Baufi­nan­zierung und Corona News

Viele Immobilienbesitzer stellen sich die Frage, ob Ihre Baufinanzierung von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sein wird. In diesem Blog wollen wir Fragen zum Thema Corona und Baufinanzierung beantworten und über aktuelle Entwicklungen berichten.

Donnerstag, 28. Mai 2020 | 09:20

Abwärt­s­trend im Bürosektor gestoppt?

Auch wenn Wohnimmobilien bei uns im Fokus stehen, lohnt ein Seitenblick in den Bereich der Büroimmobilien. Im Deutschen Hypo Index, einem punktebasierten Seismographen für die Immobilienbranche, zeigt sich der Bürosektor von den Folgen der Corona-Krise arg gebeutelt. Auch im Mai sank der Umschlag bei den Büroimmobilien merklich, jedoch nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Der Abwärtstrend ist somit nicht gestoppt, hat sich aber deutlich abgeschwächt. Sabine Barthauer, Vorständin der Deutschen Hypo meint, dass sich der Markt für Büroimmobilien in Zukunft verstärkt auf strukturelle Themen einstellen muss. Schließlich werden durch die Corona-Krise verstärkte Trends zu Home-Office und Digitalisierung nicht mehr verschwinden. Doch das bietet auch neue Chancen: Aktuell gebeutelte Segmente wie der Markt für Kurzzeit- und Bedarfsmieten, beispielsweise Coworking-Spaces, dürften mittelfristig davon profitieren, wenn Menschen im Home-Office die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fällt. Flexible Lösungen als Ausweg aus der Krise? Angesichts geringer Leerstände bei Gewerbeimmobilien in Metropolen und Ballungsräumen wohl nur für wenige Anbieter ein Muss.

Mittwoch, 27. Mai 2020 | 13:59

IVD erwartet keine Preis­ein­brüche

Der Immobilienverband Deutschland erwartet, ungeachtet aller Unkenrufe, keine Einbrüche am Immobilienmarkt. Im Gegensatz zu anderen Auswertungen zeigen die Zahlen des Verbands, dass weder bei Mieten noch Kaufpreisen größere Verwerfungen durch die Corona-Krise zu erkennen sind. Im Gegenteil, bei seiner Hochrechnung für den weiteren Verlauf des Jahres zeigte sich ein durchschnittlicher Anstieg der Preise um 4 bis 5 Prozent. Zwar schwächt sich die Preisdynamik gemessen an den Vorjahren ein wenig ab, aber die zu erwartenden Steigerungsraten seien keine Anzeichen für größere Probleme auf dem Immobilienmarkt, so die Experten des IVD. Grund dafür sei, dass der Wegfall vieler internationaler Käufer auf dem deutschen Markt von Käufern kompensiert werde, die ihr Kapital in Betongold anlegen wollen. Diesen Effekt gab es bereits während der Finanzkrise 2009: Auch damals seien in Deutschland die Preise für Immobilien kontinuierlich gestiegen, so der IVD.

Dienstag, 26. Mai 2020 | 09:11

Immobi­li­en­p­reis­dy­namik schwächt sich ab

Dass die Dynamik der Immobilienpreise in den letzten Jahren eine starke Entwicklung genommen hat, ist kein Geheimnis. Doch laut dem aktuellen Wohnimmobilienindex IMX von ImmoScout24 schwächt sich diese Entwicklung in einzelnen Immobilienklassen langsam ab. Zwar steigen die Kaufpreise laut dem Index auch im ersten Quartal 2020 weiter. Doch ist der Anstieg nicht mehr so hoch wie in den letzten drei Quartalen. Das gilt auch für die Preisentwicklung bei neugebauten Eigentumswohnungen: Im Schnitt hat die Preisentwicklung auch hier mit 0,7 Prozent nachgegeben. Bei neu gebauten Häusern wiederum zeichnet sich zum ersten Mal seit Ende 2018 ein Rückgang der Angebotspreise um durchschnittlich 2 Prozent gegenüber dem Vorquartal ab. Bei Eigentumswohnungen im Bestand dagegen geht es weiter nach oben. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 legten die Preise hier erneut um 2,4 Prozent zu. Dieser Wert zeigt auch, dass der Einfluss der Corona-Krise hier noch nicht allzu stark gewesen sein kann. Dies wird umso klarer, wenn man sich daran erinnert, dass sich die Anzeichen für eine Pandemie erst Anfang März verstärkten. Zu spät, um im IMX eine sichtbare Marke zu hinterlassen. Daher warten wir gespannt auf die Ergebnisse des nächsten Quartals. 

Montag, 25. Mai 2020 | 12:30

Auch während Corona: Bauför­derung von KfW und BAFA

Auch wenn die persönliche Beratung in Zeiten von Corona schwieriger geworden ist: Die Fördermittel für energetische Sanierungen fließen weiter! So weist der Verband Privater Bauherren darauf hin, dass der Staat durch die KfW bzw. das BAFA Sanierungen unterstützt, die die Energieeffizienz von Altbauten verbessern. Dazu gehören Dachdämmungen, Dämmungen der oberen Geschoßdecke, die Dämmung der Außenwand, der Austausch von Fenstern oder der Haustür, der Einbau einer Lüftungsanlage oder die Dämmung der Kellerdecke. Dabei gilt, dass die Fördermittel vor Beginn des Um- oder Einbaus über die Hausbank bei der KfW beantragt werden sollten und ein entsprechend zugelassener Gutachter eingeschaltet werden muss. Eilige sollten sich bis zum abschließend positiven Bescheid gedulden, denn ein Rechtsanspruch besteht nicht. Für die Erneuerung von Heizanlagen dagegen ist die KfW nicht mehr zuständig, diese Fördermittel werden nun über das BAFA vergeben, sofern die neue Lösung fossile Energien einspart. Dazu gehören Solaranlagen, zentral betriebene Holzpelletkessel oder Wärmepumpen. Die Höhe der Fördermittel hängt dabei auch von der Art der neuen Anlage ab.  

Bei Neubauten ist eine Förderung ebenfalls möglich, wenn die Baumaßnahmen über die vorgeschriebenen Regelungen zur Energieeffizienz hinaus gehen. Auch hier empfiehlt sich die Einschaltung eines Energie-Effizienzexperten, der sich die Gegebenheiten unter Umständen auch vor Ort ansehen wird. Auf Portalen wie energie-effizienz-experten.de lassen sich Experten im eigenen regionalen Umfeld finden, die die Beratung in Bezug auf die Fördermittel vornehmen können. 

