Sie sind schon Eigentümer und wollen Ihre Immobilie umbauen oder sich eine weitere kaufen? Dann könnte der Realkredit genau das Richtige für Sie sein. Mit günstigen Zinsen und schneller Bewilligung macht er die geplante Investition ganz einfach möglich. Welche Besonderheiten es bei dieser Finanzierungsform noch gibt, lesen Sie hier.

Perfekte Lage, genau die richtige Größe und ein verlockender Preis – kurz Traumhaus. Vor 30 Jahren ging es mit Kind und Kegel in die eigenen vier Wände. Mittlerweile ist das Eigenheim abbezahlt. Sohn und Tochter sind längst ausgezogen. Nun soll aus dem alten Kinderzimmer ein Hobbyraum werden und zusätzlich eine Einliegerwohnung entstehen. Aus eigener Tasche kann die Familie den Umbau nicht bezahlen. Sie braucht eine Finanzierung. Eine gute Lösung: der Realkredit. Denn dieser eignet sich nicht nur für Sanierungen oder die Anschaffung einer weiteren Immobilie, sondern auch für größere Umbauten.

Beim Realkredit handelt es sich um ein spezielles Immobiliendarlehen. Das Besondere: Die Kredithöhe bemisst sich am Wert der eigenen Immobilie. Darum muss das Objekt praktisch lastenfrei sein. Die persönliche Bonität spielt beim Realkredit also nur eine untergeordnete Rolle. Ganz anders als beim Personalkredit, dem herkömmlichen Immobiliendarlehen, das die Familie bei ihrer ersten Baufinanzierung genutzt hatte. Dort sind Merkmale wie die Höhe des Einkommens oder die allgemeine Vermögenssituation entscheidend.

Win-win-Situation: Niedrige Beleihungsgrenze trifft auf günstige Zinsen

Wie genau sieht so ein Realkredit nun aber aus? Er hat eine niedrige Beleihungsgrenze von höchstens 60 Prozent des Beleihungswertes, also dem Wert, den die Bank beim Verkauf der Immobilie jederzeit erzielen kann. Die niedrige Beleihungsgrenze ist für die Bank ein großer Vorteil. Denn dadurch, dass der Immobilienwert deutlich über der Darlehenssumme liegt, ist das lastenfreie Objekt eine ideale Absicherung. Hinzu kommt: Der Realkredit wird im Grundbuch an erster Rangstelle eingetragen. Im Fall einer Zwangsversteigerung würde die Bank deshalb mit als erster Gläubiger ihren Anteil von der Auktionssumme bekommenSomit ist der Realkredit für die Bank ein fast risikoloses Darlehen – und das zahlt sich auch für den Darlehensnehmer, in diesem Fall die Familie, aus. Denn die Bank gewährt beim Realkredit meist niedrigere Zinsen als beim Personalkredit. Außerdem wird das Darlehen schneller bewilligt. Die Laufzeit des Realkredits beträgt in der Regel 20 bis 30 Jahre.  Interessant für alle „Grenzgänger“: Besonders bei Auslandsimmobilien vereinfacht ein Realkredit die Finanzierung.

Wenn es etwas mehr sein darf: Realkreditsplitting

Höchstens 60 Prozent des Beleihungswertes – das reicht der Familie noch nicht, um die Umbaumaßnahmen abzudecken. Insgesamt bräuchte sie nämlich 80 Prozent des Beleihungswertes als Kredit. Was nun? Realkreditsplitting. So sind auch höhere Darlehenssummen möglich. Dabei schließt die Familie neben dem Realkredit noch ein weiteres Darlehen ab. Das ist meist ein herkömmlicher Personalkredit. Durch das Realkreditsplitting erhält die Familie dann 60 Prozent über den Realkredit und die weiteren 20 Prozent als normales Darlehen. So steht dem Umbau nichts mehr im Weg.

Sie planen eine umfassende Sanierung oder spielen mit dem Gedanken einer Zweitimmobilie? Dann könnte der Realkredit auch für Sie in Frage kommen. Unsere Baufinanzierungsberater zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben. Vereinbaren Sie einfach einen Termin.

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