| Philipp Burk

6 Fehler, die Sie bei der Baufi­nan­zierung vermeiden sollten

Niedrige Zinsen bedeuten gute Zeiten für die Immobilienfinanzierung. Wer die derzeit günstigen Bedingungen nutzen möchte, kann eigentlich nichts falsch machen. Oder? Wir zeigen, welche Fallstricke auf dem Weg zur Baufinanzierung lauern – und wie Sie die typischen Fehler umgehen.

 

Auf in die eigenen vier Wände: Der Lebenstraum Eigenheim steht gerade unter einem günstigen Stern. Niedrigen Zinsen sei Dank. Aber nicht zu voreilig. Bei diesem wichtigen Schritt gibt es einiges zu beachten. Wer sich gut informiert und für die passende Baufinanzierung entscheidet, kann eine Menge Geld sparen – und kommt um teure Pannen bei der Planung herum. Hier sind sechs typische Fehler, die bei der Finanzierung passieren können.

1. Nicht genug Eigenkapital einbringen

Bei so niedrigen Zinsen kann sich fast jeder ein Eigenheim leisten. Im Grunde spricht nichts dagegen. Doch anstatt jetzt spontan eine Immobilie zu kaufen, heißt es: langfristig denken. Stichwort Eigenkapital. Das gibt Sicherheit und ist in den meisten Fällen die Basis für eine individuelle Baufinanzierung. Das Gute: Als Eigenkapital gilt mehr, als man im ersten Moment denkt. Das können zum Beispiel die Zahlungen in die Riester-Rente oder staatliche Förderungen sein.

2. Nebenkosten nicht einkalkulieren

Nicht nur, wenn das Haus gebaut oder der Kaufvertrag unterzeichnet wird, kostet das. Auch Steuern fallen an. Zum Beispiel an Städte und Gemeinden. Und da hört es längst nicht auf: Durchschnittlich machen die Baunebenkosten etwa 15 % der Gesamtkosten aus. Ein wichtiger Punkt, den man bei der Baufinanzierung unbedingt im Auge behalten sollte.

3. Tilgung zu niedrig ansetzen

Ein niedriger Tilgungssatz sieht verlockend aus. Eine Mindesttilgung von nur einem Prozent der Kreditsumme im Jahr hält schließlich auch die Monatsrate besonders niedrig. Nachteil: Es dauert länger, bis Sie schuldenfrei sind. Und wer möchte seinen Kredit schon 60 Jahre abbezahlen? Wenn Sie sich stattdessen für einen höheren Tilgungssatz entscheiden, kommen Sie viel schneller ans Ziel. Denn so kann man von Anfang an einen größeren Anteil seines Darlehens tilgen. Und außerdem sind so günstigere Konditionen bei einer Anschlussfinanzierung drin.

4. Bereitstellungszinsen unterschätzen

Die Finanzierung ist geklärt, doch Kaufverhandlungen und Hausbau ziehen sich noch hin. In solchen Fällen verlangen Banken oft Bereitstellungszinsen. Hintergrund: Kreditinstitute können das Geld, das Sie Ihnen für das Eigenheim zurückhalten, nicht anders gewinnbringend nutzen. Diese „Strafzinsen“ sollten Sie nicht unterschätzen. Handeln Sie am besten schon bei der Finanzierung niedrige Bereitstellungszinsen aus. Oder vereinbaren Sie einen möglichst langen Zeitraum ohne Bereitstellungszinsen. Einige Banken schenken Ihnen bis zu zwölf Monate Karenzzeit.

5. Keine staatliche Förderung beantragen

Ob KfW-Kredite oder Baukindergeld: Mit einer staatlichen Förderung lässt sich bares Geld sparen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Was möglich ist und zu Ihnen und Ihrer Situation passt, weiß ein Baufinanzierungsexperte.

6. Keinen Überblick haben

Staatliche Förderungen, Bereitstellungszinsen oder Eigenkapitalanteil: Die Unterschiede bei den verschiedenen Baufinanzierungen können groß sein – und sich für jeden anders auswirken. Deshalb sollten Sie möglichst viele Angebote von Banken einholen. Ein Baufinanzierungsexperte kann dann entscheiden, welches Angebot das Beste für Sie ist. Denn auch was auf den ersten Blick optimal erscheint, lässt sich manchmal noch toppen. Vergleichen lohnt sich also immer. Hüttig & Rompf unterstützt Sie dabei gerne. Und das sogar kostenfrei. Machen Sie einfach einen Termin und lassen Sie sich unverbindlich beraten.
 

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