Freitag, 22. Mai 2020 | 17:21

Bauge­neh­mi­gungen: Digital ist besser

Dass die Corona-Pandemie zu einem Siegeszug digitaler Dienstleistungen führen wird, prophezeien derzeit viele Experten. Was den Immobiliensektor angeht, scheinen sie Recht zu behalten: Das Bundeskabinett hat Anfang Mai den Entwurf eines neuen Gesetzes zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Planungs- und Genehmigungsverfahren während der COVID-19-Pandemie freigegeben. Hintergrund ist, dass die Genehmigungsverfahren für den Wohnungsbau bisher stark von Terminen abhängig sind, die persönlich wahrgenommen werden müssen. Auch die Einsichtnahme von Planungsunterlagen war bisher nur persönlich möglich. Mit dem neuen Gesetzesentwurf sollen große Teile des Genehmigungsverfahrens digitalisiert und die Abwicklung somit stark vereinfacht werden. Beispielsweise sollen Termine auch über Videokonferenzen abgewickelt werden können. Das Kabinett geht damit ein Problem an, das auch schon vor der Corona-Krise für Unmut sorgte. Schließlich klagt die Baubranche schon länger über eine schleppende Genehmigungspraxis vor Ort. Der Gesetzesentwurf soll, wenn er vom Bundestag angenommen wird, aufgrund der Pandemie zunächst nur bis Ende März 2021 wirksam werden. Sollte sich das neue Verfahren bewähren, dürfte eine längerfristige Anwendung allerdings durchaus im Rahmen des Möglichen sein. So oder so sorgt der Entwurf in jedem Fall für maximalen Schutz bei allen an den Planungsverfahren Beteiligten. 

Mittwoch, 20. Mai 2020 | 18:32

Klage gegen den Mieten­deckel

Das Bundesverfassungsgericht muss sich demnächst mit dem hoch umstrittenen Berliner Mietendeckel auseinandersetzen. 284 Abgeordnete der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP haben vor Kurzem eine entsprechende Klage in Karlsruhe eingereicht. Sie zweifeln an, dass das Berliner Gesetz zur Deckelung der Ortsmiete so überhaupt hätte in Kraft treten dürfen. Konkret kritisieren die Volksvertreter, dass mit der bundesweit ersten gesetzlichen Regulierung von Mieten bestehende Regelungen des Bundes zum Mieterschutz verdrängt würden. Die Kläger argumentieren, dass dies ein unzulässiger Übergriff in die Kompetenz des Bundesgesetzgebers wäre. Der Ausgang des Verfahrens wird mit Spannung erwartet, schließlich wird dieser auch für Initiativen in anderen Bundesländern richtungsweisend sein. Unabhängig davon will die Berliner CDU eine eigene Klage vor dem Landesverfassungsgericht auf den Weg bringen, um den Mietendeckel zu kippen. 

Das Berliner Gesetz trat am 23. Februar 2020 in Kraft. Dadurch wurden die Ortsmieten für Wohnungen für fünf Jahre eingefroren und auf Obergrenzen zwischen 5,00 Euro und 11,80 je Quadratmeter festgelegt. Die Regelung gilt, abhängig von Baujahr und Zustand der Immobilie für alle Wohnungen außer Neubauten, die zum ersten Mal vermietet werden. 

Dienstag, 19. Mai 2020 | 11:56

Makler­kosten sollen in Zukunft geteilt werden

Neuigkeiten beim Thema Maklerkosten. Wie der Bundestag in seiner Sitzung am letzten Donnerstag entschied, sollen die Maklerkosten in Zukunft von Verkäufern und Käufern geteilt werden. Vielerorts bereits üblich, wird diese Regelung somit spätestens Anfang 2021 in allen Bundesländern in Kraft treten – sofern der Bundesrat der Vorlage zustimmt. Neu ist die Regelung  in Berlin, Hamburg, Bremen und Hessen. Experten begrüßen den Schritt, sinken dadurch doch die Kaufnebenkosten. Gleichwohl fordern sie weitere Initiativen der Politik um den Eigenheimerwerb zu erleichtern, beispielsweise die Absenkung der Grundsteuer. Dass die Entscheidung zu den Maklerkosten Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben könnte, davon ist auszugehen. Schließlich kann der Anteil der Kaufnebenkosten in manchen Bundesländern schnell bis zu 16% betragen.

Donnerstag, 14. Mai 2020 | 17:08

Makler und das Prinzip der kleinen Schritte

Auch wenn es zunächst anders scheint: Viele Bereiche der Wirtschaft dürfen trotz der vielbeschworenen Lockerungen noch lange nicht so arbeiten, wie sie es gewohnt sind. Vor allem Makler können davon ein Lied singen. Zwar ist es als Gewinn zu werten, das seit dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern Mitte letzter Woche wieder die persönliche Besichtigung von Immobilienobjekten möglich ist; „alles beim Alten“ heißt es für die Immobilienbranche damit aber noch lange nicht. Denn um die Gesundheit der Interessenten zu schützen, ist die Zahl der Teilnehmer einer Objektbesichtigung begrenzt, wobei die maximale Anzahl von Bundesland zu Bundesland variiert. Zudem sind auch die Makler angehalten, bei Besichtigungen Schutzmaßnahmen zu ergreifen: Der Händedruck zur Begrüßung und der Austausch von Exposees müssen unterbleiben, stattdessen liegt das Augenmerk auf der korrekten Anlage des Mund-Nase-Schutzes, der Wahrung des Sicherheitsabstandes oder der Bereitstellung von Desinfektionsmitteln. Schutzmaßnahmen in Zeiten der Lockerung – in einer serviceorientierten Branche wohl kaum ein Problem. Doch trotz aller weiterhin bestehenden Einschränkungen. Einige unserer Partner werten die ersten Lockerungen zunächst einmal als willkommene Möglichkeit, endlich einmal wieder Luft zu schnappen. Kleine Schritte auf dem Weg zur Normalität, in die auch die Immobilienbranche nur allzu gerne bald wieder zurückkehren würde.

