Welche Rolle spielt das Einkommen bei der Kredithöhe?

Um eine Baufinanzierung zu ermöglichen, benötigen die meisten Interessenten ein entsprechendes Darlehen. Dabei kann die Höhe eines Kredits nicht in beliebiger Höhe gewählt werden. Der Kreditgeber möchte sicherstellen, dass der Darlehensnehmer auch in der Lage sein wird, die zugehörigen Raten zuverlässig zurückzuzahlen.

Er verlässt sich demnach nicht auf die Selbsteinschätzung des Kunden zu seinen individuellen Möglichkeiten und der damit verbundenen Zahlungsfähigkeit, sondern ermittelt eine geeignete Kredithöhe. Dabei hat die Höhe des Einkommens, neben dem bestehenden Eigenkapital, eine zentrale Funktion. Relevant ist hier jedoch nicht der Verdienst an sich, sondern lediglich der Betrag, der tatsächlich frei verfügbar ist.

Einnahmen versus Ausgaben

Um selbst einschätzen zu können, welche Kredithöhe in den persönlichen Alltag passt, sollten zunächst die Einnahmen den bestehenden Ausgaben gegenübergestellt werden. Die Verbraucherzentrale rät im Sinne einer Grundsatzempfehlung dazu, die Kreditrate nicht höher werden zu lassen, als dauerhaft tragbar ist. Es sind nicht nur die Fixkosten im Rahmen der aktuellen Lebenssituation zu berücksichtigen, sondern auch Zukunftsplanungen und das Überbrücken eventueller Einkommensausfälle.

Um die Ausgaben zu erfassen müssen alle Beträge, die innerhalb eines Monats zu zahlen sind, berücksichtigt werden. Falls Jahresgebühren in Form von Quartals- oder Einmalzahlungen hinzukommen, werden sie anteilig für den Monat berechnet. Klassische Ausgaben sind vor allem Miete, Lebensmittel, Strom, Smartphone, Internet, Auto, GEZ, Freizeitgestaltung und Bekleidung. Auch Taschengeld für Kinder, Mitgliedsbeiträge und regelmäßige Spenden gehören zu den Kosten.

Seriöse Kreditgeber definieren als allgemeinen Richtwert die 40-60-Regel. Hiernach können 40 Prozent eines vorhandenen Nettoeinkommens für den Kredit eingeplant werden. Die verbleibenden 60 Prozent stehen für die monatlichen Lebenshaltungskosten zuzüglich unvorhergesehener Auslagen zur Verfügung. Darüber hinaus wird der SCHUFA Score herangezogen, um die Bonität des Kreditnehmers zu prüfen.

Die Darlehensberechnung

Das Einkommen ist bei einer Kreditgewährung in der Regel die einzige Sicherheit für den Kreditgeber. Aus diesem Grund wird üblicherweise der Kredit durch eine Abtretung des Gehaltes besichert. Die Einkommenssicherheit muss hierbei durch einen unbefristeten Arbeitsvertrag nachprüfbar gewährleistet werden. Für eine Kreditentscheidung ermittelt der Kreditgeber in der Regel den monatlich verfügbaren Einkommensbetrag anhand eines Einnahmen- und Ausgabenbereichs der vergangenen drei Monate. Der Differenzbetrag bildet die Summe ab, die monatlich zur Darlehensfinanzierung verwendet werden kann. Auch eine Kostenpauschalierung ist als Berechnungsgrundlage möglich.

Bei der Ermittlung des konkreten Betrags, der als Kredit für einen bestimmten Verdienst denkbar ist, kann ein sogenannter Kreditrechner verwendet werden. Mit dessen Hilfe lassen sich sowohl die Höhe eines Darlehens planen als auch die monatlich zu leistende Rate. Ein seriöser Rechner ist mit keinerlei Verpflichtungen verbunden, funktioniert vollständig anonym und ermöglicht unterschiedliche Informationsoptionen. Interessenten können entweder die geplante Kreditsumme eingeben oder aber die gewünschte Rückzahlungsrate beziehungsweise die Laufzeit.

Fazit

Um herauszufinden, welcher Kreditbetrag zum vorhandenen Einkommen passt, muss zunächst die monatlich frei verfügbare Einkommenshöhe ermittelt werden. Ein Darlehen, das diese nicht berücksichtigt, gilt als nicht seriös. Ein Online-Kreditrechner offeriert hierzu vielfältige Berechnungsmöglichkeiten, beispielsweise in Bezug auf Darlehens- und Ratenhöhe, Haushaltsausgaben und Ratenanzahl.

Bei Fragestellungen zum Thema Kreditrahmen und Einkommenshöhe bei einer Baufinanzierung ist eine persönliche Beratung sinnvoll und hilfreich. Die Experten der Hüttig & Rompf AG stehen hierfür gerne zur Verfügung.