Regelungen für das Baukin­dergeld in 2021

Entgegen der ursprünglichen Planung erhalten Familien auch in 2021 das Baukindergeld für die eigene Immobilie. Seit dem Start 2018 gewährte die KfW Beihilfen in Höhe von 6,125 Milliarden Euro. Wer im neuen Jahr davon profitieren will, muss bei der Antragstellung einiges beachten.

Zunächst einmal: Die grundsätzlichen Voraussetzung für den Bezug des Baukindergelds haben sich nicht geändert. Das Baukindergeld erhält nur, wer den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände finanzieren will, mindestens ein Kind hat und ein Haushaltseinkommen von maximal 90.000 Euro bei einem Kind und 15.000 Euro für jedes weitere Kind nachweisen kann. Doch mit der Verlängerung hat die KfW auf Ihrer Website neue Informationen zur Beantragung des Baukindergelds veröffentlicht.  

Demnach muss die Baugenehmigung oder der Kaufvertrag für das neue Eigenheim auf spätestens den 31.03.2021 datiert sein. Später unterzeichnete Verträge können nicht mehr gefördert werden. Wichtig: Wegen der Änderung der Produktbedingungen bittet die KfW alle, die ihren Kaufvertrag vom 01.01.2021 bis zum 21.01.2021 unterzeichnen und auch in diesem Zeitraum in die Immobilie einziehen, die Anträge erst ab dem 22.01.2021 zu stellen. Für alle anderen gilt wie bisher, dass der Antrag auf Förderung innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Einzug gestellt werden muss. Hierbei sind 2021 die Steuererklärungen der Jahre 2019 und 2018 maßgeblich. Einfache Lohnsteuerbescheinigungen können leider nicht als Berechnungsgrundlage herangezogen werden. 

Ab dem 22.01. werden zudem weitere, zusätzliche Kriterien wirksam: 

1. Bereits bestehendes Eigentum führt zum Ausschluss von der Förderung, wenn es 

a) beim Erwerb von Bestandsbauten am Tag der Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags 

b) bei Neubauten am Tag der Ausstellung der Baugenehmigung 

c) bei nicht genehmigungspflichtigen Neubauvorhaben am Tag des frühestmöglichen Baubeginns für die neu erworbene oder neu geschaffene Wohnimmobilie vorhanden war. 

2. Die Genehmigung ist an die Einhaltung einer Dreimonatsfrist gekoppelt. Sofern alle Nachweisdokumente nicht spätestens 3 Monate nach Antragsbestätigung im KfW-Zuschussportal hochgeladen werden, ist eine Förderung mit dem Baukindergeld nicht möglich. 

3. Die Geburt eines weiteren Kindes in dem Zeitraum zwischen der Meldebestätigung und Antragsstellung muss mit der Geburtsurkunde nachgewiesen werden. 

4. Handelt es sich um einen nicht genehmigungspflichtigen Neubau und liegen somit keine Dokumente einer Baubehörde vor, ist eine Selbsterklärung einzureichen, dass der frühestmögliche Baubeginn zwischen 01.01.2018 und 31.03.2021 lag. 

5. Die Raten des Baukindergelds werden in den folgenden neun Jahren zum Monatsende desselben Monats wie die Erstauszahlung überwiesen. 

Wer das Förderinstrument nutzen möchte, sollte sich also beeilen. Denn eine weitere Verlängerung des Baukindergelds wird zwar diskutiert, steht ansonsten aber in den Sternen. Alle Informationen zum Baukindergeld finden Sie unter www.kfw.de

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