80,00%
Ø Beleihungsauslauf der Eigennutzer
Durchschnittlich beträgt der Beleihungsauslauf bei Eigennutzern 80,00% bei einem Tilgunssatz von 2,67%. Das Eigenkapital beträgt durchschnittlich 128.681,54 Euro.
78,94%
Ø Beleihungsauslauf der Kapitalanleger
Durchschnittlich beträgt der Beleihungsauslauf bei Kapitalanlegern 78,94% bei einem Tilgunssatz von 2,50%. Das Eigenkapital beträgt durchschnittlich 112.089,93 Euro.

Berliner Eigennutzer bringen im Schnitt über 128.000 Euro an Eigenkapital in die Immobilienfinanzierung ein. Bei Kapitalanlegern fällt der Betrag mit rund 112.000 Euro geringer aus. Im direkten Vergleich mit anderen deutschen Großstädten setzen Berliner Darlehensnehmer deutlich weniger eigene finanzielle Mittel für den Erwerb einer eigenen Immobilie ein.
Zwischen dem Immobilienwert und dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital besteht eine direkte Abhängigkeit. Je höher der Kaufpreis, desto größer fällt auch das eingebrachte Eigenkapital aus. Unabhängig davon, ob es sich um Wohnraum zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage handelt.
Hintergrund dieser Tendenz ist die Tatsache, dass ein höherer Anteil an Eigenkapital deutlich bessere Konditionen bei der Immobilienfinanzierung möglich macht. Zudem setzen viele Kreditinstitute einen bestimmten prozentualen Anteil an eigenen Mitteln voraus. Wie hoch genau, bemisst sich nach dem gewählten Kreditvolumen.
Liegt der Wert der Immobilie zwischen 100.000 und 200.000 Euro, bringt der durchschnittliche Berliner Eigennutzer knapp 48.000 Euro an Eigenkapital ein. Steigt der Kaufpreis der Immobilie auf 200.000 bis 400.000 Euro, erhöht sich im Durchschnitt das eingebrachte Eigenkapital auf rund 92.000 Euro. Bei einem Wert für den eigengenutzten Wohnraum von 400.000 bis 600.000 Euro wenden Eigennutzer etwa 164.000 Euro auf.

Eigenkapital in Bezug zum Immobilienwert bei
Eigennutzern

128.681,54€
Ø Eigenkapital

Eigenkapital in Bezug zum Immobilienwert bei Kapitalanlegern

112.089,93€
Ø Eigenkapital

Käufer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, steuern bei einem Preis zwischen 600.000 und 800.000 Euro im Schnitt etwa 241.000 Euro als Kapital bei. Das Eigenkapital steigt im Schnitt auf 359.000 Euro, sofern sich der Kaufpreis auf bis zu eine Million Euro erhöht. Kostet die Berliner Wohnung oder das Haus über eine Million, bringt diese Käufergruppe noch mehr eigene Mittel ein. Im Durchschnitt liegt das Eigenkapital dann bei rund 478.000 Euro.
Auch bei Kapitalanlagen gilt: Je höher der Immobilienwert, desto größer ist der Anteil an Eigenkapital. Dies spiegelt sich besonders bei sehr teuren Immobilien wider, die von Kapitalanlegern erworben werden. Bei einem Kaufpreis von 200.000 bis 400.000 Euro bringen Anleger ein durchschnittliches Eigenkapital von über 88.000 Euro ein. Ist die Immobilie zwischen 400.000 und 600.000 Euro wert, steigt der Anteil an eigenen Mitteln auf über 131.000 Euro. Liegt der Kaufpreis bei 600.000 bis 800.000 Euro, erhöht sich das Eigenkapital auf rund 314.000 Euro.
Durch die aktuell niedrigen Zinsen und die in Berlin aktuell noch günstigen Immobilienpreise scheint die Investition in den Berliner Wohnungsmarkt äußerst lukrativ zu sein. Besonders wenn von weiterhin steigenden Preisen ausgegangen werden kann. Eine Immobilie als Kapitalanlage garantiert langfristig eine sehr hohe Rendite. Deshalb wandert viel Eigenkapital in den Immobilienmarkt der deutschen Hauptstadt.

Besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem eingesetzten Eigenkapital und der Anzahl der Kinder? Laut den erhobenen Daten ist das nicht der Fall – weder bei Eigennutzern noch bei Kapitalanlegern.

