| Trends | Philipp Burk

Die Preise wachsen, und wachsen, und wachsen, und...

Mit der Pandemie kam in allen Bereichen der Wirtschaft die Angst vor dem Schock, natürlich auch in der Immobilienbranche. Nach nunmehr vier Monaten, in denen wir mit der Pandemie leben, konstatiert das Onlineportal Immowelt in einer großen Umfrage, dass besagter Schock bisher ausblieb – laut der Umfrage ist das Gegenteil der Fall.

Mit der Pandemie kam in allen Bereichen der Wirtschaft die Angst vor dem Schock, natürlich auch in der Immobilienbranche. Nach nunmehr vier Monaten, in denen wir mit der Pandemie leben, konstatiert das Onlineportal Immowelt in einer großen Umfrage, dass besagter Schock bisher ausblieb – laut der Umfrage ist das Gegenteil der Fall.

Neubauten wachsen kräftig 

Demnach verteuerten sich die Eigentumswohnungen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahr um bis zu einem Drittel. Von der Steigerung sind alle Gebäudetypen sämtlicher Epochen betroffen. Konkurrenzlos sind die Preissteigerungen jedoch vor allem bei den Neubauten. Die Grundlage der Untersuchung waren die Preisdaten der Plattform für die vierzehn größten Städte Deutschlands anhand eines Beispielobjekts, einer Eigentumswohnung im zweiten Stock, mit 80 Quadratmetern und drei Zimmern im Vergleich zum Vorjahr.  

Süddeutschland weiter vorne  

Am deutlichsten zogen die Preise in der Schwabenmetropole Stuttgart an. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der annoncierte Preis für eine Neubauwohnung dort um 31% auf 6.827 Euro pro Quadratmeter. Doch auch in Bestandswohnungen beläuft sich der Quadratmeterpreis mittlerweile auf 4.587 Euro. Doch an der Spitze der Preisspirale steht, scheinbar unangefochten wie eh und je, nach wie vor München. Dort verteuerten sich inserierte Neubauwohnungen um 9% auf 9.738 Euro pro Quadratmeter, gleiches gilt für Altbauwohnungen, die jetzt im Schnitt für 8.648 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.  

Auch im Osten kräftige Steigerungen 

Gemessen daran stellt sich der Markt in der Hauptstadt Berlin vergleichsweise günstig dar, obwohl die Preise auch hier kräftig anzogen. Altbauwohnungen kosteten 3.655 Euro pro Quadratmeter (plus 7%), für eine Neubauwohnung wurden 4.965 Euro pro Quadratmeter fällig (plus 7%). Doch auch in den größten Städten Ostdeutschlands konnte Immowelt kräftige Preisanstiege verzeichnen: In Dresden verteuerte sich eine Neubauwohnung auf 3.638 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 15%. Im Altbau betrug der Anstieg 19% (2.452 Euro pro Quadratmeter). In Leipzig betrug der Anstieg 17% im Neubau (3.347 Euro pro Quadratmeter) und 22% im Bestand (2.084 Euro pro Quadratmeter).  

Hamburg vor Bremen? 

Im Norden ist die Preisentwicklung in den großen Metropolen etwas moderater, wobei Hamburg die berühmte Ausnahme von der Regel darstellt. Dort kostete der Quadratmeter in einer Neubau-Eigentumswohnung 5.654 Euro (plus 5%). Für einen Altbau mussten Käufer in der Nordmetropole immer noch 4.593 pro Quadratmeter hinlegen (plus 8%). In Bremen dagegen blieben die Preise dagegen halbwegs konstant, gleiches gilt für Hannover. 

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