Micro-Living: Kleiner Wohnraum mit großen Chancen

Was früher die Studentenbude war, ist heute das Micro-Living-Apartment: Leben auf durchschnittlich 20 bis 35 Quadratmetern. Zwar sind Studierende mit 54 % aller Mieter immer noch die Hauptzielgruppe, doch der Trend erreicht immer mehr Bevölkerungsschichten und wurde selbst durch die Corona-Pandemie nur kurzzeitig gestoppt. Planern, Investoren, Eigentümern, Betreibern und Verwaltern von Appartmenthäusern eröffnen sich somit auch in Zukunft viele Chancen – wir geben Ihnen einen Überblick.

Warum ist Micro-Living so beliebt?
Der wichtigste Grund ist natürlich, dass Wohnraum in deutschen Zentren knapp und teuer ist. Hinzu kommen ein hoher Anteil an Single-Haushalten und Pendlern – letztere sind Ausdruck eines immer mobiler werdenden Arbeitsmarkts. Nicht zuletzt befeuert der Trend zu mehr Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und urbaner Gemeinschaft die Nachfrage. So wird der kleine private Wohnraum in vielen Appartmentkomplexen häufig durch gemeinschaftlich genutzte Dachgärten, Küchenlounges, Arbeitsräume und Waschsalons ergänzt. Je nach Anbieter steht den Bewohnern sogar ein Hausmeisterservice oder ein Fitnessstudio zur Verfügung. „Sharing is caring“ – auch beim Wohnen.

Ideal zum Aufbau eines Vermögensportfolios
Neben mangelnder  Investitionsalternativen sind Mikroappartments der ideale Einstieg zum Aufbau eines Vermögensportfolios. Die Investitionssumme ist relativ gering und das Risiko überschaubar. Liegt das Objekt zudem in zentraler, gut angebundener Lage in einem Ballungszentrum, ist die Vermietung kein Problem und das Wertsteigerungspotenzial sehr interessant.

Renditestarke Ergänzung des Portfolios
Ob Studenten-, Business- oder Serviced Apartments – breit aufgestellte Immobilienportfolios mit hochwertigen Assets im Bereich Micro-Living haben beste Chancen, europaweit renditestarke Anlageobjekte zu werden. Dabei gilt es insbesondere auf Ausstattung und Lage der Apartments zu achten, auf variable und zukunftssichere Nutzungskonzepte sowie auf ihr Renditepotenzial. Hierbei liegen Micro-Apartments, die auf Zeit vermietet werden, langfristig vorne.

Corona wird den Trend nicht stoppen
In der Corona-Krise stagnierten die Mieten und Immobilienpreise oder gingen sogar leicht zurück. Auch Kurzarbeit, Reisebeschränkungen und der Ausfall von Präsenzveranstaltungen an Hochschulen beeinflussten die Nachfrage nach Mini-Apartments negativ. Experten sind jedoch überzeugt, dass das nur von kurzer Dauer sein wird. Felix Embacher, Bereichsleiter Micro-Living beim Analysehaus bulwiengesa, stimmt dem zu: „Grundsätzlich bleibt die Lücke zwischen Wohnraumangebot und -nachfrage insbesondere bei kleineren Wohnungen in Großstädten bestehen. Der Trend hin zu Micro-Living ist langfristig intakt, auch wenn die Nachfrage kurzfristig stockt.“ Auch der Marktreport der Initiative Micro-Living – ein Zusammenschluss von elf Gründungsunternehmen, die Apartmenthäuser mit 20.000 Mini-Wohnungen als Eigentümer oder Verwalter betreiben – kommt zu einem sehr positiven Ergebnis: 84 % der Umfrage-Teilnehmer sind überzeugt, dass sich der Micro-Living-Boom fortsetzen wird.  

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