Eigenkapital in Bezug zu der Anzahl der Kinder bei Eigennutzern

Eigenkapital in Bezug zu der Anzahl der Kinder bei Kapitalanlegern

Der Beleihungsauslauf beschreibt den prozentualen Anteil des Objektwertes, der durch ein Darlehen finanziert wird. Bei Berliner Eigennutzern liegt dieser Wert im Schnitt bei 80 Prozent, bei Kapitalanlegern bei knapp 79 Prozent. Bei einem Auslauf von unter 60 Prozent bieten Kreditinstitute Immobilienkäufern die besten Konditionen für ihre Baufinanzierung. Knapp über 24 Prozent der Eigennutzer und 26 Prozent der Kapitalanleger konnten so viel Kapital einsetzen, um diesen Vorteil zu nutzen.
So entschieden sich rund 48 Prozent der Kreditnehmer, die ihre Immobilie selbst nutzen, für einen Beleihungsauslauf von 60 bis 90 Prozent. Bei den Kapitalanlegern sind es fast genauso viele – rund 47 Prozent. Bei über 20 Prozent liegt der Anteil der Eigennutzer, die einen Auslauf von 90 bis 100 Prozent wählten. Selbst den Beleihungsauslauf von über 100 Prozent nehmen noch über 7 Prozent der Eigennutzer in Anspruch.

Beleihungsauslauf bei Eigennutzern

80,00%
Ø Beleihungsauslauf

Beleihungsauslauf bei Kapitalanlegern

78,94%
Ø Beleihungsauslauf

Bei den Kapitalanlegern wählten mehr als 12 Prozent einen Beleihungsauslauf von über 100 Prozent. Grund dafür: Eine besonders günstige Immobilienfinanzierung steht bei Investoren nicht unbedingt im Vordergrund. Denn die anfallenden Zinsen sind bei einer Kapitalanlage steuerlich relevant.
Durch das geringere Einkommen der Berliner steht vielen Immobilienkäufern wahrscheinlich auch weniger Eigenkapital zur Verfügung. Hinzu kommen die steigenden Immobilienpreise in der Metropole. Beide Faktoren sind verantwortlich für den hohen Beleihungsauslauf in der Hauptstadt.

Bedingt durch die anhaltende Niedrigzinsphase greifen Kreditnehmer zunehmend zu einem höheren Tilgungssatz. Der durchschnittliche Tilgungssatz der Berliner Eigennutzer beträgt 2,67 Prozent. Bei 2,5 Prozent liegt der Durchschnittswert der Kapitalanleger.

Tilgungssatz bei Eigennutzern

2,67%
Ø Tilgungssatz

Tilgungssatz bei Kapitalanlegern

2,50%
Ø Tilgungssatz

Entsprechend entscheiden sich nur knapp 7 Prozent der Eigennutzer für einen Tilgungssatz von 1 bis 2 Prozent. Bei den Kapitalanlegern entfallen knapp 10 Prozent auf dieses Segment. Der mit Abstand größte Teil der Käufer wählt aber einen Tilgungssatz von 2 bis 3 Prozent. Mit über 49 Prozent nimmt fast die Hälfte der Eigennutzer diesen Tilgungssatz in Anspruch. Etwas geringer fällt der Anteil der Kapitalanleger aus. Hier sind es knapp 43 Prozent.
Über 23 Prozent der Eigennutzer wählen einen Tilgungssatz von 3 bis 4 Prozent. Bei Kapitalanlegern liegt der Anteil bei gut 15 Prozent. Über 8 Prozent der Eigennutzer nehmen einen Tilgungssatz von 4 bis 5 Prozent in Anspruch. Selbst bei einer Tilgung von 5 Prozent und höher greifen noch über 11 Prozent der Kreditnehmer zu.
Auch Kapitalanleger reagieren zunehmend auf die aktuelle Zinslage und entscheiden sich für eine höhere Tilgung. Auf einen Wert von 4 bis 5 Prozent entfallen fast 15 Prozent dieser Käufergruppe. Bei einem Tilgungssatz von 5 Prozent und höher sind über 17 Prozent der Kapitalanleger vertreten. Grund dafür: eine schnellere Entschuldung im aktuellen Zinstief.

Noch haben die Immobilienpreise in Berlin nicht das Niveau anderer deutscher Städte erreicht. Somit werden Käufer in Berlin in einem geringeren Maße belastet. Wer in der Hauptstadt eine Immobilie zur Eigennutzung kauft, muss im Schnitt monatlich etwa 1.067 Euro für Zinsen und Tilgung aufbringen. Das entspricht 23,57 Prozent des Einkommens und liegt deutlich unter dem bundesdeutschen Spitzenwert.
Bei Kapitalanlegern machen sich die steigenden Berliner Immobilienpreise eher bemerkbar. In dieser Käufergruppe fällt die monatliche Belastung mit über 1.212 Euro ziemlich hoch aus. Dieser Wert entspricht 19 Prozent des Einkommens.

