit dem Eigenheim kommen die Glücksgefühle meist von ganz allein. Doch dafür muss das Traumobjekt erst einmal gefunden und vor allem bezahlt werden. In der Regel ist hier die Baufinanzierung das Mittel der Wahl. Was es dabei zu beachten gilt und wie Sie auch für die Zukunft sicher aufgestellt sind – sechs Tipps für Ihre Baufinanzierung zum Glück.

 

Es ist ein ganz neuer Lebensabschnitt: Der Einzug in die eigenen vier Wände. Doch nur in wenigen Fällen kann das Eigenheim komplett aus der eigenen Tasche gezahlt werden – und das muss es auch gar nicht. Denn als finanzielle Unterstützung können Immobilienkäufer auf eine Baufinanzierung zurückgreifen. Also direkt das Darlehen beantragen? Bevor es ans Eingemachte geht, sollten Sie einige Punkte im Blick haben. Welche das sind? Erfahren Sie hier die sechs wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Baufinanzierung.

Tipp 1: An den Rechner, fertig, los – Monatsbudget festlegen

Am Anfang einer jeden Baufinanzierung steht immer der Kassensturz. Die entscheidende Frage dabei: Was kann ich mir überhaupt leisten? Um dies zu beantworten, muss erst einmal feststehen, was Sie monatlich für die geplante Immobilie aufbringen können. Wenn Sie die anstehende Immobilienfinanzierung von Ihrem Haushaltseinkommen abziehen, sollte immer noch genügend Geld für Ihre Lebenshaltungskosten zur Verfügung stehen. Als allgemeine Faustregel gilt: Nach Abzug der Kosten für das Eigenheim sollten noch mindestens 40 Prozent des Nettoeinkommens übrigbleiben.

Zusätzlich zu Zinszahlungen und der Tilgung des Darlehens gehören auch die Neben- bzw. Betriebskosten des Eigenheims zu den monatlichen Belastungen. Darunter fallen zum Beispiel Aufwendungen für Heizung, Strom, Wasser oder Müllabfuhr. Etwas anders ist das bei Eigentumswohnungen: Hier sind die Betriebskosten häufig im Hausgeld enthalten. Ein monatlicher Vorschuss, den Wohnungseigentümer an den Verwalter der Wohnanlage zahlen. Üblicherweise ist das Hausgeld 20% bis 30 % höher als die Nebenkostenabrechnung der Mieter. Allerdings können Vermieter einige Posten des Hausgeldes auf die Mieter umlegen, zum Beispiel Grundsteuer, Abwassergebühr, Straßenreinigung oder Müllabfuhr. Wer sich für eine Eigentumswohnung entscheidet, erkundigt sich am besten vorab nach der Höhe des Hausgeldes und nach den umlagefähigen Positionen.

Übrigens: Setzen Sie die laufenden Kosten lieber großzügig an. So sind Sie auch für den Fall abgesichert, dass Ihr Einkommen durch einen Jobwechsel oder neue Lebensumstände schlagartig sinkt.

Tipp 2: Summa summarum – Gesamtpreis beachten

Hin und wieder gibt es sie: Immobilien mit verlockend niedrigem Kaufpreis. Wenn dann noch eine gute Lage hinzukommt, möchte man häufig sofort zuschlagen. Doch Achtung: Der Kaufpreis ist nicht der endgültige Gesamtpreis. Es fallen noch Zusatzkosten an, zum Beispiel die Grunderwerbsteuer, die Notargebühren oder eventuell eine Maklercourtage. Auch die Änderung im Grundbucheintrag schlägt zu Buche. Insgesamt können so mehrere Tausend Euro entstehen. Berechnen Sie also diese Kaufnebenkosten mit ein und ermitteln Sie so den Gesamtpreis.

