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Ob Privatkunde, Makler oder Immobilienvertriebsunternehmen – an dieser Stelle halten wir Sie durch unseren Nachrichtenüberblick regelmäßig über aktuelle Geschehnisse im Bau- und Immobiliensektor auf dem Laufenden.

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Aktuelles

Mit diesen Tipps ins gute alte Einfamilienhaus

Egal, ob ein- oder zweistöckig: Hauptsache freistehend mit Garten und Keller. Das Einfamilienhaus ist der klassische Traum vom Eigenheim. Doch was gibt es beim Kauf zu beachten? Welche Förderungen existieren? In Teil vier unserer Immobilientypen-Serie erfahren Sie das Wichtigste zum Einfamilienhaus im Bestand.

In die eigenen vier Wände ganz ohne Baustress? Bestandsimmobilien machen es möglich. Die fertige Immobilie glänzt mit interessanten Vorteilen:

  • das Haus steht bereits und lässt sich ganz einfach besichtigen

  • oft kurzfristig beziehbar

  • kein Lärm von Nachbarn im Haus

  • meist mit eigenem Garten

  • viel Privatsphäre

  • großzügige Wohn- und Nutzflächen

Zu den möglichen Nachteilen eines bestehenden Einfamilienhauses gehören:

  • hohe Nebenkosten

  • oft nicht auf dem neuesten Stand, dadurch schneller sanierungs- und modernisierungsbedürftig

  • Risiko verdeckter Schäden, die erst spät entdeckt werden

Tipps für die Besichtigung

Der Hauskauf ist für viele eine der größten Investitionen im Leben. Deshalb sollte die Entscheidung über den künftigen Lebensmittelpunkt gut überlegt sein. Wesentlicher Bestandteil der Überlegungen: Besichtigungen vor Ort. Gerade bei bestehenden Einfamilienhäusern sind sie ein Muss. Denn die Bauten haben schon Jahre oder gar Jahrzehnte auf dem Buckel – und das sieht man. Wir haben die wichtigsten Tipps für die Hausbesichtigung zusammengefasst:

  • Der richtige Zeitpunkt: Besichtigen Sie die Immobilie bei Tageslicht. So lassen sich nicht nur Mängel besser finden, sondern auch die Lichtverhältnisse beurteilen.

  • Vier Augen sehen besser als zwei: Nehmen Sie eine Begleitung mit. So verringern Sie das Risiko, etwas zu übersehen.

  • Gut ausgerüstet: Mit einer passenden Checkliste können Sie alle Fragen und Besonderheiten während der Besichtigung notieren. Auch Fotos helfen.

  • Anschauen und ausprobieren: Achten Sie bei Bestandsimmobilien besonders auf Fäulnis oder Feuchtigkeit – vor allem auch hinter gestellten Möbeln. Testen Sie ruhig einmal Fenster, Türen, Rollläden und Co. Vergessen Sie auch nicht die Haustechnik. Wie ist der Zustand der Strom- und Wasserleitungen? Welches Alter hat der Heizkessel?

  • Blick nach unten: Weist der Fußboden Unebenheiten auf?

  • Energieausweis mitnehmen: Der Energieausweis ist bei jeder Besichtigung Pflicht. Er zeigt die Energieeffizienz des Gebäudes. Aber Vorsicht: Es gibt zwei Arten des Energieausweises, Verbrauchs- und Bedarfsausweis.

  • Technische Voraussetzungen: Fragen Sie, ob ein schneller Breitbandzugang ins Internet gegeben ist oder die Möglichkeit dazu besteht.

  • Bebauungsplan: Schauen Sie sich den Bebauungsplan an. Besonders wichtig, wenn Sie planen, selbst noch etwas zu bauen.

  • Erfahrener Begleiter: Haben Sie sich das Objekt bereits angesehen und sind weiterhin überzeugt? Dann nehmen Sie bei der nächsten Besichtigung einfach einen erfahrenen Fachmann mit. Ingenieure oder Architekten können gezielt nach Schwachstellen suchen und die Bausubstanz besser einschätzen als Laien.