Mittwoch, 13. Mai 2020 | 10:12

Zurück zur Klein­tei­ligkeit? Bauplanung nach Corona

So abgedroschen es auch klingen mag: Dass in Krisen auch Chancen liegen ist keine Binsenweisheit, sondern ein Faktum, das sich die moderne Gesellschaft in den letzten Jahrhunderten hart erarbeiten musste. Das gilt nicht zuletzt auch für das unmittelbare Lebensumfeld der Menschen. Auch die Lehren und Erfahrungen aus der Corona-Krise werden Auswirkungen auf die Zukunft haben. Die FAZ hat sich in einem interessanten Beitrag in acht Thesen mit den unmittelbaren Konsequenzen der Corona-Krise für das Stadtleben auseinandergesetzt. So mutmaßen die Autorinnen, dass der Lockdown den Wunsch nach mehr Privatsphäre wachsen lässt. Kleinteiliges Bauen, also viel Fläche für viele kleine Räume, ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend dem Drang nach großen, hellen Flächen gewichen. Die Corona-Krise könnte diesen Trend wieder umkehren, auch wenn damit im Einzelfall mehr Fläche benötigt wird und der Baupreis steigt. Gleiches gilt für die Flucht vom Land in die Städte, wo die beengten Lebensverhältnisse in Zeiten eines Lockdown besonders für Familien eine große Herausforderung darstellen

Dienstag, 12. Mai 2020 | 15:11

Baubranche: Leicht bewölkt, aber sonnig

Vorige Woche haben wir darüber berichtet, dass ein Sprecher des bayrischen Gemeindetags darauf hinwies, dass es in Folge der Corona-Krise zu mehr öffentlichen Baugenehmigungen käme, weil die Baubranche in Krisenzeiten auf die Sicherheit der öffentlichen Hand setze. Dafür jedoch benötigt man in den Kommunen auch die Mittel, um neue Bauprojekte anschieben zu können. Angesichts der Kosten, die die Corona-Krise vor Ort verursacht, dürfte dieser in den nächsten Jahren nicht allzu ausgeprägt sein, sollten Bund und Länder nicht gegensteuern. Wie Spiegel Online berichtet, rechnet der deutsche Städtetag mit 20 Milliarden Euro Einbußen. Das erklärt, warum die Bauwirtschaft Konjunkturprogramme fordert, obwohl die Stimmung am Bau allgemein recht freundlich ist und die Zahl der bewilligten Baufinanzierungen auf hohem Niveau verweilt. Laut einer Umfrage der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) unter ihren Mitgliedern leidet die Baubranche aktuell eher unter Materialknappheit.

Montag, 11. Mai 2020 | 11:45

Frage #12: Lohnt sich derzeit eine Sonder­tilgung?

In Krisenzeiten sollte die Liquidität immer und grundsätzlich an erster Stelle stehen. Daher raten wir aktuell dazu, Sondertilgungen zu vermeiden, weil sich dadurch das frei verfügbare Kapital verringert. Wenn Sie hierzu genauere Informationen benötigen, wenden Sie sich gerne an Ihre/n Baufinanzierungsberater/in.

Sonntag, 10. Mai 2020 | 14:03

Bauzinsen gehen leicht nach oben

Die Corona-Krise bestimmt das Handeln der europäischen Politik und Wirtschaft wie kein anderes Thema in den letzten 75 Jahren.  Mit den ersten vorsichtigen Öffnungen befindet sich auch Deutschland in einer Warteposition zwischen Handeln und Abwarten. Das spiegelt sich auch in den Bauzinsen wieder, wie eine Übersicht des Immoscout24-Zinsmonitors zeigt. Die Bauzinsen orientieren sich bekanntermaßen an den Renditen für langfristige Anleihen und Pfandbriefen, die selbst von Angebot und Nachfrage an den Kapitalmärkten abhängig sind. Nachdem diese nun durch eine hohe Nachfrage nach sicheren Anlagen für längere Zeit in einem historischen Tief verharrten, sorgt die Corona-Krise für Bewegung: Von Anfang März bis Ende April stiegen sie von –0,9 Prozent auf –0,46 Prozent. Entsprechend bewegten sich auch die Bauzinsen bei Darlehen mit Laufzeiten über 15 Jahren leicht nach oben. Nur eine Momentaufnahme? Das werden wir wohl erst nach der vollständigen Lockerung der Corona-Maßnahmen sehen.

Samstag, 09. Mai 2020 | 13:37

IIB-Institut bringt Corona-Immobi­li­en­monitor

Das auf Immobilienbewertungen spezialisierte Marktforschungsinstitut Dr. Hettenbach aus Schwetzingen bringt mit dem Corona-Immobilienmonitor eine Website an den Start, die für mehr Transparenz in der Bewertung der Auswirkungen der Krise auf den Immobilienmarkt sorgen soll. Damit lässt sich bis auf kommunaler Ebene die Entwicklung von Immobilienpreisen, die Zahl der Angebote und die Verweildauer von Annoncen analysieren. Ein Vergleich, beispielsweise zwischen einzelnen Bundesländern ist ebenfalls möglich. Institutsleiter Peter Hettenbach sieht aufgrund der dort veröffentlichten Zahlen bisher keinen Grund zu übertriebener Furcht. Die Nachfrage sei zwar stärker fokussiert, aber stabil.

Freitag, 08. Mai 2020 | 16:20

Frage #10: Was kann ich tun, wenn ich durch eine Bauver­zö­gerung weitere Finan­zie­rungs­kosten tragen muss?

Augenblicklich haben fast alle Banken angekündigt, individuelle Lösungen für Kunden in Notlagen zu finden. Hierunter fallen z.B. die Verlängerung der Zeit, in denen keine Bereitstellungszinsen gezahlt werden müssen sowie eine Verschiebung des Tilgungsbeginns.

Donnerstag, 07. Mai 2020 | 15:00

Unsere Filial­lei­terin Jasmin Lewerenz im Video-Interview

Auf unserem neuen Youtube-Kanal Baufinanzierung leicht gemacht erschien heute ein Interview mit unserer Hamburger Filialleiterin Jasmin Lewerenz, die Lena von "Baufinanzierung leicht gemacht" Rede und Antwort in Sachen Baufinanzierung und Corona stand.

Mittwoch, 06. Mai 2020 | 18:52

Leibniz-Institut: Ausgleich zwischen Stadt und Land?

Dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bisher einigermaßen gut durch die Corona-Krise gekommen ist, dieser Eindruck verfestigt sich zunehmend auch bei Wissenschaftlern. Der Immobilienmarkt beispielsweise hat durch den Lockdown preislich bisher keine Einbußen zu verzeichnen. Diesen Eindruck teilt auch das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Sandra Schaffner, Ökonomin und Mitarbeiterin des Instituts, sieht die Lage vorsichtig optimistisch: „Grundsätzlich gilt: Verglichen mit anderen Ländern kommt Deutschland – nach heutiger Einschätzung – relativ gut aus der Krise“. Bei allen Verwerfungen sieht sie auch Potential für positive Effekte: So glaubt die Ökonomin, dass sich die in den letzten Jahren stark gegenläufige Preisentwicklung bei Immobilien in der Stadt und auf dem Land wieder angleichen könnte. Aus Ihrer Sicht haben die Städte viele Ihrer Vorteile eingebüßt – schließlich sei ein Lockdown in einem Haus mit eigenem Garten leichter auszuhalten als in einer Stadtwohnung. Dies könnte in der Konsequenz dazu führen, dass die Flucht vom Land in die Städte gebremst wird, so Frau Schaffner.

Dienstag, 05. Mai 2020 | 16:47

Wohnei­gen­tümer: Novelle des WEG im Bundestag

Am morgigen Mittwoch, den 06. Mai, steht die Novelle des Wohneigentumsgesetzes (WEG) zum ersten Mal auf der Tagesordnung des Bundestags. Geplant ist eine 30-minütige Debatte, bevor der Gesetzesentwurf in den Fachausschüssen weiter beraten werden soll. Dabei soll der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz die Federführung übernehmen. Knapp 13 Jahre nach der letzten Überarbeitung will die Bundesregierung Schwachstellen beseitigen und Modernisierungen vornehmen. Dazu heißt es im Koalitionsvertrag: „Wir werden die Regelungen des Wohnungseigentumsrechts reformieren und mit dem Mietrecht harmonisieren, um die Vorbereitung und Durchführung von Beschlüssen der Wohnungseigentümer über bauliche Maßnahmen insbesondere in den Bereichen Barrierefreiheit, energetische Sanierung, Förderung von Elektromobilität und Einbruchsschutz zu erleichtern.“ Weiterhin ist geplant, „unnötige Friktionen zwischen Wohnungseigentums- und Mietrecht“ abzubauen, insbesondere indem die Vorgaben zur Betriebskostenabrechnung harmonisiert werden. Weitere Inhalte des neuen Gesetzesentwurfs lassen sich in der Meldung des Bundestags finden.

Montag, 04. Mai 2020 | 16:00

Frage #9: Ist es möglich, die Finan­zierung samt Tilgungs­raten und Laufzeit in den kommenden Monaten neu zu berechnen?

Ja, auch das ist möglich und kann in Einzelfällen sehr hilfreich sein. Viele unserer Kunden haben eine Tilgungsänderungsoption in ihren Verträgen stehen. Wenden  Sie sich hierzu bitte an Ihre/n Berater/in.

Sonntag, 03. Mai 2020 | 13:51

Mehr öffent­liche Bauten durch Corona?

Wie der Bayrische Rundfunk berichtet, könnte die Zahl öffentlicher Bauprojekte durch die Corona-Krise mittelfristig wieder ansteigen. Der Sender zitiert einen Sprecher des bayrischen Gemeindetags, der auf diesen möglichen Nebeneffekt des wirtschaftlichen Lockdowns hinwies. Denn die bayrischen Kommunen hatten zuletzt große Probleme, auf ihre Ausschreibungen adäquate Rückmeldungen zu erhalten. Der Gemeindetag erwartet nach der Aussage seines Sprechers in der Folge der Krise nun ein verstärktes Echo auf diese Ausschreibungen. Schließlich sei die öffentliche Hand, die nicht insolvent gehen kann, ein sicherer Kunde. Die Frage ist allerdings, wie stark sich die Corona-Krise auf die Kommunalfinanzen auswirkt: Nicht wenige Fachleute erwarten nicht nur einen Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen, sondern auch Ausfälle bei den Steuerrückforderungen wegen sinkender Gewinne. Doch gemach: Viele bayrische Kommunen konnten durch die Rekordsteuereinnahmen der letzten Jahre Schulden abbauen und verfügen durchaus über die nötigen Mittel für neue Projekte. Entschließen sich Bund und Freistaat nach der Krise zudem zu Konjunkturpaketen, stehen der öffentlichen Bautätigkeit und damit der Bewältigung der Corona-Krise in der Baubranche nichts mehr im Wege.

Samstag, 02. Mai 2020 | 10:42

Frage #10: Was kann ich tun, wenn durch Corona ein finan­zi­eller Engpass entsteht?

Hier sollten Sie das Gespräch mit der Bank suchen. Viele Banken haben sehr kulante Lösungen in Aussicht gestellt, wie z.B. Stundung der Rate für einen gewissen Zeitraum. Kommen Sie gerne direkt auf uns zu, wenn wir Ihnen die Finanzierung vermittelt haben. 

Freitag, 01. Mai 2020 | 16:55

Täglich gute Nachrichten: Der Building Radar-Liveticker

Es ist nicht alles schlecht in diesen Zeiten: Das Münchner PropTech-Startup BuildingRadar, dass eine Recherchedatenbank für die Baubranche entwickelt hat, zeigt in seinem Newsblog täglich Bauprojekte, die trotz der Corona-Krise erfolgreich weiter laufen. Einer von vielen Lichtblicken in einer Zeit, in der manche Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche unsicher in die Zukunft blicken. Das Startup bedient sich dabei einer selbst entwickelten, KI-gestützten Technologie, die das ganze Netz nach aktuell verfügbaren Informationen über aktuelle Bauprojekte absucht und diese für die Bau- und Immobilienbranche aufbereitet.

Donnerstag, 30. April 2020 | 16:58

Frage #8: Können Zins und/oder Tilgung eine Zeitlang ausge­setzt werden?

Beides ist grundsätzlich möglich. Da jedoch jedes Finanzierungsprojekt einzigartig ist, kann eine Entscheidung letztendlich auch immer nur eine Einzelfallentscheidung sein. Kommen Sie gerne auf uns zu.

