Sie mögen Neubauten, haben mehr Geld und entscheiden sich für deutlich kleinere Wohnungen. Bei den Frankfurter Immobilienkäufern hat sich in den letzten zwei Jahren einiges getan. Wir zeigen die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Ein großes Eigenheim in Frankfurt? Das war einmal. Heute entscheiden sich Immobilienkäufer für kleinere Immobilien. Im Vergleich zu 2017 sind solche Objekte einer der Top-Trends. Vor zwei Jahren waren die typischen eigenen vier Wände 129 Quadratmeter groß. Derzeit sind es nur noch 94 Quadratmeter. Das geht aus unserem aktuellen „Marktreport Immobilienfinanzierung Frankfurt / Rhein-Main“ hervor.

Käufer in Frankfurt greifen häufiger zu Neubauten

Für die kleinere Immobilie legen die Käufer heute 541.300 Euro auf den Tisch – über 200.000 Euro mehr als 2017. Damals zahlten sie 335.500 Euro. Am liebsten gaben sie das Geld für eine Bestandsimmobilie aus. 55 Prozent der Käufer entschieden sich für bestehende Häuser und Wohnungen. Aktuell sind Neubauten gefragter – und vor allem verfügbar auf dem Markt.

Immer mehr Besserverdiener kaufen Immobilien

Nicht nur die Preise sind gestiegen, sondern auch das Einkommen. Bei 4.400 Euro lag das durchschnittliche Haushaltseinkommen der Käufer 2017. Momentan sind es 6.000 Euro – 1.600 Euro mehr. „Dabei hat mittlerweile jeder vierte Käufer in Frankfurt ein Einkommen von mehr als 8.000 Euro“, berichtet unser Vorstand Ditmar Rompf. „2017 zählte nur jeder elfte zu dieser Gruppe der Besserverdiener.“

Eigenkapital um 72 Prozent höher

Wer mehr verdient, könnte theoretisch mehr Eigenkapital einbringen. Und genau das macht der typische Frankfurter Eigennutzer auch. Aktuell bringt er 144.000 Euro Eigenkapital mit. 72 Prozent mehr als 2017. Da waren es nämlich noch 84.000 Euro. Warum das Eigenkapital steigt? Für Ditmar Rompf ist dies eine Folge des Preisbooms. „Da die Kaufpreise so hoch sind, müssen die Kunden mehr Eigenkapital aufbringen, um sich die monatliche Rate von durchschnittlich 1.575 Euro leisten zu können. Wer in seine Baufinanzierung mehr eigene Mittel einbringt, bekommt außerdem bessere Darlehenskonditionen bei den Banken und Sparkassen. Das kann beispielsweise ein niedrigerer Zinssatz sein.“

Immobilien im Fokus internationaler Käufer

Eine weitere Erkenntnis des neuen Marktreports: Mittlerweile stammt jeder dritte Käufer (37 Prozent) aus dem Ausland. 2017 war es noch jeder fünfte (22 Prozent). „Das zeigt den internationalen Stellenwert Frankfurts und die Auswirkungen des nahenden Brexits“, erklärt Ditmar Rompf. „Mehrere Firmen sind aus Großbritannien nach Frankfurt umgezogen. Deren Angestellte suchen nun hier nach Wohnraum.“

Sie haben Lust auf noch mehr Insights? Sie können den kompletten Marktreport mit Zahlen zu den typischen Eigennutzern und Kapitalanlegern in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet hier downloaden. Viel Spaß beim Lesen.

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