 
Gutachten – was ist die Immobilie wert?

Sie wollen wissen, wieviel ein Einfamilienhaus wert ist? Dann lassen Sie doch ein kostenpflichtiges Wertgutachten erstellen. Dabei nimmt ein beauftragter Gutachter das Objekt genau unter die Lupe. So kennen Sie den realistischen Wert des Hauses und dessen Mängel. Ein großer Vorteil beim Verkaufsgespräch. Gleichzeitig können Sie so mögliche Renovierungen, Sanierungen oder Modernisierungen leichter kalkulieren. Denn neben der genauen Berechnung des Immobilienwertes werden auch die anfallenden Sanierungskosten geschätzt.

Der Gutachter ermittelt den Immobilienwert mit bis zu drei verschiedenen Methoden. Dabei kommen je nach Immobilie das Sachwertverfahren, das Vergleichswertverfahren und/oder das Ertragswertverfahren zum Einsatz.

  • Beim Sachwertverfahren gibt vor allem die Bausubstanz Aufschluss über den Immobilienwert. Abhängig von den ursprünglichen Gebäudeherstellungskosten und dem Alter wird der Restwert der Immobilie ermittelt.

  • Beim Vergleichswertverfahren ist der Name Programm. Hier orientiert sich der Immobilienwert an einem vergleichbaren Objekt. Wurde beispielsweise kürzlich eine ähnliche Immobilie in der Nähe verkauft, kann deren Preis als Vergleichswert dienen.

  • Beim Ertragswertverfahren wird eine andere Kenngröße genutzt. Hier stehen die zu erwartenden Mieteinnahmen im Vordergrund. Deshalb wird das Verfahren vor allem bei vermieteten Wohnimmobilien und bei Gewerbeimmobilien angewendet.

 
Finanzielle Förderung beim Einfamilienhaus

Clever sparen mit staatlicher Unterstützung: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert mit Krediten und Zuschüssen Eigenheimbesitzer. Welche dieser Programme für ein bestehendes Einfamilienhaus gelten? Wir geben einen kurzen Einblick:

Mit dem Wohneigentumsprogramm 124 unterstützt die KfW alle Eigennutzer, die Wohneigentum kaufen wollen. Ab 0,75 Prozent effektiven Jahreszins bekommen Immobilienkäufer einen Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Vorhaben.

Besonders interessant für gebrauchte Einfamilienhäuser: die Programme 151 und 152 „Energieeffizient Sanieren“. Das erste Programm unterstützt eine komplette Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, Programm 152 fördert einzelne energetische Maßnahmen mit bis zu 50.000 Euro. Planen Sie nur kleine Umbauten? Dann sichern Sie sich einen Zuschuss. Bis zu 30.000 Euro gibt es durch das Förderprogramm 430 „Energieeffizient Sanieren“. Lassen Sie zusätzlich zu den energetischen Sanierungsmaßnahmen eine Fachplanung erstellen und von einem Fachmann begleiten, wartet ein weiterer Zuschuss: das Programm 431.

Doch nicht nur den Kauf und eine energieeffiziente Sanierung werden gefördert. Auch für einen Umstieg auf erneuerbare Energien hält die KfW Kredite bereit. Genauso wie für den Einbruchschutz und das altersgerechte Umbauen.

Wann Sie einen KfW-Kredit beantragen sollten und wie die Abwicklung läuft, erfahren Sie in unserem News-Beitrag „Förderung durch die KfW“. Neben der KfW gibt es auch weitere Fördermöglichkeiten für Bestandsimmobilien. Eine Übersicht dazu finden Sie bei der „aktion pro eigenheim“.

 
Mit diesen Tipps sind Kaufinteressenten bestens vorbereitet auf die Suche nach einem passenden Einfamilienhaus in Bestand. In Teil fünf der Serie erläutern wir alle spannenden Fakten zum Architektenhaus.