Mittwoch, 29. April 2020 | 13:37

Wie Engel & Völkers durch die Corona-Krise kommt

Wie gehen Unternehmen eigentlich konkret mit den Herausforderungen der Corona-Krise um? Einen interessanten Einblick in die Krisenstrategie eines Konzerns gibt uns Kai Enders, Vorstandsmitglied bei der Engel & Völkers AG, die als Franchisegeber eine führende Position in der Vermittlung von Privat- und Gewerbeimmobilien in Europa einnimmt. Enders ist in der aktuellen Folge des Hallo Fokus!-Podcast von Lars Bobach zu Gast und erzählt, welche Maßnahmen das Unternehmen zur Bewältigung der Krise konkret eingeleitet hat. Der Podcast ist deshalb besonders für Makler hörenswert, lassen sich aus der Perspektive eines Konzerns doch auch Rückschlüsse für kleine und mittelständische Unternehmen ziehen. So unterstreicht Enders im Interview beispielsweise die Bedeutung der Digitalisierung für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen und zeigt auf, wo es seiner Meinung nach noch Verbesserungspotential gibt. 

Dienstag, 28. April 2020 | 14:30

BfW - NRW warnt vor zu hohen Erwar­tungen durch Bauge­neh­mi­gungen

Das unabhängige Hamburger Forschungsinstitut F+B hat die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Wohnungsmarkt näher untersucht. In der neuesten Veröffentlichung seines Wohn-Index hat das Institut die Markt- und Angebotsdaten von knapp 35 Mio. Objekten genutzt, um die Folgen des Lockdown auf den Immobilienmarkt sichtbar zu machen. Betrachtet wurden dabei  das Angebotsvolumen und das Preisniveau in den Bundesländern und den TOP 7-Standorten. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von der zehnten bis zur 16. Kalenderwoche. 

Dass das Angebotsvolumen während des Lockdowns insgesamt zurückgehen wird, dazu brauchte es wohl keine wahrsagerischen Kräfte. Entsprechend zeigt sich diese Beobachtung auch in den Daten von F+B: Betrachtet man den Markt der Mietwohnungen, ist ab der zwölften Kalenderwoche eine deutliche Senkung der Annoncen zu sehen, hier begann der Lockdown. Im Vergleich zur ersten Märzwoche sank die Zahl der neuen Angebote um gleich 35 Prozent. In der Kalenderwoche 15 waren es sogar 40 Prozent weniger neue Angebote. Doch mit den ersten Vorschlägen zur Lockerung der Maßnahmen in Kalenderwoche 16 stieg die Zahl der neuen Angebote gleich wieder an. Auf dem Markt der Eigentumswohnungen zeigt sich ein ähnliches Bild, wobei die Ausschläge hier nicht so stark waren: Zu Beginn des Lockdowns sank die Zahl der Angebote um knapp 15 Prozent, bis zur Kalenderwoche 15 sogar um 30 Prozent. Die Trendwende erfolgte nach Ostern, wo ein moderates Wachstum zu verzeichnen war. 

Das Preisniveau dagegen scheint von der Krise weitgehend unberührt zu bleiben, denn die Veränderung bei den Mieten lag im bundesweiten Durchschnitt nur im Promillebereich. Die Experten von F+B erklären dies mit der Zurückhaltung der Vermieter, die aktuell über vorauseilende Mietsenkungen in Erwartung einer lang anhaltenden Rezession zu siegen scheint. Gleiches gilt für die Verkäufer von Eigentumswohnungen zu gelten, sind hier bei den Preisen doch bisher ebenso kaum Veränderungen zu sehen. Ob dieser Trend anhält, bleibt abzuwarten. Denn der Immobilienmarkt ist nicht die Börse, kurzfristige Reaktionen sind hier eher die große Ausnahme. 

Montag, 27. April 2020 | 17:35

Wie Corona den Immobi­li­en­markt verändert

Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der privaten Immobilienwirtschaft NRW, Elisabeth Gendziorra, hat davor gewarnt, dem Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen mit zu hohen Erwartungen zu begegnen: „Die Baugenehmigung ist nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zur Fertigstellung. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie erreichen allmählich auch die Baustellen. Hygienemaßnahmen und Lieferengpässe erschweren und verzögern das Arbeiten. Die Fertigstellung vieler Wohnungsbauprojekte dürfte sich verzögern und sich auf den Baustart von Folgeprojekte bis in 2021 auswirken.“  

Gendziorra bezog sich dabei auf eine Meldung des statistischen Landesamtes von Nordrhein-Westfalen IT.NRW zu den Baugenehmigungen 2019, wonach im Vergleich zum Vorjahr 3,2 Prozent mehr Neubauten genehmigt wurden. Schaut man sich die Zahlen genauer an, wird deutlich, dass in Köln gerade einmal 2.409 neue Einheiten projektiert wurden – was einen Rückgang um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Die Stadt Bonn dagegen verzeichnet einen Zuwachs von sagenhaften 67,5 Prozent, was absolut gesehen allerdings gerade einmal 1.335 Wohneinheiten entspricht.  

Frau Gendziorra fordert daher, die Möglichkeiten der Digitalisierung bei der Vergabe von Baugenehmigungen stärker in den Blick zu nehmen: „Die – wenn zunächst auch nur krisenbedingte Möglichkeit der vollständigen Digitalisierung von Genehmigungsverfahren auf der Grundlage des Pandemie-Gesetzes NRW – ist dazu ein längst überfälliger Schritt“, teilte der BFW NRW in einer Pressemitteilung mit. 

Sonntag, 26. April 2020 | 16:03

Frage #7: Wie beein­flusst Corona Bauzinsen bzw. generell die Bankkon­di­tionen?

Laufende Finanzierungen sind natürlich nicht betroffen. Zurzeit gibt es erste moderate Zinserhöhungen, da die Banken angehalten sind, Risikopuffer einzuplanen. Wir gehen davon aus, dass nach Ende der Corona-Krise die Finanzierungskonditionen auf die Werte vor der Krise zurückfinden werden.   

