Die Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die Immobilienfinanzierung sind untrennbar miteinander verbunden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Durch den hohen Fremdkapitalbedarf gewerblich und privat genutzter Immobilien habe die Finanzierung eine entscheidende Bedeutung für die Funktionsfähigkeit und die Stabilität des Immobilienmarktes. Aufgrund der engen Wirkungszusammenhänge würden neue Regulierungsvorschriften wichtige Rahmenbedingungen für Immobilienmärkte darstellen. Neben Banken würden Versicherungen zu den wichtigsten institutionellen Anlegern in Deutschland gehören.

Im Zug der Neuregelung von Solvency II seien Folgen für die Immobilienwirtschaft nicht auszuschließen. Die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeige auf Basis von Berechnungen und Experteninterviews, dass die Einführung von Solvency II nach aktuellem Stand negative Auswirkungen auf den deutschen Immobilienmarkt haben könnte. Ohne eine Überarbeitung der Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung realwirtschaftlicher Folgen könnten dem deutschen Markt wichtige, stabilitätsorientierte Investoren verloren gehen, heißt es in der Studie.

Verwandte Artikel. Das könnte Sie auch interessieren.