Monatliche Belastung bei Eigennutzern

Monatliche Belastung bei Kapitalanlegern

Bei der Darlehensart liegt das Annuitätendarlehen deutlich an der Spitze. Über 84 Prozent der Eigennutzer greifen bei der Finanzierung ihrer Immobilie zu dieser Form des Kredits. Bei den Kapitalanlegern liegt der Wert bei über 61 Prozent. Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellen unter bestimmten Voraussetzungen eine zinsgünstige Ergänzung zu den übrigen Finanzierungsbausteinen dar. Rund 9 Prozent der Eigennutzer nehmen ein KfW-Darlehen in Anspruch. Kapitalanleger nutzen diese Form der Finanzierung nur in geringem Umfang. Auch ein endfälliges Darlehen ist nur bedingt gefragt. Mit jeweils über 4 Prozent bei beiden Käufergruppen entscheiden sich nur wenige Kreditnehmer dafür.

Darlehensart der Eigennutzer

Darlehensart der Kapitalanleger

Darlehensart (KfW) der Eigennutzer

Darlehensart (KfW) der Kapitalanleger

Einen wichtigen Stellenwert innerhalb der verschiedenen KfW-Programme nimmt das energieeffiziente Bauen ein. Über die Hälfte der Eigennutzer (57 Prozent) und Kapitalanleger (64 Prozent) entscheiden sich für das KfW-Programm 153. Zur Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum kommt bei Eigennutzern noch mit 35 Prozent das KfW-Wohneigentumsprogramm 124 zum Einsatz. Dieses Programm kann nur von Eigennutzern in Anspruch genommen werden. Andere Förderprogramme fallen kaum ins Gewicht.

Ob Eigennutzung oder Kapitalanlage: Wer in Berlin eine Immobilie erwirbt, entscheidet sich bei der Finanzierung für eine längerfristige Zinsbindung. Knapp 49 Prozent der Eigennutzer sichern sich die niedrigen Zinsen mit einer Zinsfestschreibung von 10 Jahren. Bei 37 Prozent der Darlehensverträge sind es 15 Jahre. Über 5 Prozent der Kreditnehmer wählen eine Zinsfestschreibung von 20 Jahren.

Zinsfestschreibung bei Eigennutzern

Zinsfestschreibung bei Kapitalanlegern

Auch bei den Kapitalanlegern liegt der Fokus mit über 40 Prozent auf einer Zinsbindung von 10 Jahren. Eine Zinsfestschreibung von 15 Jahren wählen über 23 Prozent der Kapitalanleger. Eine noch längere Zinssicherung spielt für Anleger kaum eine Rolle. Grund dafür: Die Spekulationsfrist für Immobilien beträgt 10 Jahre. Viele Investoren erwägen nach diesem Zeitraum also den Wiederverkauf ihrer Immobilie, weil nach dieser Frist die Gewinne aus einem Verkauf steuerfrei sind. Sonstige Zinsbindungen sind bei Kapitalanlegern ungewöhnlich hoch vertreten. In den meisten Fällen sind dies Zinsbindungen unter 5 Jahren und Zwischenfinanzierungen. Der Grund hierfür könnte der Verkauf bereits vorhandener Immobilien oder die erst spätere Verfügbarkeit von angelegten Geldern sein.

Kontakt

Haben Sie noch Fragen?

Möchten Sie mehr zur Baufinanzierung erfahren? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Kontakt aufnehmen Zur Webseite

Berlin 2017

Alle Daten stammen von Kunden, die eine Immobilienfinanzierung über die Hüttig & Rompf AG abgeschlossen haben, denn darauf sind wir spezialisiert. Als Immobilienfinanzierer bilden wir seit über 30 Jahren die Schnittstelle zwischen Kunden und Kreditgebern. In den letzten Jahren haben sich durch die kompetente Beratung unserer Baufinanzierungsexperten über 60.000 Kunden den Traum von einer eigenen Immobilie erfüllt. Allein 2018 entschieden sich 6.700 Kunden für einen Darlehensvertrag über eine unserer 300 Partnerbanken und Sparkassen.
Mit einem Finanzierungsvolumen von 2 Milliarden Euro im Jahr 2018 gehört die Hüttig & Rompf AG damit zu den drei führenden Baufinanzierungsvermittlern in Deutschland.