Zu Beginn der Corana-Krise gab es Zinserhöhungen, da die Banken angehalten waren einen Risikopuffer einzuplanen. Mittlerweile hat sich der Zinsmarkt tendenziell wieder beruhigt und einige Banken haben die Konditionen wieder etwas gesenkt. Insgesamt gibt es jedoch keine klare Richtung, da beispielsweise die KfW im Wohneigentumsprogramm 124 die Zinsen zweimal, am 26.03. und 17.04. erhöht hat. Das Programm 153 Energieeffizientes Bauen wurde ebenfalls am 16.04. erhöht. Die genauen Konditionen finden Sie hier: www.kfw.de/124 und www.kfw.de/153

Samstag, 25. April 2020 | 12:10

KfW verein­facht Bedin­gungen für Schnell­k­redit

Die KfW hat die Bedingungen für den Erhalt der neuen Schnellkredite mit einhundertprozentiger Haftung durch den Staat aufgeweicht: Nun können auch Unternehmen, die erst 2019 zum ersten Mal Gewinne erzielten, von den Schnellkrediten profitieren. Bisher konnten nur die Firmen den Schnellkredit erhalten, die von 2017 bis 2019 insgesamt einen Gewinn erzielt haben. Durch die Abschwächung erhofft sich der Chef der staatlichen Förderbank, Günter Bräunig, eine Linderung der schweren Auswirkungen der Corona-Krise. Generell können nur mittelständische Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten die Kredite in Anspruch nehmen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Firma seit dem 01. Januar 2019 aktiv war. Bedingt durch die besondere Situation der Corona-Krise übernimmt der Bund bei Darlehen bis zu 800.000 Euro das komplette Risiko.

Freitag, 24. April 2020 | 12:01

Frage #6: Lohnt es sich überhaupt in Corona-Zeiten eine Baufi­nan­zierung abzusch­ließen?

Immobilien als stabiler Sachwert lohnen sich nach wie vor, einmal durch den Standortfaktor Deutschland und weiterhin, weil es gerade derzeit an anderen verhältnismäßig sicheren Anlagemöglichkeiten zunehmend mangelt. Das bestätigt auch der Immobilienverband Deutschland (IVD). 

Donnerstag, 23. April 2020 | 12:12

Trotz Corona - Mieten bleiben stabil

Im ersten Monat der Corona-Krise, im März, blieben die Angebotsmieten stabil. Wie das Internetportal Immowelt mitteilt, hat sich der Quadratmeterpreis in sechs der 14 größten Städte des Landes im Vergleich zum Januar nicht verändert. In Nürnberg, Düsseldorf und Hamburg verzeichnet das Portal ein Plus von jeweils 3%, in München (-4%) und Köln (-3%) dagegen leichte Rückgänge. Daraus lässt sich insgesamt also ableiten, dass die Mieten in den Hotspots bisher der Krise trotzen. Das Portal untersuchte die Preise für angebotene Bestandswohnungen zwischen 40 und 120qm, die vor dem Jahre 2016 fertiggestellt wurden. 

Mittwoch, 22. April 2020 | 12:42

Studie des IW: Immobilien überstehen Krise

Das Institut für Wirtschaft in Köln hat in einer Studie die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Preise im Immobilienmarkt untersucht und sieht Chancen, dass der Wohnimmobilienmarkt relativ gut durch die aktuelle Krise kommen wird. Natürlich werden die gefassten Maßnahmen mittelfristig nicht ohne Folgen bleiben, wird die Unsicherheit steigen – und Mietsteigerungen so zunächst ausbleiben. Aber weiter fallende langfristige Zinsen sorgen für eine Stabilisierung des Marktes, so die Kölner. Allerdings sollte bedacht werden, dass sich der Immobilienmarkt nicht gänzlich gesamtwirtschaftlichen Effekten entziehen kann. Hoffnung macht den Autoren der Studie dabei jedoch die Erfahrung aus der Zeit der Spanischen Grippe vor etwa einem Jahrhundert, zu welcher häufig Parallelen gezogen werden. Damals konnte sich die Wirtschaft dank mutiger Innovationen der Unternehmen, die effektive Lösungen für die durch die Pandemie verursachten Probleme suchten und fanden, schnell wieder erholen. 

Mittwoch, 21. April 2020 | 10:52

Innova­tionen durch Corona? Der digitale Immobi­li­en­markt

Social Distancing und Kontaktverbot – die Corona-Krise zwingt auch die Akteure auf dem Immobilienmarkt zum Umdenken. Immer mehr Makler nutzen beispielsweise die Möglichkeit digitaler Besichtigungen, um Interessenten eine Immobilie vorzuführen. So zeigt das Anzeigenportal Immobilienscout24 in seinen Anzeigen nun an, ob eine solche Online-Besichtigung möglich ist. Zudem können Privatkunden für begrenzte Zeit kostenlos Anzeigen in dem Portal aufgeben. Der Mitbewerber Immowelt geht noch einen Schritt weiter und lässt Makler sogar Termine und Links zu Online-Besichtigungen einstellen und per Einladung an Interessenten versenden. Damit wäre der erste Teil des Immobilienkaufs voll digital machbar. Da trifft es sich gut, dass die BAFIN vorübergehend erlaubt hat, Verstöße gegen die Beleihungswertermittlungsverordnung nicht zu beanstanden. Somit kann ein von der Bank eingesetzter Gutachter die Immobilie auch aus der Ferne bewerten. Allerdings müssten Verkäufer und Käufer in diesem Fall einen Wertabschlag von 20 Prozent hinnehmen. Doch auch hier gibt es neue digitale Hilfsmittel, die eine vollständige digitale Begutachtung mittels eines speziellen Video-Verfahrens ermöglichen – und so die Wertminderung verhindern. 

Bleibt nur noch der Notartermin, für den es bisher leider noch kein digitales Äquivalent gibt. Die Immobilienbranche fordert schon länger, die notarielle Beglaubigung zu modernisieren und hierfür auch digitale Modelle zuzulassen. Schließlich weist das deutsche Grundbuchverfahren eine enorme Sicherheit sowohl für Käufer und Verkäufer auf.  

Es hängt also viel davon ab, dass die Politik das Potential digitaler Notardienstleistungen für den Immobilienmarkt erkennt und die fehlenden Bausteine rechtlich absichert. Dann steht dem rein digitalen Kauferlebnis auch in der Immobilienbranche nichts mehr im Wege.

Mittwoch, 20. April 2020 | 18:02

Frage #5: Ist es abzusehen, dass die Förder­banken in naher Zukunft ihre Förder­pro­gramme anpassen?

