Kaufen oder bauen? Vor dieser Frage steht fast jeder künftige Eigenheimbesitzer. Unsere neue Serie soll Ihnen bei der Entscheidung helfen. Einleitend werfen wir in Teil 1 einen Blick auf die Gründe, die grundlegend in die Entscheidung für einen Kauf oder einen Neubau einfließen.

Für welche Objektart entscheiden sich Immobilienkäufer: Bestand oder Neubau? Mögliche Antworten liefern bald unsere neuen Marktreports „Immobilienfinanzierung Frankfurt“ und „Immobilienfinanzierung Berlin“. Darin erfahren Sie unter anderem, wie der typische Immobilienkäufer in beiden Metropolen aussieht und ob er sich für eine Bestandsimmobilie oder einen Neubau entscheidet.

Die Veröffentlichung der neuen Ausgaben ist ein guter Anlass, um verschiedene Immobilientypen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. In unserer neuen Serie stellen wir Ihnen deshalb fünf Objektarten vor – von der Eigentumswohnung bis zum Mehrfamilienhaus. Teil 1 klärt eine grundsätzliche Frage: Was spricht für einen Kauf, was für einen Neubau?

Wichtige Entscheidungskriterien im Detail

Am Anfang stehen künftige Immobilienbesitzer meist vor der gleichen Entscheidung: kaufen oder bauen. Dieser Punkt ist oftmals eine Herausforderung. Denn es sind gleich viele verschiedene Kriterien, die es zu berücksichtigen gilt. Um die für Sie persönlich richtige Wahl zu treffen, sollten Sie sich über folgende Aspekte Gedanken machen:

•Lage der Immobilie
•Größe der Immobilie
•Immobilientyp
•persönliche und familiäre Situation
•finanzielle Mittel
•Zeitaufwand
•Bereitschaft zur Planung und Eigenleistung

Lage der Immobilie: Eine erste Orientierung kann bereits die Lage liefern. Wollen Sie zum Beispiel zentral in einer Großstadt leben, ist der Bau eines Einfamilienhauses fast unmöglich. Hier liegt deshalb der Kauf eines bestehenden Objektes nahe.

Größe der Immobilie: Auch die Größe kann entscheidend sein. Der eine benötigt mehr Platz, der andere weniger. Je nachdem, wie viel Wohnraum Sie sich wünschen, kann so die Wahl auf einen Hauskauf oder einen Neubau fallen.

Immobilientyp: Eigentumswohnung, Doppelhaushälfte, Reihenhaus oder freistehendes Einfamilienhaus – die gewünschte Objektart kann neue Aufschlüsse bringen. Welcher Immobilientyp passt zu Ihnen ganz persönlich?

Persönliche und familiäre Situation: Die Entscheidung, ob es sich eher anbietet zu kaufen oder zu bauen, treffen die wenigsten Immobilienbesitzer alleine. Was sagen Ihr Partner oder Ihre Familie? Schließlich hat die Entscheidung Einfluss auf alle Beteiligten.

Finanzielle Mittel: Ihr Immobilienkauf oder -bau will gut finanziert sein. Deshalb fließt auch die Frage nach Ihren finanziellen Möglichkeiten in die Entscheidung mit ein. Denn je nach Immobilientyp fallen unterschiedliche Nebenkosten an, die bestenfalls aus eigenen Mitteln bestritten werden sollten. Während Sie beim Kauf einer Immobilie vielleicht Budget für Modernisierungen einplanen müssen, fallen beim Bau mitunter Kosten fürErschließung und Baugenehmigung an.

Zeitaufwand: Ihr Entschluss ist auch eine Frage der Zeit. Generell gilt: Kaufen geht schneller als bauen. Das muss aber nicht immer so sein. Denken Sie bei einer Bestandsimmobilie an den Zeitaufwand für einen Umbau oder für eine Sanierung. Bauen Sie, kann das mehrere Monate dauern. Schneller geht es zwar mit Fertighäusern, aber auch diese sind erst nach ein paar Monaten bezugsfertig.

Bereitschaft zur Planung und Eigenleistung: Bei Bestandsimmobilien haben Kaufinteressenten ihr künftiges Zuhause direkt vor Augen. Ein Vorteil für all diejenigen, die nicht viel planen möchten. Allerdings können Sie sich hier auch nur bedingt kreativ entfalten. Denn Sie können nur so viel verändern, wie es das Objekt zulässt. Deutlich mehr Gestaltungsfreiheiten haben dagegen Bauherren, die das komplette Eigenheim entsprechend den eigenen Vorstellungen entstehen lassen können. Und wer handwerklich geschickt ist, will sich vielleicht auch in seinem Hausbau so viel wie möglich verwirklichen. Da rückt der Kaufgedanke in den Hintergrund.

Teil 2 unserer Serie widmet sich ganz der Eigentumswohnung. Was muss geplant werden? Welche Kosten entstehen? Gibt es finanzielle Förderungen? Schon bald zu lesen im zweiten Teil.

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