Lukrative Neuerungen: Die KfW verbessert ihre Förder­pro­gramme

Alles neu macht der… Oktober?! Zumindest bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die staatliche Förderbank hat die Rahmenbedingungen mehrerer Programme verbessert. Was ab sofort gilt und welches KfW-Programm vorerst auf Eis liegt? Ein kurzer Überblick.

 

Sie machen fast jede Baufinanzierung ein gutes Stück günstiger: Fördermittel. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat davon gleich mehrere im Programm. So zum Beispiel das KfW-Programm 124. Dahinter verbirgt sich ein zinsgünstiger Kredit. Bis zu 50.000 Euro gab es höchstens. Ja, richtig, gab es. Denn die Darlehensobergrenze wurde am 1. Oktober 2019 auf 100.000 Euro verdoppelt. Gleichzeitig hat sich die Frist von vier auf zwölf Monate verlängert, in der keine Zinsen für die Bereitstellung des Kredites gezahlt werden müssen. Erst ab dem 13. Monat (nachdem die KfW die Darlehenszusage erteilt hat) werden also Bereitstellungszinsen fällig. Die liegen aktuell bei 0,15 Prozent pro Monat. Für Bauherren sind die neue Obergrenze und die längere Frist gleich zwei gute Nachrichten. Denn so können sie mehr Geld sparen. 

Zwei weitere Programme mit mehr „Freimonaten“

Was das Programm 124 jetzt attraktiver macht, gilt auch für zwei weitere Förderprogramme. Denn seit Oktober locken bei den KfW-Programme 159 (Altersgerecht Umbauen) und 167 (Ergänzungskredit Energieeffizient Sanieren) ebenfalls zwölf „Freimonate“. Sie zahlen also erst ab dem 13. Monat monatlich 0,15 Prozent auf den noch nicht abgerufenen Kreditbetrag.

Barrierefreie Modernisierungen gerade ohne Zuschüsse

Im Oktober gab es noch eine vierte Änderung bei der KfW. Sie betrifft das Programm 455-B. Hier winkt ein Investitionszuschuss von bis zu 6.250 Euro. Damit werden Modernisierungsmaßnahmen, die die Immobilie barrierefreier machen, unterstützt. Also zum Beispiel der Einbau eines Treppenlifts oder einer bodengleichen Dusche. 

Eine Förderung, die bei Eigenheimbesitzern scheinbar voll ins Schwarze trifft. Die Gelder sind vorerst ausgeschöpft. Die KfW nimmt keine Anträge mehr entgegen. Schon wieder. Bereits 2018 war der Run auf den Zuschuss so hoch, dass es zum Antragsstopp kam. Ob die Förderung in diesem oder dem kommenden Jahr noch einmal ins Rollen kommt? Das ist bisher unklar – und hängt davon ab, ob der Bundeshaushalt den Förderungstopf noch einmal auffüllt. 

Übrigens: Wer bereits eine Zusage von der KfW bekommen hat, kann aufatmen. Bereits geplante oder laufende Modernisierungen sind nicht betroffen.

Wenn Sie Fragen zu Förderungen der KfW oder anderen Fördermitteln haben, helfen Ihnen unsere persönlichen Baufinanzierungsberater gerne weiter. Vereinbaren Sie einfach einen kostenfreien Beratungstermin.

 

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