Die mit uns zusammenarbeitenden Förderbanken, wie beispielsweise die KfW, haben bisher keine Veränderungsabsichten hinsichtlich existierender Förderprogramme oder bezüglich Neubewilligungen signalisiert. Wie sie sich in den nächsten Wochen den sich ständig ändernden Gegebenheiten anpassen werden bzw. werden müssen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich bestimmen. Wir halten Sie aber auf dem Laufenden. 

Mittwoch, 15. April 2020 | 11:42

Krisen­stimmung? Einige Richtig­stel­lungen

Jasmin Lewerenz, die Leiterin unserer Hamburger Filiale, ist in den letzten Tagen immer wieder von Kunden auf Berichte in den Medien angesprochen worden, die darauf hindeuten, dass Immobilienbesitzer und Baufinanzierer in der Corona-Krise unter Druck geraten könnten. Deshalb hat sie sich mit einigen Aussagen in den Medien zum Thema Corona und Baufinanzierung bzw. Immobilien auseinander gesetzt: 

„Die Banken finanzieren jetzt nur noch Beamte“ 
Wir können weiterhin jede Kundengruppe über unsere Banken darstellen – unter den gleichen Bedingungen wie vorher.   

„Die Prüfung bei der Bank dauert viel länger“ 
Wir haben bei all unseren Banken Premium Partner Status und werden daher nach wie vor bevorzugt behandelt. Mitunter sorgen neue Prozesse für 1-2 Tage längere Bearbeitungszeiten, denn auch die Banken müssen sich umstellen. Schuld an den längeren Bearbeitungszeiten sind aber eher die kurzfristig gestiegenen Zinsen und damit die hohe Anfrage.   

„Die Zinsen steigen“
Nach einer kurzfristigen Erhöhung der Zinsen um ca. 0,25% im Schnitt, haben erste Banken nun wieder Reduzierungen angekündigt.   

„Die Immobilienpreise werden fallen“ 
Die Immobilie ist ein krisensicheres Anlageprodukt und wird in dieser Zeit erneut Ihre Attraktivität beweisen. Unter Umständen ist im zweiten Halbjahr sogar mit einer vermehrten Nachfrage zu rechnen, wenn beispielsweise viele, die nun in einer Wohnung eingesperrt waren, sich einen Garten wünschen.  

„Ab dem zweiten Halbjahr 2020 wird es viele Zwangsversteigerungen geben“
Die Banken reagieren bereits auf aktuelle Finanzengpässe und bieten den Kunden an, die Tilgung für eine gewisse Zeit (bis zu 6 Monate) auszusetzen. Dies ist mit einer Miete nicht möglich.     

„Unter diesen Bedingungen sollte man aktuell nicht kaufen“
Die Situation ist individuell für jeden Kunden zu bewerten und bedarf einer genauen Prüfung und Analyse. Es gibt sogar Kunden, die mit dem Wissen, dass Kurzarbeit im Unternehmen angekündigt wurde, eine Immobilie kaufen und finanzieren wollen. 

Wir glauben, dass Sie mit einer Immobilie auch in der Krise eindeutig auf der sicheren Seite sind. Wir können für viele Probleme, die unseren Kunden durch die aktuelle Situation entstehen, zusammen mit unseren Partnern Lösungen erarbeiten. Wenn auch Sie von Kurzarbeit oder Verlust des Arbeitsplatzes betroffen sind oder damit rechnen, sprechen Sie Ihre/n Berater/in an. Wir sind für Sie da.

Dienstag, 14. April 2020 | 11:18

Frage #4: Werden die Förder­banken zukünftig noch Kunden annehmen?

Mitte März wurden durch die Bundesregierung und die KfW die Bedingungen für Hilfskredite festgelegt, die sofort beantragt werden können. Zur zügigen Bearbeitung übernimmt die KfW anstelle der Hausbanken die Risikobewertung. Da die Standardprogramme der KfW für die Baufinanzierung (Wohneigentumsprogramm 124 und KfW-Effizienzhaus 153) über den Finanzierungspartner, damit sind Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Versicherungen gemeint, abgewickelt werden, sind hier zurzeit keine Änderungen zu erwarten. 

Montag, 13. April 2020 | 11:40

Deutsche Bank: Preisplus bei Immobilien?

Die Deutsche Bank rechnet in einem Situationsbericht für 2021 mit einem Preisplus bei Wohnimmobilien: Diese könnten, nachdem die Kapitalmärkte von der Corona-Krise hart getroffen wurden, sich im kommenden Jahr wieder zu einer gefragten, sicheren Anlageklasse entwickeln. Diese Prognose bezieht sich nicht nur auf die Käufer-Nachfrage, sondern auch auf die Kapitalgeber – die Banken. Mit einer Mietrendite von im Schnitt 4% pro Jahr dürften Wohnimmobilien angesichts der Tiefstände bei Staatsanleihen und des kräftigen Rückgangs der Aktienkurse eine attraktive Alternative für viele Anleger sein, so der Bericht. 

Donnerstag, 09. April 2020 | 10:36

IMK: Privater Wohnungsbau trotzt der Krise

In einer Prognose zur weltwirtschaftlichen Entwicklung schreibt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, dass die Wohnungsbauinvestitionen in Deutschland trotz der Corona-Krise weiter zulegen dürften, auch wenn Beschäftigung und Einkommen in diesem Jahr allenfalls stagnieren werden. Der Grund für das anhaltende Wachstum seien nicht zuletzt die sehr günstigen Zinskonditionen. Außerdem sind die Auftragsbücher der Baubranche gut gefüllt, die Reichweite des Auftragsbestands nach wie vor überdurchschnittlich. Weiterhin sei die mittelfristige Perspektive durch die hohe Zahl jüngst – also vor dem Shutdown – erteilter Baugenehmigungen gut, so die Experten des IMK. 

Dienstag, 07. April 2020 | 11:15

Frage #3: Stellt Hüttig & Rompf den konstanten Infor­ma­ti­ons­aus­tausch mit den Banken sicher?

Gerade in der Corona-Krise stehen wir im ständigen Austausch mit unserem Bankennetzwerk. Über substanzielle Veränderungen und Neuerungen werden wir Sie gerne, jederzeit und unverzüglich, unterrichten. Abonnieren Sie dazu gern unseren E-Mail-Newsletter oder folgen sie uns auf Facebook oder Instagram

Montag, 06. April 2020 | 07:15

Frage #2: Sind in naher Zukunft Kondi­ti­ons­er­höh­ungen zu erwarten?