Tipp 3: Am richtigen Ende sparen – Alles zu Eigenkapital machen

Sparen zahlt sich bei der Baufinanzierung aus. Denn wer viel Eigenkapital in die Finanzierung einbringt, profitiert noch mehr von den niedrigen Zinssätzen. Ideal sind 20 % bis 30 % der Gesamtsumme aus eigenen Mitteln. Wer sogar mindestens 40 % einbringt, kriegt bei den Banken die allerbesten Konditionen. Was aber zählt eigentlich zum Eigenkapital? Fast alles, was man sofort einsetzen kann. Das können Sparbücher und Tagesgeld- oder Festgeldkonten sein. Aber auch Aktien, Fonds, Grundstücke oder Immobilien, die man zu diesem Zweck verkauft.
Bausparverträge sollten nur dann eingesetzt werden, wenn sie zuteilungsreif sind. Das bedeutet, dass die Bank das Bauspardarlehen tatsächlich auszahlt. Vorzeitige Kündigungen sind oft teuer. Wenn Sie Ihre eigenen Mittel weiter anreichern möchten, können Sie auch Eigenleistungen als Eigenkapital ansetzen. Das ist möglich, wenn Sie bestimmte Arbeiten selbst durchführen. Viele Banken akzeptieren Eigenleistungen von bis zu 15 % der Darlehenssumme. Eine weitere Möglichkeit: Förderungen wie die der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Programme). Diese können mitunter zusätzlich in die Baufinanzierung eingebracht werden und so bares Geld sparen.

Tipp 4: Das bringt die Zukunft – Niedrige Zinsen sichern

Mit den Zinsen steht und fällt für viele die Baufinanzierung. Denn sie legen unter anderem fest, wie viel man monatlich zahlt. Die Zinshöhe wird dabei unter anderem vom Zeitraum der Zinsbindung beeinflusst. Üblich sind hier Laufzeiten über 5, 10, 15 oder 20 Jahre. Grundsätzlich gilt: Je länger die Zinsbindung, desto höher der Zinssatz. Allerdings verringert eine lange Zinsbindung auch das Risiko, dass nach Fristende noch ein hoher Restschuldbetrag übrig bleibt. Da die Zinsen aktuell besonders niedrig sind, kann eine lange Laufzeit sinnvoll sein. So wissen Sie genau, was sie die nächsten 15 bis 20 Jahre erwartet.

Tipp 5: Schnell zum Ziel – Hohe Tilgungsrate wählen

Die aktuellen Niedrigzinsen können sich nicht nur bei der Zinsbindung positiv auswirken, sondern auch bei der Tilgungsrate. Wenn Sie nämlich weniger für Zinsen aufbringen müssen, können Sie mehr in die Tilgung stecken. Die Folge einer hohen Tilgungsrate: Der Schuldbetrag sinkt schneller. Eine weitere Möglichkeit, schnell die Rückzahlungssumme zu senken sind Sondertilgungen. Unsere Baufinanzierungsberater beraten Sie gerne zu diesem Thema. In einem persönlichen Gespräch finden sie genau die Lösung, die zu Ihnen passt.

Hätten Sie es gewusst: Bei vielen Banken kann man die Tilgungsrate mindestens einmal ändern. Das ist vor allem dann praktisch, wenn sich die Einkünfte plötzlich ändern.

Tipp 6: Fortsetzung folgt – Anschlussfinanzierung einplanen

Die ersten zehn Jahre Zinsbindung nach Vollauszahlung des Darlehens sind geschafft. Dennoch gibt es in aller Regel noch einen Restschuldbetrag. Den begleicht man am besten mit einer Anschlussfinanzierung. Hierbei können Sie umschulden oder prolongieren. Unsere Berater helfen Ihnen dabei, die für Sie beste Variante zu finden.

Mit diesen sechs Tipps sind sie bestens aufgestellt, wenn Sie eine Baufinanzierung abschließen möchten. Sie haben weitere Detailfragen, zum Beispiel zum Eigenkapital oder der Zinsbindung? Dann besuchen Sie uns in einer unserer Filialen. Unsere Baufinanzierungsberater unterstützen Sie gerne in allen Belangen rund um die Baufinanzierung. In einem persönlichen Beratungsgespräch finden wir aus einem Pool von 250 Banken und Sparkassen das Angebot, das genau zu Ihnen passt. Stellen Sie hier Ihre kostenlose und unverbindliche Finanzierungsanfrage.

 

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