Der Boom auf dem Wohnungsmarkt hält an. Immer mehr Wohnungen entstehen, wie aktuelle Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt belegen. Gleichzeitig wird klar: Für die Baubranche vielleicht etwas zu viele, denn diese kommt mit den Fertigstellungen nicht nach.

Sie prägen maßgeblich den deutschen Bausektor: Wohnungen. 277.700 Objekte dieser Art wurden laut Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr fertiggestellt. Das sind rund zwölf Prozent mehr als noch 2015. Auf welche Gebäudearten sich die Wohnungen verteilen? Vor allem auf neu gebaute Mehrfamilienhäuser mit mindestens drei Wohnungen. So entstanden 2016 in diesem Segment etwa 115.000 Wohnungen. Ein Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dahinter folgen neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser mit 105.000 Wohnungen (+ 6,2 Prozent).

Mehr Bauanträge als fertiggestellte Wohnungen

Die Zahl neuer Wohnungen steigt stetig. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der Baugenehmigungen. So wurden 2016 rund 374.000 Wohnungen genehmigt (20 Prozent mehr als im Vorjahr). Auffällig: Es gibt deutlich mehr Genehmigungen als Fertigstellungen. Und das nicht zum ersten Mal. Schon seit einigen Jahren kann die Bauausführung nicht mit den Genehmigungen Schritt halten. Mittlerweile beläuft sich der Rückstand an genehmigten, aber noch nicht zu Ende gebauten Wohnungen auf ca. 605.000 Einheiten. Über eine halbe Million Wohnungen, die auf dem Markt dringend gebraucht werden.

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