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Eigenheim mit 50 plus: Tipps für altersgerechtes Bauen

© dit26978 / iStock

Altersgerecht bauen ist für jüngere Bauherren oft kein Thema - zu Unrecht. Barrierefreie Wohnungen und Häuser bieten nämlich nicht nur Senioren Vorteile. Wer schon in jungen Jahren vorausschauend plant, muss später nicht umbauen oder gar umziehen. Wir zeigen, worauf Sie beim altersgerechten Bauen achten sollten.

Heute schon an morgen denken: Wer seine Immobilie von Beginn an barrierefrei plant, kann auch noch im Alter komfortabel und sicher in den eigenen vier Wänden wohnen. Ein großzügiges Bad, breitere Türen, stufenlose Übergänge, ein flexibler Grundriss – dank dieser besonderen Ausstattungsmerkmale bietet ein Eigenheim ohne Barrieren mehr Komfort – und das in allen Lebensphasen. Zudem haben barrierefreie Häuser einen hohen Wiederverkaufswert. Dabei verursacht eine barrierefreie Ausstattung kaum Mehrkosten. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung betragen diese nur 3,2 Prozent der Bausumme, so die Zahlen des Instituts für Bauforschung in Hannover.

Barrierefrei planen

Wer seine Immobilie barrierefrei gestalten möchte, kann sich an der DIN 18040-2 (der gesetzlichen Planungsgrundlage für Barrierefreiheit) orientieren. Immobilien, die nach dieser Grundlage gebaut wurden, können auch im Alter oder im Falle einer Behinderung noch selbstständig bewohnt werden. Vorausschauende Bauherren sollten zum Beispiel vor und hinter jeder Tür 1,5 mal 1,5 Meter einplanen. Türen haben im besten Fall ein Durchgangsmaß von 90 Zentimetern und Flure mindestens 120 Zentimeter Breite. So wird ausreichende Mobilität sichergestellt.

Viel Bewegungsfreiheit ist ohnehin das Stichwort für barrierefreies Wohnen. So zum Beispiel auch in Wohnräumen, die traditionell eher kleiner gestaltet werden, wie dem Badezimmer. Mindestens sieben Quadratmeter sollte es groß sein. Eine bodengleiche Dusche ist nicht nur praktisch, sondern zugleich modern. Genau wie ein offener Wohn-Essbereich und leichte Trenn- statt Massivwände. Vorteil dieses offenen Wohnkonzepts: Flexibilität, um Wohnräume leichter an individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Barrierefrei bauen

Im Alter noch einmal neu bauen: Wenn die Kinder ausgezogen sind und das Haus viel zu groß ist, durchaus ein Thema. Vor allem, wenn die eigenen vier Wände nicht altersgerecht sind. Für Bauherren ab 50 Jahren stehen dabei oft andere Themen im Vordergrund, als noch für jüngere Eigentümer. Etwa eine gute Verkehrsanbindung, sowie Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung.

Statt eines möglichst großen Zuhauses reicht älteren Paaren meist auch eine deutlich kleinere Quadratmeterzahl. Vorteil: Ein kleineres Haus lässt sich oft auch auf einer Ebene bauen. So entfällt das Treppensteigen. Außerdem lassen sich eingeschossige Bungalows leicht den jeweiligen Bedürfnissen anpassen, weil keine tragenden Wände die Gestaltung der Innenräume einschränken. Wer sich doch für ein mehrgeschossiges Haus entscheidet, sollte die Räume so konzipieren, dass später ein Umzug in die untere Etage unkompliziert möglich ist. Dazu gehört zum Beispiel, dass im Erdgeschoss ein barrierefreies Badezimmer eingebaut wird.

Barrierefrei umbauen

Sie leben bereits in Ihrem Traumhaus, das aber noch nicht barrierefrei ist? Die KfW unterstützt Modernisierungsmaßnahmen, mit denen Sie Ihren Wohnkomfort und Ihre Sicherheit erhöhen sowie Barrieren reduzieren. Das entsprechende Produkt heißt „Altersgerecht Umbauen“. Dabei können Sie mit dem Kredit 159 (bis zu 50.000 Euro Kreditbetrag pro Wohneinheit) oder dem Investitionszuschuss 455 (maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit) zum Beispiel Schwellen entfernen, Wände und Durchgänge versetzen oder Küche und Bad umbauen. Genauere Infos zum Kredit 159 finden Sie in unserem FAQ rund um die Baufinanzierung.