Das Bundesland Brandenburg lässt den Ankündigungen zur Mietpreisbremse bereits Taten folgen. Im Speckgürtel von Berlin, wo Wohnraum knapp ist, solle die Möglichkeit zur Erhöhung der Miete auf 15 statt 20 Prozent innerhalb von drei Jahren begrenzt werden. Dies erfolge per Rechtsverordnung.

Zudem werde die Förderung von Wohnraum durch das Land verstärkt, teilte Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger mit. In diesem Jahr stelle das Land insgesamt 40 Millionen Euro für miet - und belegungsgebundenen Wohnraum bereit.

Die neue Bundesbauministerin Barbara Hendricks hatte zuvor angekündigt, die Regelungen zur sogenannten Mietpreisbremse bis zur Sommerpause in ein entsprechendes Gesetz gießen zu wollen. Dann könnten die Bundesländer vom Jahr 2015 an bestimmen, an welchen Orten die Mietpreisbremse eingesetzt werden solle. Mit der Bremse soll erreicht werden, dass Mieterhöhungen nicht zu weit über den Vergleichsmieten liegen. Zudem dürfen die Kosten für eine energetische Hausmodernisierung nur noch so lange auf die Miete umgelegt werden bis sie abbezahlt sind.

Die Mietpreisbremse ist umstritten. In der Immobilienbranche wird das Projekt vor allem als eine Bremse der Investitionsbereitschaft kritisch gesehen. Manche Beobachter fürchten, dass ein Gegenteil von dem eintritt, was beabsichtigt ist: Nämlich, dass die Mieten steigen. Möglicherweise lohne sich sie Vermietung nicht mehr, so dass im Endeffekt weniger Wohnungen gebaut werden und das Angebot damit erneut verknappt wird.

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