Veraltete Einrichtung, dünne Wände, tropfende Wasserhähne: Willkommen im Studentenwohnheim? Nicht unbedingt. Alfred Hildebrandt, Geschäftsführer von Hildebrandt Immobilien in Stuttgart, bringt den gehobenen Wohnungsbau in Universitätsstädte. Wie das aussieht, hat er uns im Interview erzählt.

Herr Hildebrandt, stellen Sie Ihr Unternehmen doch einmal kurz vor.
„Wir sind spezialisiert auf die Projektentwicklung und Vermarktung exklusiver Immobilien. Als Experten begleiten wir Bauträger und Investoren durch alle Prozesse. Wir machen also Analysen, beraten und übernehmen die komplette Planung der Immobilie – vom passenden Grundstück bis zur Ausstattung. Anschließend verkaufen wir die Wohnungen und kümmern uns um die Vermietung.“

Ihr Herzensprojekt hat mit Studentenwohnheimen zu tun. Worum geht es dabei?
„Das Projekt heißt ‚Campo Novo’. Unter diesem Namen entwickeln wir aber keine typischen Studentenwohnheime. Die Wohnungen sind alle besonders hochwertig. Zum Beispiel sind die Grundrisse mit ganz viel Liebe zum Detail durchdacht und auch die Materialien sind nicht wie in einem typischen Studentenwohnheim. ‚PVC-Boden, Raufaser und das war’s dann’, so denken wir nicht. Die Wohnungen sind eher wie im gehobenen Wohnungsbau ausgestattet und haben alle Echtholzparkett, schöne Bäder und Einbauküchen. Und wir achten darauf, dass möglichst alle Zimmer Balkone haben. Uns ist eine hochwertige Ausstattung wichtig, damit wir uns abheben. Dabei ist das nicht unbedingt viel teurer.“

Warum ist das Projekt so besonders für Sie?
„Wir sind mit diesem Projekt sehr stark emotional verbunden. Das liegt daran, dass wir die Studentenwohnheime nicht nur entwickeln und vermarkten, sondern auch nach der Fertigstellung noch vor Ort sind und die Vermietung betreuen.“

In welchen Städten gibt es diese Studentenwohnheime bereits?
„In Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart sind die Häuser schon komplett fertiggestellt und bewohnt. In Mainz stecken wir noch mitten im Bau. Da wird aktuell im 2. Obergeschoss gemauert. Die Wohnungen stehen aber schon zum Verkauf.“

Wie unterscheidet sich so ein Studentenwohnheim-Projekt vom normalen Wohnungsbau?
„Wir sind ganz anders präsent. Manchmal müssen ein paar hundert Mietverträge am Stück abgewickelt werden. Bei einem Studentenwohnheim wollen eben alle zum Semesterbeginn einziehen. Dann hat man schon einmal 100 Vermietungen zum 1. Oktober.“

Und die Studenten als Bewohner sind auch anders als bei Ihren restlichen Projekten?
„Definitiv. Studenten sind oft das erste Mal alleine in einer fremden Stadt und haben viele Fragen. Da nehmen wir sie an die Hand. Wir achten aber auch im Sinne des Vermieters darauf, dass die neue Freiheit nicht allzu sehr ausgelebt wird. Deshalb sind wir mit Büros und Mitarbeitern vor Ort präsent und können immer direkt reagieren.“

Welche Erfahrung haben Sie mit den Studentenwohnheimen bisher gemacht?
„Wir hatten noch nie einen Tag Leerstand. Alleine in den letzten drei Jahren haben wir über 3.000 Mietverträge aufgesetzt. Das nötige Know-how in diesem Bereich haben wir dadurch natürlich.“

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