Altbauvilla am Stadtrand, Penthouse in der Innenstadt oder Einfamilienhaus in der Nachbarschaft: Wo darf die Reise hingehen? Besichtigungstouristen schauen sich eine Immobilie nach der anderen an – ohne Kaufabsicht. Was gegen reiselustige „Kaufinteressenten“ hilft? Wir haben Ihnen vier Tipps zusammengestellt.

Immobilienbesichtigungen – die optimale Gelegenheit, um einen Blick in die Eigenheime fremder Menschen zu werfen. Was für Besichtigungstouristen vielleicht ein netter Zeitvertreib ist, stellt Immobilienmakler vor unnötigen Aufwand. Denn jeder Besucher, der eigentlich gar nicht am Kauf interessiert ist, kostet Zeit. Wir liefern einen Überblick, wie Sie mit Besichtigungstourismus umgehen können.

1. Beschreiben Sie Ihr Angebot genau

Beschreiben Sie die Immobilie ruhig ganz offen und geben Sie gleich im Exposé alle wichtigen Informationen zum Objekt. So wissen Interessenten bereits vor der Besichtigung, was sie erwartet. Um möglichen Käufern einen realistischen Eindruck von ihrem potentiellen Eigenheim zu vermitteln, sind auch virtuelle Rundgänge durch die Immobilie gut geeignet. Positiver Nebeneffekt: Die Neugier von Besichtigungstouristen wird schon beim Durchklicken der Immobilienanzeigen befriedigt.

2. Treffen Sie eine Vorauswahl

Woran man Besichtigungstouristen erkennt? Sie können keine Antworten auf essentielle Fragen geben. Bevor Sie zur Besichtigung laden, kann deshalb ein Telefongespräch Wunder wirken. So haben Sie die Möglichkeit, vermeintliche Interessenten schon früh als Besichtigungstouristen zu entlarven. Wie lange ist der Interessent bereits auf Immobiliensuche? Hat er sich schon über die Finanzierung informiert? Wann ungefähr möchte er umziehen? Wer auf diese Fragen nicht konkret antworten kann, hat sich wahrscheinlich noch nicht ernsthaft mit dem Thema Immobilienkauf beschäftigt. Übrigens sortiert dieses erste Gespräch nicht nur Besichtigungstouristen aus, sondern zeigt auch, ob das angebotene Objekt wirklich zu den Vorstellungen des potentiellen Käufers passt. Stellt sich im Telefonat heraus, dass die Wunschimmobilie doch nicht ganz passend ist, können Sie dem Interessenten gezielt eine Alternative anbieten.

3. Behalten Sie den Überblick

Die Immobilien wechseln, nur der Interessent bleibt immer der gleiche? Um einen Überblick über die Absichten Ihrer Interessenten zu gewinnen, reicht schon eine einfache Liste. Notieren Sie hier, wer bei welcher Besichtigung dabei war. Ein Name taucht auffällig oft bei ganz unterschiedlichen Immobilien auf und hat noch nie ein Angebot gemacht oder ernsthaftes Interesse bekundet? Womöglich haben Sie es hier mit einem Besichtigungstouristen zu tun.

4. Im Zweifel für den Angeklagten

In manchen Fällen kann man sich einfach nicht sicher sein, ob das Interesse an einer Immobilie ernst ist. Denn auch wenn einige Kriterien auf einen Besichtigungstouristen hindeuten, könnte es immer noch ein echter Kaufinteressent sein. In solch einem Fall heißt es, ins kalte Wasser springen. Denn was ist schlimmer, Zeit an einen Besichtigungstouristen verschwenden oder einen potentiellen Käufer abschrecken? So ärgerlich Besichtigungstouristen auch sind, denken Sie daran: Ein Geschäftsabschluss gleicht das ein oder andere schwarze Schaf wieder aus.

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