Wohnungen sind in Deutschlands Städten knapp. Doch deshalb gleich alles zubauen? Keine gute Lösung. Eine neue Initiative sieht trotzdem noch Luft nach oben – im wahrsten Sinne des Wortes. Sie will mit zusätzlichen Stockwerken hoch hinaus. Wir zeigen, wie die Initiatoren das Projekt unter Dach und Fach bringen wollen.

Alles Gute kommt von oben – heißt es so schön. Diesen Spruch hat sich die neu gegründete Initiative „100 Tausend Dächer“ besonders zu Herzen genommen. Denn sie setzt voll auf sogenannte Dachaufstockungen. Mit zusätzlichen Etagen auf bestehenden Häusern ließe sich in Großstädten, Ballungsräumen und Universitätsstädten viel Wohnraum schaffen. Die Initiatoren berufen sich dabei auf eine Studie, die vor zwei Jahren veröffentlicht wurde. Demnach seien so über eine Million neue Wohnungen möglich.


Dachausbau soll leichter werden

Die Vorteile der Idee liegen der Initiative zufolge auf der Hand: zusätzliche Wohnungen in Innenstädten, kein neues Bauland nötig, Grünflächen bleiben erhalten, bestehende Verkehrsanbindungen können genutzt werden.

Doch ganz so einfach wäre der Turnaround im großen Stil nicht. Darum fordern die Initiatoren Länder, Kommunen und Bund auf, aktuelle Hürden abzubauen. Dazu zählen rechtliche Vorgaben wie die Pflicht, unter bestimmten Voraussetzungen einen Fahrstuhl einbauen zu müssen. Außerdem sollen künftig mehr finanzielle Anreize für Eigentümer und Investoren geschaffen werden.

Ob es bald mehr Eigentumswohnungen in guter Lage gibt, oder ob die Idee in der Luft zerplatzt, wird sich zeigen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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