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Aktuelles

Baulandpreise treiben die Kosten beim Wohnungsbau

Bauland wird immer teurer. Das belegen neue Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Der Preisanstieg verteure dabei nicht nur Wohnimmobilien, sondern bremse auch den bezahlbaren Mietwohnungsbau. Ein Blick auf die Details.

Der Wohnungsbau wird durch steigende Baulandpreise immer teurer. So sind laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die durchschnittlichen Preise zwischen 2011 und 2016 massiv gestiegen. Deutschlandweit erhöhten sie sich um 27 Prozent von 129 Euro pro Quadratmeter auf 164 Euro. In Großstädten war der Preisanstieg noch steiler. Um 33 Prozent hatte sich der Quadratmeter Bauland demnach für die wohnwirtschaftliche Bebauung verteuert. Er stieg damit von 250 Euro auf knapp 350 Euro.

Mietpreise steigen

Das Bauland macht häufig einen Großteil der Hausbaukosten aus. Diese Kosten werden letztlich auf die künftigen Mieter umgelegt. Deshalb werden auch Wohnimmobilien immer teurer. Laut dem BBSR führte die Verteuerung dazu, dass auf angespannten Märkten die Mieten im Neubau auf 14 Euro bis 16 Euro pro Quadratmeter anstiegen.

Das Eigenheim nur noch im Umland?

Genauso betrifft der Preisanstieg die Einzelhausbebauung. Besonders in den Großstädten. Dort gingen die Transaktionszahlen von Grundstücken für die wohnwirtschaftliche Bebauung zwischen 2011 und 2016 um ganze 30 Prozent zurück. Stattdessen suchen Bauherren in der Peripherie und besonders in ländlichen Kreisen. Einen Transaktionszuwachs von knapp 15 Prozent gab es dort zu verzeichnen. Immer mehr Käufer suchen also nach Alternativen im Umland.

Mögliche Gründe für den Preisanstieg

Der Preisanstieg sei dabei weniger das Ergebnis von Spekulationen am Grundstücksmarkt, so das Institut in der neuen Analyse. Zumindest im bundesdeutschen Durchschnitt. Der Mangel an geeigneten Flächen und fehlendes Baurecht für vorhandene Grundstücke seien viel mehr dafür verantwortlich zu machen. Anders gestaltet sich die Situation, wenn man die Metropolen isoliert betrachtet. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage werde hier von Spekulationen bestimmt. Aufgrund der erhobenen Zahlen sei davon auszugehen, dass ein spekulatives Zurückhalten von Genehmigungen zu einem verzögerten Baubeginn beiträgt. Das wiederum ließe die Preise für Bauland weiter steigen.

Empfehlungen an die Politik

Das BBSR empfiehlt deshalb, über eine Steuererhöhung auf brachliegendes Bauland nachzudenken. Fachleute machen sich dafür stark, eine reine Bodenwertsteuer einzuführen, die den Wert der Gebäude gänzlich außer Acht lässt. Das mache es unattraktiv, Bauland zu horten und ermögliche neue Bauvorhaben. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt könne sich dadurch ebenfalls entspannen. Den Bauwilligen fehle es heute meist nicht zuerst an Kapital. Es seien schlichtweg zu wenig geeignete Bauflächen vorhanden.

Ein weiterer Punkt des BBSR: Bund und Länder sollten auch Bauvorhaben in ländlichen Kreisen fördern. Denn dadurch seien diese attraktiver. Ein Mittel, der Landflucht entgegen zu wirken.