Vom 1. Mai an gelten neue Regeln für Hausbesitzer und Bauherren. Dann tritt eine überarbeitete Fassung der Energieeinsparverordnung - die EnEV 2014 - in Kraft. Sie ersetzt die bisherige EnEV 2009.

Was diese Verordnung an Neuigkeiten zu bieten hat, gilt vor allem für den Neubau. Aber auch für Besitzer von Altbauten gibt es einiges zu beachten. So gibt es beispielsweise eine Austauschpflicht für Öl- und Gasheizungen, eine Nachrüstpflicht für Dachbodendämmung und weitergehende Regelungen für den Energieausweis.

Mit den neuen Regelungen zum Energieausweis soll dem Papier mehr Bedeutung beigemessen werden. Manche Experten erwarten, er könne so endlich den Durchbruch schaffen, denn bisher wurden die an den Energieausweis gestellten Erwartungen nicht erfüllt. Neu sind die neuen Effizienzklassen von A+ bis H. Sie sortieren Häuser in einer Bandbreite von niedrigem Energiebedarf bis hohen Energiebedarf ein. Grundlage hierfür sind die sogenannten energetischen Kennwerte. Sie sind in Zukunft auch in Immobilienanzeigen zu finden.

Eine weitere wichtige Neuerung: Der Energieausweis muss zukünftig Interessenten schon bei der Immobilienbesichtigung gezeigt werden. Kommt es zum Abschuss des Vertrages muss der Energieausweis im Original oder wenigstens in Kopie an den Käufer oder auch Mieter übergeben werden. Das dem Energieausweis noch mehr Bedeutung eingeräumt wird, hat seine Berechtigung. Nach Angaben der deutschen Energieagentur (dena) entfallen immerhin 40% des Energieverbrauchs in Deutschland auf Gebäude. Hier schlummert noch immer ein großes Einsparpotenzial.

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