Von A wie Annuitätendarlehen bis Z wie Zinsbindung gibt es bei der Baufinanzierung einiges zu berücksichtigen. In jedem Fall lohnt es sich, sich ausführlich und individuell zur eigenen Baufinanzierung beraten zu lassen. Zur Vorbereitung dieses Gesprächs kann ein Baufinanzierungsplan helfen. Wir haben Ihnen folgende Liste zum Abhaken der wichtigsten Punkte zusammengestellt:

1. Haushaltsplan aufstellen: Für den ersten Überblick vor einem Hauskauf sollte ein Plan über die Finanzen des Haushaltes aufgestellt werden, der all Ihre jetzigen Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt. Nur so ist es möglich Ihren individuellen Spielraum bei der Baufinanzierung und den monatlichen Darlehensbetrag für die spätere Finanzierung festlegen zu können. Einen groben Überblick bietet Ihnen auch unser Kauf- und Mietrechner.

2. Ihr Eigenkapital einbeziehen: Ob Ihnen etwaige Vergünstigungen zustehen hängt unter anderem von möglichen fälligen Bausparverträgen, Erbschaften oder eigenen Rücklagen auf Ihrem Sparkonto ab - denn vorhandenes Eigenkapital senkt den Zinssatz, den die Bank Ihnen anbieten wird.

3. Gesamtkosten berechnen: Der berechnete finanzielle Spielraum inklusive des eingebrachten Eigenkapitals ergibt die mögliche Investitionssumme. Der Darlehensbedarf ergibt sich aus dem Kaufpreis zuzüglich weiterer Nebenkosten wie den Gebühren für Notar, Makler oder das Finanzamt. Demnach ergibt sich aus den Gesamtaufwendungen, den vorhandenen Eigenmitteln und dem monatlichen Spielraum, die Höhe des benötigten Darlehens.

4. Zeitlichen Rahmen setzen: Eine Finanzierung kann je nach Bedarf der Darlehenssumme und der Tilgungsoptionen unterschiedlich lange dauern - deshalb sollten Sie individuell festlegen, wie lange Ihre Baufinanzierung dauern darf.

5. Unterschiedliche Darlehensformen verstehen: Der Klassiker unter den Baufinanzierungen ist und bleibt das Annuitätendarlehen, dass sie mit unserem Annuitätenrechner bequem berechnen können – immer gleiche Monatsraten über die gesamte, festgelegte Laufzeit des Kredits mit Zinsbindungen von bis zu 30 Jahren. Andere Varianten sind zum Beispiel das Bauspardarlehen oder das Festdarlehen. Bei allen Varianten unterscheiden sich Risiko, Sicherheit, Zinsbindung und Tilgungsvarianten. Eine ausführliche Beratung eines Baufinanzierungsexperten ist deshalb auch hier ratsam.

6. Verfügbare Fördermittel einplanen: Eine Baufinanzierung besteht oftmals aus einem Hauptdarlehen und einem Förderdarlehen, das deutlich günstigere Konditionen beinhaltet. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet beispielsweise zinsgünstige KfW-Darlehen an, mit denen Sie beim Kauf Ihres Eigenheims subventioniert werden können. Wohn-Riester, sowie weitere Förderprogramme von Städten und Gemeinden sind andere Anlaufstellen für Wohnungsbauförderungen. Informieren Sie sich rechtzeitig über Ihre Möglichkeiten.

7. Tilgungsplan: Nach dem Zusammenstellen Ihres Finanzierungsplans nach individuellen Vorgaben liegt ein vollständiger Tilgungsplan vor, den Sie sich in jedem Fall aushändigen lassen sollten. Der Plan gibt Aufschluss über die monatliche Zinsbindung, anfallende Raten und Kosten, sowie die Restschuld und die Zinskosten.

Das Vergleichen der vielen Alternativen und das Vereinbaren der Termine bei unterschiedlichen Banken, um das für Sie beste Angebot rauszufinden, kann durchaus zeitaufwendig sein. Sie können viel Zeit und viele Wege sparen, wenn Sie sich auf Ihre Baufinanzierungsexperten verlassen, die Ihnen einen individuellen und kostengünstigen Baufinanzierungsplan vorlegen können.