Aktuelle Gespräche mit unseren bundesweiten Kooperationen im Bankensektor lassen erkennen, dass in Kürze mit moderaten Konditionserhöhungen zu rechnen ist und die Institute höhere Risikopuffer (speziell bei höheren Beleihungsausläufen) - veranschlagen werden. Durch unsere breite Basis an angeschlossenen Banken sind wir aber zuversichtlich, dass wir unseren Kunden weiterhin sehr gute und zudem maßgeschneiderte Baufinanzierungen bieten können.

Sonntag, 05. April 2020 | 19:17

Steigen Immobi­li­en­p­reise durch Corona?

Niedrige Zinsen, durch die Corona-Krise einbrechende Börsen, das sind normalerweise ideale Bedingungen für Preiserhöhungen auf dem Immobilienmarkt. Doch wie das Internetportal Immoscout24 schreibt, sind bisher keine Tendenzen dieser Art zu erkennen. Im Gegenteil: Branchenprofis scheinen sogar damit zu rechnen, dass die Immobilienpreise in Zukunft leicht zurückgehen. Denn in Zeiten, in denen der Staat milliardenschwere Hilfsprogramme auflegen muss, steigen seine Kreditanleihen, die Bundesanleihen. Und damit auch die Bauzinsen. Wenn dazu noch mehr Menschen aufgrund Ihrer wirtschaftlichen Situation gezwungen sind, Ihre Immobilie zu verkaufen, ist eine zumindest vorübergehende Entspannung auf dem Markt durchaus möglich.

Mittwoch, 02. April 2020 | 14:21

Frage #1: Werden die Banken in unserem Netzwerk auch zukünftig noch Neukunden annehmen?

Fast alle unserer Partnerbanken stehen weiterhin für Neugeschäft zur Verfügung. Es kann aufgrund der gegebenen „Home-Office-Situation“ in einzelnen Fällen aber zu etwas längeren Bearbeitungszeiten kommen. 

Mittwoch, 01. April 2020 | 14:08

VPB: Lasten­zu­schuss nutzen

Was Immobilienbesitzer in der Corona-Krise wissen sollten: Unter bestimmten Bedingungen haben auch sie Anspruch auf ein Wohngeld. Darauf weist der Verband der Privaten Bauherren (VPB) hin. Der sogenannte "Lastenzuschuss" wird in der Regel für ein Jahr von der örtlichen Wohngeldstelle bewilligt, wenn das Einkommen ganz oder teilweise wegbricht, Zinsen und Tilgung für die Finanzierung der Immobilie jedoch weiter bezahlt werden müssen. Ob Bauherren zum Kreis der Berechtigten gehören und wie viel Unterstützung Ihnen zusteht, ist von der Zahl der Haushaltsmitglieder, dem Gesamteinkommen und der Kreditbelastung abhängig. Antragsberechtigt sind nicht nur private Bauherren, sondern auch Inhaber von Eigentumswohnungen. Wichtig ist, dass die Antragsteller selbst keine anderen staatlichen Sozialleistungen, wie beispielsweise die Grundsicherung, beziehen.

Dienstag, 31. März 2020 | 17:52

KfW 124 – Erhöhung der Kondi­tionen

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat zum 26. März 2020 die Zinskonditionen im Wohneigentumsprogramm (KfW 124) um bis zu 0,30% erhöht. Mit diesem Programm wird der Kauf oder aber der Neubau von selbstgenutztem Wohneigentum gefördert, unabhängig davon, ob es sich um ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung handelt. Die Förderung erhalten Bauherren in Form von Förderkrediten, je nach Vorhaben können Beträge bis zu einer Höhe von 100.000 Euro bewilligt werden.  

Montag, 30. März 2020 | 15:25

Verzö­ge­rungen auf der Baustelle?

Die Kontaktsperre im Rahmen der Corona-Krise hat Auswirkungen auf alle Branchen. Das spüren aktuell auch Bauherren, die direkt von personellen Engpässen oder Lieferschwierigkeiten bei den Baumaterialien betroffen sind. Unser Partnerportal aktion pro eigenheim hat daher in einem Artikel 10 Tipps für Bauherren zusammengestellt, die bei Verzögerungen durch die Krise auf der Baustelle unbedingt zu beachten sind. 

Donnerstag, 26. März 2020 | 16:13

Umfrage des BFW: Passgenaue Lösungen gefordert

Der BFW - NRW, der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, hat in einer Umfrage unter seinen Mitgliedern versucht herauszufinden, welche Auswirkungen das Corona-Virus auf die Immobilienwirtschaft hat. Die Mitglieder beklagten neben der sinkenden Nachfrage vor allem Verzögerungen auf Baustellen, bei Planungs- und Genehmigungsverfahren und Mietstundungen. Weitere Informationen hat der BFW in einer Pressemitteilung zusammengefasst. 

Donnerstag, 26. März 2020 | 14:38

Herzlich willkommen zum Corona-Blog

Sehr verehrte Kunden und Geschäftspartner, liebe Mitarbeiter, 

die Hüttig & Rompf AG steht seit über dreißig Jahren für hohe Beratungsqualität. Diese ist glücklicherweise vor allem bei der Auswahl einer Baufinanzierung für unsere Kunden gefragt. Manchmal jedoch entstehen für Kunden auch im Verlauf der Finanzierung Situationen, in denen sie auf unsere Berater mit ihrem Wissen zählen können müssen. Angesichts der derzeitigen herausfordernden Situation rund um Corona nehmen wir diese Verantwortung sehr ernst und wollen deshalb die Auswirkungen der aktuellen Lage auf das Thema Baufinanzierung in diesem Blog regelmäßig für Sie einordnen und Antworten auf dringende Fragen geben. Kontaktieren Sie uns dazu bitte gerne über die nebenstehende E-Mail-Adresse. Wenn Sie den persönlichen Kontakt bevorzugen, stehen Ihnen ihre Berater natürlich weiterhin jederzeit per E-Mail oder Telefon zur Verfügung. 

Übrigens: Dieses Angebot gilt auch, wenn Sie kein Kunde der Hüttig & Rompf AG sind.