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Aktuelles

Parteien wollen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer

©kwarner / Fotolia

Meist fällt beim Immobilienkauf die Grunderwerbsteuer an. Das könnte künftig seltener der Fall sein: Mehrere Parteien wollen einen Freibetrag einführen. Ein Konsens ist noch nicht gefunden. Wir zeigen, wo die Meinungen auseinandergehen.

Bauen und Wohnen – ein Thema, das auch die Parteien bewegt. Bereits Ende letzten Jahres erwog die SPD die Einführung eines Eigenheimzuschusses und der CDU-Landesverband Nordrhein-Westfalen plante ein Baukindergeld. Nun steht der nächste Vorschlag im Raum: ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer.

500.000 Euro für Paare in NRW

Die neue NRW-Landesregierung aus CDU und FDP will Wohneigentum fördern und beabsichtigt deshalb eine Reform der Grunderwerbsteuer. Bei selbst genutzten Immobilien soll es einen Freibetrag in Höhe von 250.000 Euro pro Person geben. Das wären eine halbe Million Euro für Verheiratete. Als ersten Schritt dahin plant die Koalition die Gründung einer Bundesratsinitiative. So hat sie es im Koalitionsvertrag festgehalten.

Uneinigkeit bei der Höhe eines möglichen Freibetrages

Während sich CDU und FDP in NRW auf eine gemeinsame Höhe geeinigt haben, gehen die Vorstellungen auf Bundesebene noch weit auseinander. Die Union hat Freibeträge für Erwachsene und Kinder in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Wie hoch diese sein sollen ist allerdings unklar. Schätzungsweise 100.000 Euro könnte es beim erstmaligen Kauf eines Eigenheims geben. Eine mögliche Erklärung für die Höhe: Die CDU will zusätzlich auch ein Baukindergeld einführen. Dieses soll je Kind bei 1.200 Euro im Jahr liegen.

Die FDP hingegen will bei der Grunderwerbsteuer einen Freibetrag von bis zu 500.000 Euro einführen. Denn die Abgabe erschwere den Immobilienkauf, so die FDP. Dabei sei eine Wohnung oder ein Haus doch eine gute Altersvorsorge.

Eine halbe Million Euro sind der SPD zu hoch. Bauministerin Barbara Hendricks hält 150.000 bis 200.000 Euro für den erstmaligen Erwerb selbst genutzten Wohneigentums für sinnvoll. Wie bei der CDU, könnte auch die Höhe des Freibetrages bei den Sozialdemokraten mit der weiteren Wohnungspolitik zu tun haben. Schließlich wollen sie den Erwerb noch mit einem Familienbaugeld erleichtern, wie es im SPD-Wahlprogramm heißt.

Kritik am Freibetrag

CDU, FDP und SPD diskutieren scheinbar schon über die Höhe. Dabei ist der Freibetrag selbst noch lange nicht beschlossen. Einige Kritiker finden: „Gut so". Sie halten einen Freibetrag grundsätzlich für falsch, befürchten eine höhere Grunderwerbsteuer nach der Einführung. Es bleibt also spannend. Wir behalten die Diskussion im Auge.