Ein Immobilienkredit dient dazu, ein Haus oder eine Wohnung zu sanieren oder zu modernisieren. Er ist von einer Baufinanzierung zu unterscheiden, die für den Kauf einer Immobilie verwendet wird. Ob ein Immobilienkredit die richtige Wahl ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Wer sich nicht sicher ist, ob dieser Kredit für eine Finanzierung geeignet ist, lässt sich am besten persönlich von einem Baufinanzierungsspezialisten beraten. Ein Fachmann findet anhand von gezielten Fragen schnell heraus, wie sich ein Projekt am besten finanzieren lässt.

Ein zweckgebundener Kredit für Modernisierungen

Der Immobilienkredit ist eine vergleichsweise günstige Finanzierung, wenn die Kreditsumme zwischen 25.000 Euro und 50.000 Euro beträgt und wenn mit dem Geld eine Immobilie saniert und/oder modernisiert werden soll. Wichtig ist, dass es sich hier um eine zweckgebundene Finanzierung handelt. Das bedeutet, der Kreditnehmer kann sich von dem Geld zum Beispiel kein Auto kaufen, eine Reise finanzieren oder ein überzogenes Konto umschulden. Dazu müsste er einen Ratenkredit ohne vorgegebenen Verwendungszweck aufnehmen. Ein Immobilienkredit ist durch die Zweckbindung meist recht günstig. Ein Verbraucherkredit in vergleichbarer Höhe ist in der Regel nur zu höheren Zinsen erhältlich. Das liegt daran, dass hinter einem Immobilienkredit ein Investment steht, das durch die Modernisierung noch an Wert gewinnt. Doch welche Unterlagen benötigt der Kreditnehmer, wenn er einen Immobilienkredit beantragen will?

Einkommensnachweis und Schufa erforderlich

Für die Beantragung des Kredits ist vor allem ein Nachweis der Bonität des Kreditnehmers erforderlich. Diese wird mit Hilfe der letzten zwei bis drei Gehaltsabrechnungen und mit einem Auszug aus der Schufa belegt. Anhand der Abrechnungen prüft die Bank, ob der Kreditnehmer in einem festen Arbeitsverhältnis steht und ein regelmäßiges Einkommen erhält. Es sollte sich unbedingt um einen unbefristeten Arbeitsvertrag handeln, die Probezeit sollte beendet sein. Damit hat die Bank die Sicherheit, dass der Kreditnehmer mindestens bis zum Ende der Kreditlaufzeit ein geregeltes Einkommen bezieht. Wird der Kredit von einem Selbständigen beantragt, sind meist weitere Unterlagen erforderlich. Viele Banken verlangen dann eine aktuelle Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder eine Bilanz als Nachweis über das regelmäßige Einkommen. Meist sind dann außer den aktuellen Unterlagen auch die Dokumente der letzten beiden Vorjahre gefordert.

Zum Nachweis der Bonität gehört auch ein aktueller Auszug aus der Schufa. In der Schufa sind kreditrelevante Vorgänge aufgeführt. Es handelt sich zwar um eine rückwärts gerichtete Betrachtung, doch die finanzierende Bank beurteilt anhand der Daten aus der Vergangenheit, ob der Kreditnehmer seine Zahlungsverpflichtungen in der Zukunft aller Voraussicht nach zuverlässig erfüllt. Insbesondere sollten keine negativen Daten wie ein Mahn- oder Vollstreckungsbescheid in der Schufa stehen. Sie sind für die Bank ein sicherer Grund, die Kreditanfrage abzulehnen. Weiterführende Unterlagen zur Immobilie selbst oder zur geplanten Sanierungsmaßnahme sind bei einem Immobilienkredit in der Regel nicht vorzulegen. Auch dadurch unterscheidet sich diese Finanzierung von einer Baufinanzierung.

Fazit: Für die Beantragung sind wenige Unterlagen erforderlich

Wer einen Immobilienkredit für die Sanierung oder die Modernisierung einer Immobilie aufnehmen will, benötigt dazu die letzten zwei bis drei Gehaltsabrechnungen, eine aktuelle Kopie des Personalausweises und einen neuen Auszug aus der Schufa. Unterlagen zur Immobilie oder zur geplanten Modernisierung sind nicht nötig.