Family goes Eigenheim: Mit dem geplanten Baukindergeld hilft der Staat Familien beim Hauskauf und -bau. Mehrere Tausend Euro kann jeder normalverdienende Haushalt bekommen. Ab August soll das Geld fließen. Und auf bayerische Bauherren und Immobilienkäufer warten sogar extra Schmankerl.

Es war ruhig geworden ums Baukindergeld. Seit SPD, CDU und CSU Anfang Februar den Koalitionsvertrag beschlossen hatten, gab es kaum Neues. Monatelang warteten Bauherren und Immobilienkäufer vergeblich auf Updates. Doch nun kommt endlich wieder Bewegung in das Thema: Die Politik scheint sich auf wesentliche Eckpunkte geeinigt zu haben. Allerdings gibt es noch kein Gesetz oder feste Förderrichtlinien. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Baukindergeld im Überblick.

Wer kann Baukindergeld beantragen?

Ganz klar im Fokus des Baukindergeldes: Familien mit geringem Einkommen. Wer zum ersten Mal eine neue Immobilie baut oder eine bestehende kauft, kann die staatliche Förderung beantragen. Dabei gibt es bisher nur wenige Bedingungen. Eine Voraussetzung ist das zu versteuernde Jahreseinkommen, das im Steuerbescheid steht. Paare sollten in den letzten beiden Jahren vor Antragstellung nicht mehr als durchschnittlich 75.000 Euro verdient haben. Dazu kommt ein Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind. So liegt beispielsweise die Einkommensgrenze einer dreiköpfigen Familie bei 90.000 Euro. Gibt es zwei Kinder in der Familie, steigt die Grenze auf 105.000 Euro.

Weitere Bedingungen: Die Kinder müssen jünger als 18 Jahre sein und im Eigenheim leben. Noch mehr Vorgaben gibt es bislang nicht.

Wie hoch ist die Förderung?

Je mehr Nachwuchs, desto höher das Baukindergeld: So lautet das Motto. Pro Kind erhalten Familien 1.200 Euro jährlich – und das über zehn Jahre. Macht insgesamt 12.000 Euro. Familien mit zwei Kindern können sich zum Beispiel über insgesamt 24.000 Euro freuen. Viel Geld, das einen dem Traum vom Eigenheim näherbringt.

Wo und ab wann kriege ich das Baukindergeld?

Wo und ab wann das Baukindergeld beantragt werden kann, steht noch nicht genau fest. Wahrscheinlich können Familien die Förderung ab August 2018 bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) anfordern. Der Antrag gilt dann rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres – für Kaufverträge und Baugenehmigungen, die seit Jahresanfang geschlossen bzw. erteilt wurden. Das Baukindergeld soll bis zum 31.12.2020 beantragt werden können.

Was bringt das Baukindergeld bei der Baufinanzierung?

Familien können sich durch das Baukindergeld auf deutliche Vorteile bei der Baufinanzierung freuen. So hat der Immobilienverband IVD errechnet, dass bei einem Darlehensvolumen von 100.000 Euro ein monatlicher Kreditratenvorteil von bis zu 24 Prozent möglich ist. Bei einem 270.000-Euro-Darlehen sparen Bauherren und Immobilienkäufer bis zu zehn Prozent bei den monatlichen Raten.

Übrigens: Das Baukindergeld ist ein Zuschuss und kein Kredit. Damit muss es nicht zurückgezahlt werden. Außerdem lässt es sich wie ein Bausparvertrag als Sicherheit einbringen. Ein erfahrener Baufinanzierungsberater hilft Ihnen, das Baukindergeld optimal in Ihrer Baufinanzierung zu berücksichtigen. Testen Sie es aus und machen Sie einen kostenfreien, unverbindlichen Termin mit einem unserer Experten.

Was hat es mit dem bayerischen Baukindergeld auf sich?

Anders als der Name vermuten lässt, hat das sogenannte „Baukindergeld Plus“ in Bayern nichts mit dem bundesweiten Baukindergeld zu tun. Es ist eine Sonderförderung der bayerischen Landesregierung. Diese sieht für Familien zusätzlich 300 Euro pro Kind und Jahr vor – ebenfalls über zehn Jahre. Bayerische Familien könnten so insgesamt 3.000 Euro extra bekommen.

Außerdem plant die Regierung in Bayern zwei weitere Förderungen: eine Eigenheimzulage (einmalig 10.000 Euro, ab September 2018) und ein Sanierungsprogramm (zinsgünstiges Darlehen plus 100 Euro Zuschuss je Quadratmeter). Beides soll unabhängig vom Familienstand beantragt werden können. Heißt: Auch Alleinstehende oder kinderlose Paare profitieren von den Förderungen. Tolle Aussichten für die zweite Jahreshälfte.

 

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