Gute Nachrichten für alle Immobilienkäufer: Der Bundesgerichtshof erleichtert Darlehensnehmern den Wechsel zu einer günstigeren Bank. Worum es im Rechtsstreit ging und was das Urteil für Kreditnehmer bedeutet, haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Bei der jetzigen Bank bleiben oder zu einer anderen wechseln? Diese zwei Möglichkeiten haben Immobilienkäufer bei der Anschlussfinanzierung. Oft entscheiden sie sich für einen neuen Kreditgeber, weil die Konditionen günstiger sind.

Darum ging es vor dem BGH

Im nordrhein-westfälischen Steinfurt beschäftigte genau so ein Wechsel des Kreditinstituts nun Deutschlands höchstes Gericht, den Bundesgerichtshof (BGH). Eine örtliche Sparkasse verlangte für den Aufwand, den sie hatte, weil ein Darlehensnehmer sich für ein anderes Kreditinstitut entschied, eine Gebühr von 100 Euro. Doch das darf sie nicht, urteilte der BGH am 10. September 2019 (Aktenzeichen XI ZR 7/199). Demnach müssen Bankkunden keine Gebühr zahlen, wenn sie Immobilienkredite bei einer anderen Bank umschulden lassen. Der Aufwand der Bank für diesen sogenannten Treuhandauftrag sei mit dem Zins abgegolten, begründete das Gericht.

Ein wichtiges Urteil für die Anschlussfinanzierung

Und wie geht es jetzt für den Immobilienbesitzer weiter? Ihm und anderen betroffenen Kunden könnten Erstattungsansprüche zustehen, erklärte der Bundesverband der Verbraucherzentrale. Der Verband hatte den Fall vor Gericht gebracht. Er findet, dass das Urteil für die gesamte Branche wichtig ist. Darum rät er auch Kunden von anderen Banken und Sparkassen, zu prüfen, ob sich das Urteil des BGH auf ihre Treuhandgebühren übertragen lässt.

In jedem Fall hat der BGH mit seinem Urteil das Kundenrecht bei der Anschlussfinanzierung gestärkt. Wenn auch Sie auf der Suche nach einer neuen Finanzierung sind, stellen Sie uns ganz einfach eine unverbindliche Anfrage.

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